Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Astronomie: Der Komet C/2023 P1 Nishimura ist mit bloßem Auge erkennbar

Auf dem Weg zur Sonne passiert ein kürzlich erst entdeckter Komet die Erde. Er soll sogar ohne Fernglas zu erkennen sein.
/ Werner Pluta
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Komet Nishimura: umrundet die Sonne nur alle 437 Jahre (Bild: Dan Bartlett/Nasa)
Komet Nishimura: umrundet die Sonne nur alle 437 Jahre Bild: Dan Bartlett/Nasa

Benannt ist der Himmelskörper nach dem japanischen Amateurastronom Hideo Nishimura, der ihn 12. August dieses Jahres entdeckt hat. Dass er bisher unbekannt war, liegt daran, dass er nur alle 437 Jahre die Sonne umrundet. Die genaue Größe und Zusammensetzung sind noch unbekannt.

Normalerweise werden Kometen früher entdeckt

Die späte Entdeckung sei allerdings ungewöhnlich, sagte der französische Astrophysiker Nicolas Biver der Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP)(öffnet im neuen Fenster) . Üblicherweise würden Kometen Monate oder gar Jahre entdeckt, bevor sie der Sonne am nächsten seien.

Nishimura wird sich der Sonne bis auf 33 Millionen Kilometer nähern – das wird am 17. September der Fall sein. In den kommenden Tagen kann er morgens beobachtet werden. Gegen 5 Uhr erscheint er am Horizont und ist etwa eine Stunde lang zu sehen, bis das Tageslicht ihn überstrahlt. Ab Mitte der kommenden Woche erscheint er jedoch erst nach Tagesanbruch und ist deshalb nicht mehr zu sehen.

"Am besten schaut man vor Sonnenaufgang in den Himmel, in nordöstlicher Richtung, links von der Venus" , sagte Biver. Bis zum 12. September wird er noch heller. Er soll mit bloßem Auge zu sehen sein. Bessere Ergebnisse wird man aber mit einem handelsüblichen Fernglas erzielen.

Mit einem stärkeren Fernglas soll auch der Kometenschweif erkennbar sein. Der ist wie der Komet selbst grün, was mit der chemischen Zusammensetzung zusammenhängt. Die Färbung geht mutmaßlich auf ein Gas zurück.


Relevante Themen