Tipps für den Einstieg in die Astrofotografie

Bevor wir die Kamera auf ein Stativ schrauben oder das Teleskop aus dem Keller holen, müssen wir erstmal wissen, was wir genau fotografieren wollen.

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Eine kostenlose und sehr gute Software für die Planung dafür ist Stellarium. Entweder direkt via Browser oder als Programm für alle gängigen Betriebssystem bietet sie eine einfach zu bedienende Übersicht über den Nachthimmel. Man legt seinen Standort fest, gibt Datum und Uhrzeit ein und schaut sich an, was der Himmel so zu bieten hat.

Wer es noch genauer mag, kann Kamera, Objektiv und Teleskopdaten eingeben und so etwa den Ausschnitt des Himmels sehen, den man einfangen kann. Auch diverse Apps für iOS und Android (Sky Guide, Universe2Go), die auch Lage und GPS-Daten des Telefons verwenden, um auf dem Display abzubilden, worauf das Telefon am Himmel gerade zeigt, sind hilfreich, um vor Ort das Objekt der fotografischen Begierde zu finden. Auch deutlich umfangreichere und komplexere Apps wie Photopills ermöglichen eine sehr detaillierte Planung von Aufnahmen.

Wenn man nicht gerade den Mond fotografieren will, dann sind mondlose Nächte oder Zeiten nach Untergang oder vor Aufgang des Mondes am besten geeignet. Zur Not geht auch ein Motiv, das möglichst weit vom Mond am Himmel entfernt ist. Allerdings führt die extreme Helligkeit des Mondes schon zu ziemlichen Einschränkungen.

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Ob das Wetter überhaupt mitspielt und wann Sonne und Mond jeweils auf- und untergehen, kann sehr gut über die App oder Webseite Clearoutside ermittelt werden.

Die Einstellungen der Kamera (wir gehen hier mal davon aus, dass eine digitale Kamera eingesetzt wird) sind für den Erfolg entscheidend und es gibt einige Dinge, die für alle Aufnahmen gelten.

1) Der ISO-Wert, also die Empfindlichkeit des Sensors, sollte nicht zu hoch eingestellt werden (nicht größer als 800 oder 1600), da je nach Kamera und Sensor die Bilder schon recht verrauscht werden können. Hier hilft Ausprobieren, was bei der eigenen Kamera am besten funktioniert. Es lohnt sich aber dennoch, den ISO-Wert auch einmal sehr hoch einzustellen. Gerade, wenn man recht lichtschwache Objekte hat, sind die auf dem Vorschaubild der Kamera recht gut zu erkennen und man sieht, ob der Bildausschnitt passt.

2) Den automatischen Weißabgleich ausschalten. Vor allem, wenn man mehrere Bilder macht, die dann verrechnet werden sollen, ist das wichtig. Die Farben können später bei der Bildbearbeitung wieder korrigiert werden.

3) Manuell fokussieren. Autofokus funktioniert nur in wenigen Ausnahmefällen. Daher ist es wichtig, dass die Kamera die Möglichkeit bietet, den Fokus selbst einzustellen. Gut sind hier Objektive, die ohnehin manuell zu fokussieren sind, da diese darauf ausgelegt sind. Bei Autofokus-Objektiven ist das teilweise etwas schwieriger.

Canon EOS 5D Mark IV SLR-Digitalkamera (30,4 MP, 8,1cm Touchscreen-LCD, DIGIC 6+, Dual Pixel RAW, 4K Video, WLAN, NFC, GPS) Gehäuse, schwarz

4) Die Blende des Objektivs möglichst weit öffnen (also einen möglichst kleinen Blendenwert einstellen), damit möglichst viel Licht eingefangen wird. Bei einigen Objektiven kann es sinnvoll sein, ein oder zwei Blendenstufen höher zu nutzen, da dann das Bild insgesamt schärfer wird.

5) Die Kamera immer auf ein Stativ setzen und darauf achten, dass dieses stabil steht. Selbst leichter Wind kann schon für genug Bewegung sorgen, um das Bild unscharf werden zu lassen. Bei Spiegelreflexkameras kann man die Spiegelvorauslösung aktivieren, um ein Verwackeln zu vermeiden.

Auch hilfreich ist es, sich im Hellen schon mit den wichtigsten Bedienungselementen der Kamera vertraut zu machen und zu wissen, welche Einstellungen man wo vornehmen muss. Das erspart frustriertes Suchen im Dunkeln. Je besser man seine Kamera kennt, desto einfacher gelingen die Einstellungen auch im Dunkeln.

Nach diesen allgemeinen Regeln hier nun drei einfache Anwendungen, mit denen man die ersten Versuche wagen kann

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 Bessere Ergebnisse erzielenDrei erste Setups für die Astrofotografie 
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motzerator 15. Okt 2021 / Themenstart

Man kann durchaus auch den Autofokus nutzen, um sicher auf Unendlich scharf zu stellen...

ThomasSV 02. Okt 2021 / Themenstart

Zuspät gesehen: der Hinweis unendlich ist nicht (unbedingt) unendlich kam...

Gokux 30. Sep 2021 / Themenstart

Einfach als PDF drucken? https://we.tl/t-DrallGTdGW

leed 30. Sep 2021 / Themenstart

Mit etwas Übung, Stativ, gutes Tele (300 ~ 600 mm) und kurzen Belichtungszeiten macht das...

Belgarion2001 30. Sep 2021 / Themenstart

Ich kann mich nur anschließen: Toller Artikel mit Praxistipps. Gerne mehr von solchem...

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