Astronomie: Arecibo-Radioteleskop schwer beschädigt

Ein gerissenes Stahlseil hat große Schäden an der Schüssel des einst größten Radioteleskops der Welt angerichtet.

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Wie schwer die Schäden genau sind, und wie sie repariert werden können, wird derzeit untersucht.
Wie schwer die Schäden genau sind, und wie sie repariert werden können, wird derzeit untersucht. (Bild: University of Central Florida)

Die Schüssel des zweitgrößten Radioteleskops der Welt auf Puerto Rico ist durch einen Unfall schwer beschädigt worden. Wie die Universität von Zentral-Florida mitteilte, riss eines der acht cm dicken Stahlseile, das den Empfänger über der Schüssel stabilisiert. Der Empfänger stürzte nicht ab und wurde möglicherweise nur leicht beschädigt. Aber das gespannte Kabel schlug, als es riss, eine 30 Meter große Kerbe in die Aufbauten der Empfängerschüssel darunter.

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"Uns fehlen die Worte", twitterte das Seti-Institut, das mit dem 300 Meter großen Arecibo-Radioteleskop nach außerirdischem Leben sucht.

Der Betrieb des Teleskops wurde eingestellt. Das Ausmaß des Schadens und der notwendigen Reparaturen soll nun ermittelt werden. Dabei liefen ohnehin noch Reparaturen am Empfänger von Arecibo. 2017 war der Hurricane Maria über Puerto Rico gezogen und hatte schwere Schäden auf der gesamten Insel angerichtet. Es dauerte allein elf Monate, um die Stromversorgung für alle Bewohner wiederherzustellen.

Radaruntersuchungen im ganzen Sonnensystem

Arecibo wird als Radioteleskop benutzt, um Quellen von Radiostrahlung im Weltall zu untersuchen, aber auch als große Radarschüssel. Mit einer Senderleistung von einem Megawatt kann das Radar Form und Größe von Asteroiden über mehrere Millionen Kilometer Entfernung vermessen, ohne dass sich eine Raumsonde dem Asteroiden nähern muss. Mit Hilfe des Radars konnten auch detaillierte Bilder der Oberfläche der Venus gemacht werden, selbst die Oberfläche des Saturnmonds Titan wurde von der Erde aus vermessen - in 1,3 Milliarden km Entfernung.

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Wie lange Arecibo stillgelegt sein wird, ist noch unklar. Seit dem Verlust des Status als größtes Radioteleskop der Welt bereitet der Betrieb immer größere Finanzierungsprobleme. Arecibo war bis 2016 das größte Radioteleskop der Welt, dann wurde es durch das 520 Meter große FAST-Teleskop in China übertroffen, das bislang aber keine vergleichbaren Radaruntersuchungen durchführen kann.

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