Ein dritter extremer Sonnensturm traf die Erde
Mittlerweile hat ein Forschungsteam einen dritten extremen Sonnensturm ausfindig gemacht. "Unsere Ergebnisse bestätigen den 'Chapman-Silverman-Sturm' im Februar 1872 als einen der heftigsten geomagnetischen Stürme der jüngeren Geschichte", erklärte Hisashi Hayakawa, der Hauptautor der kürzlich veröffentlichten Studie.
Dabei stammt dieser Sturm aus einer nur mittelgroßen Sonnenflecken-Gruppe nahe dem Sonnenzentrum. "Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst eine mittelgroße Sonnenflecken-Gruppe einen der stärksten magnetischen Stürme der Geschichte ausgelöst hat", schlussfolgert das Forschungsteam. Während dieses Ereignisses waren Polarlichter vom Pol bis zu den Tropen sichtbar. Zwar sind solche extremen Ereignisse selten, jedoch sind sie Anlass dafür, die Sonne besser zu erforschen.
"Wir wissen jetzt, dass die Welt in den letzten zwei Jahrhunderten mindestens drei geomagnetische Superstürme erlebt hat", erklärt Hayakawa in einer Pressemitteilung. "Weltraumwetterereignisse, die so große Auswirkungen haben könnten, stellen ein nicht zu vernachlässigendes Risiko dar."
Zwar spricht er auch eine Warnung für die moderne Gesellschaft aus. Man muss aber erwähnen, dass unsere heutigen Geräte viel weiter entwickelt und weniger anfällig für Störungen sind, die während eines koronalen Massenauswurfs auf der Erde passieren könnten.
Gigantischer Sonnenfleck gesichtet
Dennoch ist es wichtig, Sonnenflecken zu beobachten. In den Aufnahmen des Satelliten Solar Dynamics Observatory der US-Raumfahrtbehörde Nasa wurde ein großes, koronales Loch entdeckt. Es hat eine Breite von etwa 800.000 Kilometern – die Erde könnte mehr als 60-mal in dieses koronale Loch passen. Dort hat sich das Magnetfeld geöffnet und die besonders schnellen Sonnenwinde können dabei ins Weltall hinausgeschleudert werden.
Wenn man von der Erde aus ein koronales Loch beobachtet, sieht es wie ein dunkler Fleck auf der Sonnenoberfläche aus. Solche Flecken können klein sein oder aber auch die halbe Sonne überdecken. Besonders, wenn die Sonne sich ihren Phasen mit der höchsten Sonnenaktivität nähert, häufen sich solche Löcher. Derzeit nehmen die Sonnenaktivitäten zu und es ist durchaus möglich, dass das nächste Maximum gegen das Jahr 2025 erreicht wird.
So ein Sonnensturm kann aber auch etwas Gutes haben. Immerhin zeigen sich dann mehr Polarlichter am Nachthimmel – und das auch in unseren Breitengraden.