87 Einzelbilder mit über 20 Minuten Gesamtbelichtungszeit
Das Zielen mit der Kamera auf ein Objekt, das man sehen kann, ist deutlich einfacher, geht sehr viel schneller und kostet mich weniger wertvolle Belichtungen. Ich nehme aber zunächst den hellen Stern Sirius ins Visier und zoome auf die vollen 200 mm Brennweite.
Jetzt kommt ein zusätzliches Hilfsmittel zum Einsatz, eine Bahtinovmaske(öffnet im neuen Fenster) . Aus Pappe ausgeschnitten und mit Klebeband zusammengebaut, sieht sie nicht schön aus, aber sie erfüllt ihren Zweck.
Ich kann den Fokus sehr genau mit wenigen Bildern einstellen, ohne raten zu müssen. Ein frei verfügbares Webtool(öffnet im neuen Fenster) ermöglicht die Berechnung einer solchen Maske. Der Rest ist etwas Druckerpapier, Pappe und Geduld.
Etwas einfacher ist es, die Fokushilfe über einen 3D-Drucker zu erstellen. Aber das passt leider nicht ins Budget.
Der Fokus sitzt und ich schwenke auf den Orion-Nebel. Auch der ist trotz voller Brennweite recht schnell gefunden und halbwegs mittig im Bild platziert. Leider ist meine Polausrichtung nicht gut genug für 30 Sekunden Belichtungszeit bei 200 mm. Die Sterne sind nicht mehr rund. Also verkürze ich die Belichtungszeit auf 15 Sekunden und damit passt es.
Bild 1/14: Komplettes Kamera-Set für die Astrofotografie (Bild: Mario Keller)
Bild 2/14: Nikon D60 mit Tamron-28-200-Objektiv für unter 100 Euro (Bild: Mario Keller)
Bild 3/14: Teseek Star-Tracker (Bild: Mario Keller)
Bild 4/14: Star-Tracker mit Kugelkopf (Bild: Mario Keller)
Bild 5/14: Fertiger Aufbau des preiswerten Astro-Setups (Bild: Mario Keller)
Bild 6/14: Wie man einfach den Polarstern am Himmel findet (Bild: Mario Keller)
Bild 7/14: Web-UI des Star-Trackers (Screenshot: Mario Keller)
Bild 8/14: Fertiges Bild der Andromedagalaxie nach vier Minuten Belichtungszeit (Bild: Mario Keller)
Bild 9/14: Nachthimmel über Brandenburg um 2:00 Uhr (Bild: Mario Keller)
Bild 10/14: Einfache Bahtinovmaske aus Pappe als Fokusierhilfe (Bild: Mario Keller)
Bild 11/14: Der Stern Sirius durch die Bahtinovmaske bei korrekter Fokussierung (Bild: Mario Keller)
Bild 12/14: Eine 15-Sekunden-Einzelaufnahme vom Orion-Nebel (M42) mit der preiswerten Ausrüstung (Bild: Mario Keller)
Bild 13/14: Fertiges Bild des Orion-Nebels nach der Bearbeitung mit freien Programmen (Bild: Mario Keller)
Bild 14/14: Fertiges Bild des Orion-Nebels nach der Bearbeitung mit professionellen Programmen (Bild: Mario Keller)
Der Rest ist, geduldig alle 15 Sekunden den Auslöser auf der Fernbedienung zu drücken. Nach 48 Aufnahmen in circa 15 Minuten bei -5 °C ist der Akku am Ende und mir macht die Kälte auch zu schaffen.
Aber ich will noch nicht aufgeben. Also schnell den Objektivdeckel aufs Objektiv, damit sich kein Reif auf der Linse bildet und den Akku zum Aufladen aus der Kamera nehmen. Drinnen dann 20 Minuten aufwärmen, während der Akku nachlädt. Das reicht für weitere 39 Aufnahmen.
In Summe habe ich 87 Einzelbilder mit über 20 Minuten Gesamtbelichtungszeit. Damit lasse ich es für diese Nacht gut sein. Zumal auch die Wolken immer weiter aufziehen.
Am nächsten Tag muss ich warten, bis ich nach Hause komme, um die Daten auf meinen Rechner übertragen und genauer begutachten zu können. Die 15 Sekunden Belichtungszeit waren eine gute Wahl.
Bild 1/14: Komplettes Kamera-Set für die Astrofotografie (Bild: Mario Keller)
Bild 2/14: Nikon D60 mit Tamron-28-200-Objektiv für unter 100 Euro (Bild: Mario Keller)
Bild 3/14: Teseek Star-Tracker (Bild: Mario Keller)
Bild 4/14: Star-Tracker mit Kugelkopf (Bild: Mario Keller)
Bild 5/14: Fertiger Aufbau des preiswerten Astro-Setups (Bild: Mario Keller)
Bild 6/14: Wie man einfach den Polarstern am Himmel findet (Bild: Mario Keller)
Bild 7/14: Web-UI des Star-Trackers (Screenshot: Mario Keller)
Bild 8/14: Fertiges Bild der Andromedagalaxie nach vier Minuten Belichtungszeit (Bild: Mario Keller)
Bild 9/14: Nachthimmel über Brandenburg um 2:00 Uhr (Bild: Mario Keller)
Bild 10/14: Einfache Bahtinovmaske aus Pappe als Fokusierhilfe (Bild: Mario Keller)
Bild 11/14: Der Stern Sirius durch die Bahtinovmaske bei korrekter Fokussierung (Bild: Mario Keller)
Bild 12/14: Eine 15-Sekunden-Einzelaufnahme vom Orion-Nebel (M42) mit der preiswerten Ausrüstung (Bild: Mario Keller)
Bild 13/14: Fertiges Bild des Orion-Nebels nach der Bearbeitung mit freien Programmen (Bild: Mario Keller)
Bild 14/14: Fertiges Bild des Orion-Nebels nach der Bearbeitung mit professionellen Programmen (Bild: Mario Keller)
Nicht nur die Sterne sehen im Bild gut aus, auch das Zentrum des Orion-Nebels ist nicht überbelichtet. Von den 87 Bildern sind 85 nutzbar.