Astro-Mining: Wirtschaftlichkeit von Asteroiden-Bergbau untersucht

Zwei Teams von Wirtschaftswissenschaftlern haben eine ökonomische Bewertung des Asteroidenabbaus vorgenommen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Der Asteroid Psyche als illustriertes Symbolbild für den Bergbau im All
Der Asteroid Psyche als illustriertes Symbolbild für den Bergbau im All (Bild: Nasa)

Gerade ist die Raumsonde Psyche zum gleichnamigen Asteroiden aufgebrochen. Der Metallklumpen könnte in Zukunft als Bergbau-Projekt dienen. Für dieses Unternehmen ist eine beträchtliche Investition erforderlich. Doch lohnt sich der Bergbau auf Asteroiden aus wirtschaftlicher Sicht?

Zwei Wirtschaftsforschungsteams haben sich dem Thema angenommen. Sie gehen davon aus, dass die Exploration von Asteroiden eine lohnende Investition darstellt.

Ein Team betrachtete den Asteroidenabbau als Teil des nächsten logischen Schritts bei der Monetarisierung der Weltraumforschung. Fortschritte im Weltraum seien traditionell mit wirtschaftlichen Folgen verbunden, genauer gesagt führten sie zu positiven Ergebnissen bei den Gewinnen der beteiligten Firmen. Das Forschungsteam geht deshalb davon aus, dass sich der Bergbau im All positiv auf die Gewinne und damit den Fortschritt von Technologien auswirken werde.

Die Ressourcen liegen im All

Das andere Team konzentrierte sich indes auf die Herausforderungen, vor denen die Industrie stünde, um aus den derzeit frei verfügbaren Ressourcen auf Asteroiden Kapital zu schlagen. Dieses Team nahm speziell den Metallabbau auf Asteroiden in den Blick.

Frühere Forschungen haben gezeigt, dass Asteroiden wertvolle Materialien enthalten, unter anderem Diamanten und andere Edelsteine. Die wertvollsten sind wahrscheinlich Metalle. Viele von ihnen werden auf der Erde knapp (wie Kobalt, Nickel und Platin) und haben in den vergangenen Jahren einen enormen Wertzuwachs erfahren, weil sie in zahlreichen modernen Technologien wie Solarpanels oder neuen Akkus eingesetzt werden. 

Rentabilität in den nächsten 30 bis 40 Jahren?

Das zweite Forschungsteam sah sich die Kosten an, die anfallen würden, um Metall von Asteroiden abzubauen und zur Erde zu bringen – angefangen bei der Forschung und Entwicklung bis hin zum Bau von Raketen und Hardware.

Demnach könnte die Gewinnung von Metallen aus Asteroiden in den nächsten 30 bis 40 Jahren nicht nur rentabel, sondern auch die vorherrschende Methode zur Gewinnung von Edelmetallen werden. Besonders, wenn auf der Erde die Preise steigen und die Kosten für die Arbeit im Weltraum sinken.

Zu den Studien

Die erste Studie wurde am 16. Oktober 2023 im Fachmagazin PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlicht und heißt Space exploration and economic growth: New issues and horizons (Weltraumforschung und Wirtschaftswachstum: neue Fragen und Blickwinkel). 

Die zweite Studie wurde ebenfalls am 16. Oktober 2023 im Fachmagazin PNAS publiziert und trägt den Titel Mining in space could spur sustainable growth (Bergbau im Weltraum könnte nachhaltiges Wachstum ankurbeln). 

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Sharra 31. Okt 2023 / Themenstart

Ein wichtiger Punkt fehlt aber. Keine Sorge, wenn du lange genug darüber nachdenkst...

Lehmmanbnhb 30. Okt 2023 / Themenstart

Vielen Dank für den https://www.pnas.org/doi/epdf/10.1073/pnas.2221345120 Link! Viel...

Nuvo82 30. Okt 2023 / Themenstart

Du meinst ein Frachter stürzt auf den frisch eröffneten Jurassic Park? Das wäre echt...

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