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Astronomie: Hubble zeigt Ringspeichen beim Saturn

In den Ringen vom Saturn gibt es sogenannte Speichen. Eine Aufnahme vom Weltraumteleskop Hubble zeigt neue Details auf dem weißen inneren Band der Saturnringe.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die hochauflösende Hubble-Aufnahme der Ringspeichen vom Saturn. (Bild: NASA, ESA, STScI, Amy Simon (NASA-GSFC))

Das Weltraumteleskop Hubble macht es der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa nicht gerade leicht bei den vielen Fehlermeldungen in letzter Zeit. Doch auch die Auswertung von älteren Bildern dauert und birgt neue Geheimnisse. So zeigt eine Aufnahme vom 22. Oktober 2023, die kürzlich erst veröffentlicht wurde, die Ringspeichen vom Saturn in einer bisher nie dagewesenen Auflösung.

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Es zeigt nähere Details auf dem weißen inneren Band der Saturnringe. Zum ersten Mal wurden diese schmutzigen Flecke von der Weltraumsonde Voyager 2 im Jahr 1981 und später von der Cassini-Raumsonde fotografiert. Jedoch waren darauf keine Einzelheiten zu erkennen.

Die Speichen sind schwer zu beobachten

In einer Pressemitteilung der Nasa heißt es, dass "die Speichen mit dem starken Magnetfeld des Saturn zusammenhängen, wobei eine Art von solarer Interaktion mit dem Magnetfeld die Speichen hervorruft", so die führende Theorie laut Amy Simon, leitende Wissenschaftlerin des Opal-Programms (Outer Planets Atmospheres Legacy; deutsch: Atmosphärenvermächtnis der äußeren Planeten).   

Die durch Wechselwirkungen erzeugten elektrostatischen Kräfte könnten Staub oder Eis über dem Ring schweben lassen und so die Speichen bilden. "Wir bewegen uns auf die Saturn-Tagundnachtgleiche zu, wenn wir die höchste Speichenaktivität erwarten, wobei die Speichen in den nächsten Jahren häufiger und dunkler erscheinen werden", erklärt die Wissenschaftlerin.

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Bereits frühere Hubble-Aufnahmen hatten vermuten lassen, dass die Speichen nur saisonal auftreten – die Jahreszeiten des Saturn dauern jeweils ungefähr sieben Jahre. Genug Zeit zum Beobachten, eine lange Zeit, um sie wieder zu erforschen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Speichen nur für zwei oder drei Umdrehungen um den Planeten sichtbar sind, ehe sie wieder verschwinden.