Astronomie: Die Sonnenfinsternis 2026 beobachten - so geht es sicher
Inhalt
- Astronomie: Die Sonnenfinsternis 2026 beobachten - so geht es sicher
- Beobachtung mit dem Teleskop: besonders eindrucksvoll
- Die Sonne mit dem Smartphone fotografieren
- Die Sonnenfinsternis mit der Kamera aufnehmen
- Mit dem Smart-Teleskop auch als Laie sehr gute Aufnahmen machen
- So läuft die Sonnenfinsternis ab
Am 12. August 2026 richtet sich der Blick vieler Menschen nach oben: Über Spanien wird die erste totale Sonnenfinsternis seit 1999 in Europa zu sehen sein, in Deutschland bedeckt der Mond die Sonne je nach Standort noch zu mehr als 80 Prozent. Für viele ist dieses Jahr die beste Gelegenheit, ein solches Ereignis zu beobachten.
Wer das Schauspiel beobachten oder fotografieren möchte, sollte sich allerdings frühzeitig vorbereiten. Denn ohne geeigneten Schutz können schon wenige Sekunden genügen, um Augen oder Kamera dauerhaft zu schädigen. Und schon mit wenig zusätzlicher Ausrüstung lassen sich deutlich mehr Details erkennen und bessere Fotos aufnehmen.
Wir zeigen, welche Ausrüstung sich für Einsteiger und Hobbyastronomen eignet, wie ihr die Sonnenfinsternis sicher beobachtet und fotografiert – und wann sowie wo das Naturschauspiel in Deutschland und Spanien am besten zu sehen ist.
Die richtige Ausrüstung für die Sonnenbeobachtung
Für viele Menschen ist das visuelle Beobachten der Sonne der einfachste Weg, eine Sonnenfinsternis zu erleben. Wir schauen uns daher zunächst verschiedene Möglichkeiten an, mit denen das funktioniert.
Die Sonne gibt einen großen Teil ihrer Energie im für uns sichtbaren Bereich des elektromagnetischen Spektrums ab. Auf der Erdoberfläche kommen davon ca. 1.000 W pro Quadratmeter(öffnet im neuen Fenster) an. Das macht eine Beobachtung ohne Hilfsmittel schwer bis unmöglich, da weder unser Auge noch die meisten Kameras in der Lage sind, eine längere Beobachtung ohne Schäden zu überstehen.
Der einfachste Weg für eine sichere Beobachtung ist ein ND-Filter (kurz für Neutral Density). Ein für die Sonne sicherer ND-5-Filter reduziert das Licht um den Faktor 100.000, also 10^5 (0,001 Prozent Durchlass) und verändert auch die Farbe nicht. Daher sehen wir die Sonne in ihrem typischen Orange-Gelb.
Hier ist der internationale Standard ISO 12312-2 entscheidend. Filter, die diesem Standard entsprechen, sind als sicher einzustufen. An dieser Stelle eine deutliche Warnung: Die Sonne darf niemals ohne passenden Schutz für die Augen oder Kamera beobachtet werden, auch nicht ganz kurz. Es besteht die Gefahr irreparabler Schäden an Gesundheit und Ausrüstung. Erhöhte Vorsicht ist vor allem auch bei Kindern geboten, sie sollten bei Sonnenbeobachtungen immer beaufsichtigt werden.
Brillen für die Sonnenfinsternis
Am einfachsten und auch am preiswertesten sind Sonnenfinsternis-Brillen. Diese gibt es(öffnet im neuen Fenster) bereits(öffnet im neuen Fenster) für 3 bis 5 Euro und teilweise auch mit mehreren Brillen pro Verkaufseinheit. Die Nutzung ist einfach, auch für Brillenträger, welche die Sonnenbrille einfach vor die eigene Brille setzen.
Wichtig ist hier, dass man ein Modell mit möglichst breitem Rand nutzt, um die Augen trotz des größeren Abstands vollständig zu verdecken. Das ist vor allem bei Brillenträgern wichtig, da sich die Filterfolie dabei nicht direkt vor dem Auge befindet.
Fernglas mit Filter: eine einfache Lösung
Sonnenfinsternisbrillen machen die Beobachtung mit bloßem Auge sicher, aber dabei gibt es ein kleines Problem: Die Sonne am Himmel ist mit 0,5° Winkelausdehnung nicht besonders groß. Man sieht sie durch die Brille zwar recht gut, kann aber wenig Details erkennen. Etwas besser klappt das mit einem Fernglas.
Je nach Optik liefern einfache Ferngläser zwischen 10- und 20-fache Vergrößerung. Damit sind deutlich mehr Details erkennbar, zum Beispiel Sonnenflecken. Zu beachten ist allerdings, dass eine starke Vergrößerung es deutlich schwerer macht, das Fernglas ruhig zu halten. Ab 15-facher Vergrößerung ist daher die Nutzung eines Stativs oder einer Fernglashalterung sinnvoll.
Außerdem wird auch das Bildfeld mit zunehmender Vergrößerung immer kleiner und es ist schwierig, die Sonne überhaupt ins Bild zu bekommen. Da die Sonnenfilter nur 0,001 Prozent des Lichts durchlassen, sieht man in der Regel komplett schwarz, bis man die Sonne im Bild hat.
Wer ein typisches Glas mit 50 mm großen Frontlinsen nutzt, kann auf fertige Filter für Ferngläser für die Beobachtung der Sonne zurückgreifen.
Der Vorteil solcher fertigen Filter ist, dass diese straff in der Frontöffnung sitzen und nicht versehentlich herausfallen können. Ein sicherer Sitz solcher Filter ist extrem wichtig und sollte immer gut geprüft werden. Vor allem wenn verschiedene Menschen das Fernglas nutzen und es hin- und hergereicht wird.
- Astronomie: Die Sonnenfinsternis 2026 beobachten - so geht es sicher
- Beobachtung mit dem Teleskop: besonders eindrucksvoll
- Die Sonne mit dem Smartphone fotografieren
- Die Sonnenfinsternis mit der Kamera aufnehmen
- Mit dem Smart-Teleskop auch als Laie sehr gute Aufnahmen machen
- So läuft die Sonnenfinsternis ab
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