Asteroidenübung: Raumfahrt ist bei Asteroidenübung untätig bis zum Einschlag

Ein Asteroid rast auf die Erde zu - und niemand unternimmt etwas. Die Esa macht eine Übung zu einem gefährlichen Spiel mit einer echten Gefahr.

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Die Mission Deep Impact zeigte, dass kleine Geschosse große Krater erzeugen können.
Die Mission Deep Impact zeigte, dass kleine Geschosse große Krater erzeugen können. (Bild: Nasa)

Es ist ein Ritual. Auf der Planetary Defense Conference (PDC) wurde zum siebten Mal der Ernstfall geprobt. Als Mitveranstalter begleitete die Esa die Konferenz mit einem Blog. Das Szenario: Ein Asteroid mit Kurs auf die Erde wird entdeckt. Die Konferenzteilnehmer sollen im Verlauf von fünf Tagen entscheiden, was zu tun ist. Am Ende wird außer der Aufforderung zur Evakuierung der Bevölkerung nichts Sinnvolles getan und der Asteroid schlägt an einem vorher festgelegten Punkt auf der Erde ein.

Inhalt:
  1. Asteroidenübung: Raumfahrt ist bei Asteroidenübung untätig bis zum Einschlag
  2. Deep Impact zeigt die Lösung - Nein, nicht der Film!

Der Ablauf mag in Anbetracht aktueller politischer Reaktionen auf konkret ablaufende Katastrophen erschreckend realistisch sein, aber die Konferenzteilnehmer waren schon bei der Konferenz im Jahr 2019 frustiert. Sie bezeichneten das Szenario als an den Haaren herbeigezogen und sagten, dass sie während der gesamten Übung nicht in der Lage gewesen seien, das Ergebnis zu beeinflussen. Das war in diesem Jahr nicht anders.

Auch im schlimmsten Fall wird nichts unternommen

Wieder wurde das Szenario an Tag 1 der Konferenz präsentiert. Demnach wurde am 19. April ein zwischen 35 m und 700 m großer Asteroid entdeckt, im Mittel rund 150 m. Am 26. April wird errechnet, dass der Asteroid am 20. Oktober in Erdnähe sein wird und die Einschlagswahrscheinlichkeit bei 5 Prozent liegt.

An Tag 2 der Konferenz - der 2. Mai im Szenario - steigt die Wahrscheinlichkeit auf 100 Prozent. Europa und Nordafrika sind mögliche Einschlagsgebiete. Es werden verschiedene Möglichkeiten zum Umgang mit dem Asteroiden präsentiert: Eine Raumsonde zur Untersuchung schicken oder eine Atombombe schicken, den Asteroiden durch Gravitation oder mit anderen Mitteln ablenken.

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Tag 3 der Konferenz entspricht dem 30. Juni im Szenario. Die Missionsplanungsgruppe der Konferenz, die Space Missions Planning and Advisory Group (SMPAG), ist zu dem Schluss gekommen, dass die Zeit nicht reicht, um irgendetwas bis zum Einschlag am 20. Oktober zu tun. Am Ende blieb nur übrig, die genaue Größe des Asteroiden per Radar auf 105 m zu vermessen und auf den Einschlag zu warten.

Das Ergebnis ist dabei vor allem ein Resultat des beschränkten Szenarios und der Voreingenommenheit der Veranstalter. In der Realität könnte hingegen einiges gegen den Asteroideneinschlag unternommen werden, auch wenn ein 105 m großer Asteroid nur 6 Monate vor dem Einschlag entdeckt wird.

Die Geschichte der Raumfahrt

Die Esa präsentiert nur Ablenkungsmanöver

Die Benutzung von Atombomben wurde aus rechtlichen Gründen verworfen. Alle anderen auf der Konferenz präsentierten Optionen sollten den Asteroiden nur ablenken. Dabei ist von Anfang an klar, dass die Zeit zur Ablenkung des Asteroiden nicht reicht. Der Asteroid ist schon längst der Erde zu nahe, um das mit kleinen Bahnänderungen zu schaffen. Die präsentierten Optionen wirken wie eine Finte der Esa, um zu verhindern, dass sinnvollere Maßnahmen überhaupt diskutiert werden und um das gewünschte Ergebnis sicherzustellen.

Das Ergebnis des Szenarios war tatsächlich vorherbestimmt: Mission Impossible nannte es die Esa in der Auswertung.

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Deep Impact zeigt die Lösung - Nein, nicht der Film! 
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Jossele 04. Mai 2021

Oha - du kennst den Knaben persönlich? Erzähl!

Eheran 04. Mai 2021

Was soll ich denn da noch sagen? Das ist so ein Unsinn, ich weiß nicht mal wo ich...

dma42 04. Mai 2021

wenn der vorhergesagte Einschlagsort das Esa-Hauptquartier ist.

chewbacca0815 04. Mai 2021

Nö, es wird das bestehende Infektionsschutzgesetz in drölfter Version verabschiedet...

Eheran 04. Mai 2021

Wer entscheidet, dass Land A mit Land B Krieg führt? Oder Staatengemeinschaften wie die...



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