Abo
  • Services:

Astronomie: James-Webb-Weltraumteleskop ist fertig

Nach Verzögerungen von mehreren Jahren ist es jetzt so weit: Der Spiegel des Weltraumteleskops James Webb ist fertig. In zwei Jahren soll es ins All geschossen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Primärspiegel des JWST: Lärm und Erschütterungen beim Start werden simuliert.
Primärspiegel des JWST: Lärm und Erschütterungen beim Start werden simuliert. (Bild: Chris Gunn/Nasa)

Es ist fertig: Die optische Einheit des Weltraumteleskops James Webb (James Webb Space Telescope, JWST) ist einsatzbereit. Ein erster Test verlief nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) erfolgreich. Der Start ist für 2018 geplant.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main

JWST ist das größte bisher gebaute Weltraumteleskop. Der Hauptspiegel wiegt etwa 6,2 Tonnen, hat einen Durchmesser von 6,5 Metern und besteht aus 18 sechseckigen Segmenten aus Beryllium, die mit Gold beschichtet sind. Der Rahmen besteht aus einem eigens dafür entwickelten Verbundwerkstoff.

Webb sucht nach uralten Galaxien

Das Teleskop ist dafür gedacht, die Planeten in unserem Sonnensystem sowie in anderen Sternensystemen zu betrachten. So wollen die Astronomen damit nach Wasserdampf auf den Planeten im System von Alpha Centauri suchen. Außerdem wollen sie damit sehr weit entfernte, also sehr alte Galaxien untersuchen. Das JWST wird im infraroten Spektrum arbeiten.

  • Der Primärspiegel des James-Webb-Teleskops im Reinraum (Bild: Chris Gunn/Nasa)
Der Primärspiegel des James-Webb-Teleskops im Reinraum (Bild: Chris Gunn/Nasa)

Nach Fertigstellung des Hauptspiegels hat die Nasa optische Messungen durchgeführt, die gezeigt haben, dass der Spiegel so funktioniert, wie er soll. Als Nächstes werden mechanische Tests folgen, bei denen der Lärm und die Erschütterung simuliert werden, denen das Teleskop beim Start ausgesetzt sein wird. Anschließend werden die gleichen Messungen noch einmal durchgeführt und die Ergebnisse verglichen. Das soll sicherstellen, dass das Teleskop später im Weltraum auch funktioniert.

Der Hitzeschild und die Versorgungseinheit fehlen noch

Wenn das Teleskop alle Tests erfolgreich bestanden hat, werden ein Hitzeschild sowie der Spacecraft Bus installiert. Letzterer enthält die Versorgungssysteme für das Teleskop, den Antrieb und die Kommunikationseinheit.

Benannt ist das Teleskop nach dem ehemaligem Nasa-Direktor James Edwin Webb. An dem Projekt waren neben der Nasa auch die Raumfahrtagenturen Kanadas und Europas, CSA und Esa, beteiligt. Wegen der Kosten und der Verzögerung in der Bauzeit wollte das US-Repräsentantenhaus 2011 das Projekt stoppen.

JWST hat sich verspätet

Ursprünglich sollte JWST bereits 2011 ins All fliegen. Dann wurde der Start auf das Jahr 2014 verschoben. Jetzt ist er für Oktober 2018 geplant. Die Kosten waren ursprünglich mit 1,6 Milliarden US-Dollar angesetzt worden. Inzwischen werden sie auf über 8,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

JWST sollte eigentlich das Weltraumteleskop Hubble ersetzen. Doch dessen Mission ist kürzlich um fünf Jahre verlängert worden. Das bedeutet, die beiden Teleskope werden drei Jahre zusammen im Einsatz sein.

Sie arbeiten in verschiedenen Bereichen des Spektrums: Hubble im Bereich des sichtbaren Lichts und im ultravioletten Bereich, JWST eben im infraroten Bereich. Die Forscher werden also drei Jahre lang Sterne und Galaxien in verschiedenen Spektralbereichen betrachten können. Davon versprechen sie sich neue Erkenntnisse.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,99€
  2. 19,95€
  3. (-81%) 5,75€
  4. 42,49€

RicoBrassers 04. Nov 2016

Ja, das wird leider fast überall von jedem falsch gemacht. Im Grunde kann man das...

RicoBrassers 04. Nov 2016

Ja. Bevor der Sonne der Saft ausgeht und die Erde dabei weggrillt, wird die Menschheit...

Blindie 03. Nov 2016

Ein noch größeres Problem wird sein das es gar kein Optisches Teleskop ist sondern im...

Kleine Schildkröte 03. Nov 2016

Das Teil wird um die 10 Tonnen wiegen. Das kannst du am Stück hochschießen. Die Größe...

Arystus 03. Nov 2016

Was nütz das Beste Militär wenn die Herrscher dieser Welt nicht damit "Spielen" dürfen...


Folgen Sie uns
       


Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test

Zu oft stolpert Golem.de beim Spielen über nervende Kabel. Deshalb testen wir vier Headsets, die auf Kabel verzichten, aber sehr unterschiedlich sind. Von vibrierenden Motoren bis zu ungewöhnlich gutem Sound ist alles dabei. Wir haben auch einen Favoriten.

Vier drahtlose Gaming-Headsets im Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

    •  /