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Hat es funktioniert?

Für die Bearbeitung nutze ich die freien Tools Siril(öffnet im neuen Fenster) , Graxpert(öffnet im neuen Fenster) und Gimp(öffnet im neuen Fenster) . Für mich persönlich war das eine Umstellung, da ich sonst andere Programme nutze, die aber Geld kosten.

Die einzelnen Schritte bei der Bearbeitung würden den Artikel überfrachten, daher gibt es an dieser Stelle nur eine grobe Liste.

1. In Siril:

  • Konvertieren der Nikon-RAW-Bilder (NEF) in das FITS-Format
  • Umwandeln der RAW-Daten (Debayering)
  • Registrieren der Bilder, damit sie exakt übereinander passen
  • Stacken der Bilder und Erzeugen eines Gesamtbildes

2. In Graxpert:

  • Zuschneiden des Bildes und Entfernen der Ränder
  • Entfernen des Hintergrundgradienten
  • leichtes Entrauschen des Bildes

3. In Siril:

  • Platesolving – das exakte Bestimmen des Bildausschnitts am Himmel (astronomische Lösung)
  • Anpassen der Farbkalibrierung anhand der Gaia-Sternendatenbank
  • Strecken des Bildes und Überführen der Bilddaten aus dem linearen Zustand (Methode: GHS)
  • Anpassen der Farbsättigung der Sterne

4. In Gimp:

  • Anpassen von Helligkeit und Kontrast
  • Anpassen der Farbkurven
  • leichtes Entrauschen des Bildes

Das Ergebnis der Bearbeitung sieht man hier:

Parallel habe ich die Einzelbilder noch einmal in den Programmen Pixinsight und Affinity Photo verarbeitet, die ich normalerweise für meine Astrofotos verwende. Das Ergebnis ist noch einmal etwas besser, allerdings auch dadurch bedingt, dass ich mit diesen Tools mehr Erfahrung habe.

Die stark blauen Sterne sind ein Ergebnis der preiswerten Optik im Objektiv. Für eine farbreine Abbildung verwendet man unterschiedliche Glassorten, um die Farbfehler beziehungsweise Farbsäume zu minimieren. Das ist hier aber nicht der Fall.

Trotzdem bin ich mit dem Bild zufrieden. Mit "nur" 21 Minuten Belichtungszeit ist nicht nur der Orion-Nebel (M42), sondern auch der darüberliegende Running-Man-Nebel zu erkennen.


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