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Bastelstunde

Das Stativ hat eine Acra-Swiss-Wechselplatte und der Fuß des kleinen Star-Trackers ist das passende Gegenstück dazu. Das passt schon mal.

Aber die kleine Nachführung selbst ist eine Herausforderung. Die Verarbeitung ist trotz 3D-Druck-Gehäuse recht gut und die Mechanik ist aus Metall. Allerdings gibt es keinerlei Anleitung dazu.

Auf der Rückseite gibt es eine Reihe kleiner DIP-Schalter, einen Schiebeschalter und auf dem Gehäuse ist eine Laser-LED verbaut. Ein USB-C-Anschluss sorgt für die Stromversorgung.

Der Schiebeschalter aktiviert die Laserdiode, die als Zielhilfe beim Ausrichten auf den Himmelspol dienen soll. In Deutschland beziehungsweise der EU ist das mindestens grenzwertig, da hier ein Limit von einem Milliwatt vorgegeben ist (Laser Klasse 1 und 2). Unser Gerät hat keinerlei Kennzeichnung und damit fällt der Laser zum Einnorden leider aus.

Eine astronomische Nachführung hat eine rotierende Achse, die möglichst genau auf den Himmelspol (Verlängerung der Erdachse) ausgerichtet werden muss. Dadurch gleicht die Drehbewegung die Bewegung am Himmel aus, die durch die Erddrehung verursacht wird.

Die Achse meines Trackers hat leider einiges an Spiel, was sich negativ auf meine Aufnahmen auswirken kann. Kein guter Start, aber bei 68 Euro war auch keine Profiqualität zu erwarten.

Nach einigen Mails bekomme ich vom Händler eine Art Anleitung. Sie erklärt zwar immer noch nicht die DIP-Schalter am Gehäuse, gibt aber an, dass alle auf "off" stehen sollen. Auch das WLAN-Passwort des Gerätes ist nirgendwo zu finden, aber etwas mehr Informationen als vorher habe ich nun schon.

Ist der Nano Light mit Strom versorgt, erzeugt er ein eigenes WLAN. Das Passwort finde ich durch Raten heraus (12345678, das Default-Passwort der ZWO-Astrocomputer). Verbindet man sich mit dem WLAN, kann man eine Weboberfläche aufrufen und Einstellungen vornehmen. Damit lässt sich die Geschwindigkeit anpassen und das Tracking starten. Mehr brauche ich im Moment nicht.

Der Tracker sitzt nun auf dem Stativ und der zusätzliche Kugelkopf auf der rotierenden Achse der Nachführung. Zeit, die Kamera anzubauen. Auch hier kommt eine Acra-Swiss-Platte zum Einsatz, die an die Unterseite der Kamera geschraubt wird. So langsam nimmt das Projekt Form an.

Auch die Fernbedienung für die Kamera funktioniert – aber nur, wenn man vor der Kamera steht. Unschön, aber wenigstens muss ich die Kamera zum Auslösen nicht anfassen.

Dass der Tracker sich bewegt, teste ich mit einem Stück Klebeband an der Achse, nach einer Stunde hat es sich ein ganzes Stück weiterbewegt.

Damit ist meine Ausrüstung komplett und es braucht einen Abend mit klarem Himmel für einen ersten Test.


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