Astronomie: Australische Forscher entdecken Uraltstern

200 Millionen Jahre jünger als der Urknall, eine halbe Milliarde Jahre älter als bisher bekannte Sterne: Der neu entdeckte Stern SMSS J031300.36-670839.3 ist damit der älteste bekannte Stern. An ihm können Forscher die Frühzeit des Universums studieren.

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Supernova (Symbolbild): Eisen im schwarzen Loch verschwunden
Supernova (Symbolbild): Eisen im schwarzen Loch verschwunden (Bild: X-ray: Nasa/CXC/MIT/L.Lopez et al; Infrared: Palomar; Radio: NSF/NRAO/VL)

Viel älter geht kaum: Mike Bessell und Stefan Keller von der Australischen Nationaluniversität (Australian National University, ANU) in der Hauptstadt Canberra haben den ältesten derzeit bekannten Stern entdeckt. Er ist fast so alt wie das Universum selbst.

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SMSS J031300.36-670839.3 hat sich vor rund 13,6 Milliarden Jahren gebildet, etwa 200 Millionen Jahre nach dem Urknall. Er ist damit gut eine halbe Milliarde Jahre älter als zwei Sterne, die bis dato als die ältesten galten.

Senior in der Milchstraße

Der Stern befindet sich in der Milchstraße und ist etwa 6.000 Lichtjahre von der Erde entfernt - in astronomischen Maßstäben also recht nah. Er ist mutmaßlich aus einer einzigen Supernova entstanden, die ein schwarzes Loch hinterließ. Der explodierte Stern hatte vermutlich die 60fache Masse der Sonne.

Die Forscher haben das Alter von SMSS J031300.36-670839.3 an seinem Lichtspektrum erkannt: Das enthalte keine Hinweise auf Eisen, schreiben die Astronomen in der Fachzeitschrift Nature. Frühe Sterne bestanden nur aus Wasserstoff, Helium und einer geringen Menge Lithium. Sie explodierten meist relativ schnell in einer Supernova, und durch diese Explosionen entstanden schwere Elemente.

Einblick in die Frühzeit des Universums

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"Zum ersten Mal können wir eindeutig sagen, dass wir den chemischen Fingerabdruck eines frühen Sterns gefunden haben", sagt Keller. Die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung eines frühen Sterns bietet den Forschern einen Einblick in die Frühzeit des Universums.

Die Entdeckung des Sterns hat bereits zu einer wichtigen Erkenntnis geführt: Bislang glaubten die Wissenschaftler, dass die ersten Sterne in gigantischen Supernovae explodierten, durch die immense Mengen an Eisen ins All geschleudert wurden. SMSS J031300.36-670839.3 aber weist Anzeichen von einigen leichten Elementen wie Kohlenstoff und Magnesium auf, aber eben kein Eisen.

Schlappe Supernova

"Das legt nahe, dass die Supernovae der ersten Sterne überraschend wenig energiereich waren. Obwohl sie ausreichten, um die Sterne zu zerreißen, verschwanden doch fast alle schweren Elemente wie Eisen in den schwarzen Löchern, die im Innern der Explosionen entstanden", erklärt Keller.

Entdeckt wurde der Stern mit dem Teleskop Skymapper. Die Entdeckung wurde mit dem Magellan Teleskop in Chile verifiziert. Skymapper soll in einem auf fünf Jahre angelegten Projekt die erste digitale Karte des südlichen Sternenhimmels erstellen. Dabei hält das Teleskop auch Ausschau nach sehr alten Sternen, die sehr selten sind - vielleicht einer in einer Million, sagt Bessell. Im ersten Jahr hat das Teleskop rund 60 Millionen Sterne fotografiert.

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Ach 14. Feb 2014

Na! Sämtliche schweren Elemente, konkret: alles was schwerer als Eisen ist, kann nicht...

Ach 14. Feb 2014

Oh man ja, so klingt das alles doch mal wesentlich verdaulicher :].

Phisto 14. Feb 2014

Ich glaube er meint mit explosion *die eines Sterns ... (?)

User_x 14. Feb 2014

eben nicht, wer soll denn das ei gelegt und gefüttert haben bis es zu einer henne...



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