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Astrofotografie: Mit unter 250 Euro zum eigenen Astrofoto

Astrofotografie ist spannend, aber nicht unbedingt preiswert. Ich versuche, mit einem 250-Euro-Budget ein Deep-Sky-Astrofoto zu machen.
/ Mario Keller
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Teseek Star-Tracker (Bild: Mario Keller)
Teseek Star-Tracker Bild: Mario Keller
Inhalt
  1. Astrofotografie: Mit unter 250 Euro zum eigenen Astrofoto
  2. Die Ausrüstung besorgen
  3. Star-Tracker und Preisübersicht
  4. Bastelstunde
  5. Erste Aufnahmen und erste Erfahrungen
  6. Testaufnahmen der Andromedagalaxie
  7. Zweiter Versuch
  8. 87 Einzelbilder mit über 20 Minuten Gesamtbelichtungszeit
  9. Hat es funktioniert?
  10. Fazit

Die Astrofotografie begleitet mich seit einigen Jahren und in dieser Zeit hat sich eine Menge an Ausrüstung angesammelt: Teleskope, Montierungen, Steuercomputer, spezielle Filter und vieles mehr. Ich kann also auf einen großen Fundus an Material zurückgreifen, wenn ich meine Aufnahmen plane. Wie ein Start in das Hobby aussehen kann, habe ich vor einigen Jahren hier und hier (g+) schon einmal aufgeschrieben.

Auch das Thema Smart-Teleskope gewinnt für Einsteiger in die Astrofotografie immer mehr an Bedeutung (große Marktübersicht auf Golem) . Seit Geräte wie das Dwarf Mini oder Seestar S30 für unter 500 Euro einen einfachen und preiswerten Einstieg versprechen, wollte ich wissen, ob ich die magische Grenze von 500 Euro noch einmal halbieren kann.

Was brauche ich eigentlich?

Für den Anfang mache ich mir zunächst eine Liste an Dingen, die ich auf jeden Fall brauche.

  • eine Kamera und ein Objektiv
  • ein Stativ mit Kugelkopf
  • einen Fernauslöser oder eine Fernbedienung
  • einen Star-Tracker

Für die Kamera möchte ich auf jeden Fall ein Modell mit Wechselobjektiven haben. Damit habe ich mehr Flexibilität bei den Objekten. Eine ältere, gebrauchte Spiegelreflexkamera ist schonmal eine gute Idee.

Beim Objektiv ist eines mit Zoom, zum Beispiel im Bereich 35 bis 200 mm ganz gut. Feste Brennweiten sind zwar in der Regel etwas besser in der Abbildung, aber ein Zoom-Objektiv gibt mir bei der Auswahl der Motive mehr Flexibilität und hilft beim Finden meiner Objekte am dunklen Nachthimmel, wie wir später noch sehen werden.

Eine Kamera direkt auszulösen, ist keine gute Idee, da das immer die Gefahr von Vibrationen und Verwackeln birgt, vor allem, da wir lange Belichtungszeiten haben werden. Ideal wäre eine Kamera mit eingebauter Intervallaufnahme, aber das ist unwahrscheinlich. Also plane ich zumindest eine Art Fernbedienung mit ein.

Ein Star-Tracker wäre schön – aber sprengt er mein Budget?

Auch ein passendes Stativ zu finden, könnte spannend werden. Gute und stabile Stative sind nicht günstig. Ein Kugel- oder Fluidkopf sollte dabei sein, auch ein Acra-Swiss-System (ein standardisiertes System für Wechselplatten an Stativen) wäre schön.

Der Star-Tracker wäre sehr praktisch, könnte aber leicht mein Budget sprengen. Es wird auf jeden Fall eine interessante Aufgabe, etwas Passendes zu finden. Mit einem solchen Gerät kann ich meine Kamera der Bewegung am Himmel folgen lassen. Das ermöglicht deutlich längere Belichtungszeiten.

Theoretisch geht es zwar auch ohne, dann aber mit kurzen Belichtungen von vielleicht ein bis zwei Sekunden. Das bedeutet sehr viele Einzelbilder, mehr Aufwand beim Bearbeiten, eine größere Speicherkarte und mehr Belastung für den Akku der Kamera.


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