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Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem
Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem (Bild: C. Carreau/Esa)

Asteroiden: Sind wir alle Aliens?

Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem
Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem (Bild: C. Carreau/Esa)

Ist das Leben gar nicht auf der Erde entstanden, sondern in den Tiefen des Alls? Müssen wir nach E. T. gar nicht da draußen suchen, sondern nebenan, gegenüber, im Spiegel? Missionen zu Asteroiden sollen das erforschen. Und uns nebenbei Reichtum bringen und vor Kollisionen bewahren.
Von Werner Pluta

Sind wir am Ende selbst Außerirdische? Hinweise dafür gibt es, und im Herbst sollen weitere gesammelt werden. Dann klinkt nämlich die europäische Sonde Rosetta das Landefahrzeug Philae zum Rendezvous mit dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus. Philae soll auf dem Kometen landen, ihn fotografieren und Proben sammeln. Es wird die erste Landung einer Sonde auf einem Kometen.

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Boten aus der Vergangenheit

Kometen, Meteore und Asteroiden sind Boten aus einer fernen Vergangenheit. Auf ihnen hat sich seit der Entstehung des Sonnensystems kaum etwas verändert. Aus ihrer Zusammensetzung lassen sich beispielsweise Rückschlüsse auf die Entstehung der Planeten ziehen. Einen solchen Himmelskörper zu untersuchen, heißt, einen Blick in die Anfänge des Sonnensystems zu werfen.

  • Rosetta lebt! Jubel im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt (Foto: Jürgen Mai/Esa)
  • Ziel der Sonde ist der Komet Tschurjumow-Gerassimenko, den Rosetta umkreisen und erforschen soll. (Bild: Esa)
  • Der Höhepunkt der Mission ist für November 2014 geplant: Rosetta wird Philae absetzen ... (Bild: J. Huart/Esa)
  • ... und das Landefahrzeug soll auf dem Kometen aufsetzen. Es wird die erste Landung auf einem Kometen überhaupt. (Bild: J. Huart/Esa)
Rosetta lebt! Jubel im Esa-Kontrollzentrum in Darmstadt (Foto: Jürgen Mai/Esa)

Und es geht vielleicht um noch mehr: Mit diesen Himmelskörpern sind organische Substanzen auf die Erde gekommen. Beispielsweise haben Forscher in Partikeln des Murchison-Meteoriten, der 1969 bei Murchison im australischen Bundesstaat Victoria heruntergegangen ist, Aminosäuren gefunden, aus denen Proteine gebildet werden, sowie Komponenten für Desoxyribonukleinsäure (DNA), den Träger des Erbguts.

Leben aus dem All

Haben Asteroiden und Kometen vielleicht sogar die nötigen Bausteine auf die Erde gebracht und es damit ermöglicht, dass sich auf unserem Planeten Leben entwickelt? In diesem Fall wären wir tatsächlich alle gewissermaßen - Außerirdische.

Die Art und Weise, wie diese Bausteine auf die Erde gekommen sein könnten, gibt jedoch auch Anlass zur Sorge.

Eine reale Gefahr - und Profitchance

Sie sind nämlich mit Wucht auf der Erde eingeschlagen. Je nach Größe kann uns eine solche kosmische Bombe ernsthaft in Gefahr bringen. Der Einschlag eines rund zehn Kilometer großen Meteoriten etwa löste vor gut 66 Millionen Jahren ein Massensterben der Dinosaurier aus. Dass diese Gefahr für unseren Heimatplaneten real ist, hat sich gerade erst wieder gezeigt: Dieser Tage passierte das erdnahe Objekt (Near-Earth Object, Neo) 2014 DX110 die Erde in einer geringeren Entfernung als der Mond.

Am 15. Februar 2013 flog der Asteroid (367943) Duende in einer Entfernung von weniger als 28.000 Kilometern an der Erde vorbei - und war damit näher an der Erde als geostationäre Satelliten, etwa die Fernsehsatelliten von Astra.

Meteoriteneinschlag in Russland

Am selben Tag ging nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk ein Meteorit nieder. Er explodierte in der Luft, wobei etwa 7.000 Gebäude beschädigt und rund 1.500 Menschen verletzt wurden. Teile des Himmelskörpers fielen in einen See, einige davon wurden später im Jahr geborgen.

Aber natürlich sind Asteroiden nicht nur gefährlich. Denn neben Kohlenstoffverbindungen soll es in ihnen auch noch allerlei andere interessante Substanzen geben, Wasser zum Beispiel. Weitere potentielle Funde sind Platin und die Platinmetalle Ruthenium, Rhodium, Palladium und Osmium. Der Aufwand ist also groß - die Profitmöglichkeiten sind es aber ebenso.

Geschichte, Gefahr und Goldrausch sind allemal Grund genug, sich die Himmelskörper einmal näher anzuschauen. Eine ganze Reihe von Missionen ist bereits zu Asteroiden gereist oder noch unterwegs.

Dawn umrundet Vesta 

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teenriot 26. Mär 2014

Wir waren beim Miller-Urey-Experiment. Ein "Miller-Urey-Experiment" in meinem Dorf mit...

Aycee 25. Mär 2014

Will mich Ach anschließen und für den Artikel danken, unglaublich interessant und viel zu...

Technikfreak 24. Mär 2014

Stimmt doch gar nicht. Wär hätt's erfunde? Genau.

Technikfreak 24. Mär 2014

Alles ist ausserirdisch, nix ist ausserirdisch... da jedes Atom durch das Urereignis...

Kasabian 24. Mär 2014

Deshalb wurden Wernher von Braun und seine Genoven zu Helden. Das erklärt so einiges ;D



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