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Kometen betreten

Kometen sind eine Art Spezialität der Europäer: Vor knapp 30 Jahren schickte die Esa die Sonde Giotto auf die Spur des Halleyschen Kometen. Giotto startete am 2. Juli 1985 und näherte sich am 14. März 1986 Halley bis auf knapp 600 Kilometer.

Giotto sucht die Nähe

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Obwohl Giotto beim Vorbeiflug schwer beschädigt wurde, konnte die Sonde wertvolle Daten. Sie war sogar noch funktionstüchtig und konnte sechs Jahre später für einen Vorbeiflug an einem zweiten Kometen reaktiviert werden: Am 10. Juli 1992 näherte sich Giotto Grigg-Skjellerup bis auf 200 Kilometer. So nahe war vorher noch keine Sonde einem Kometen gekommen, und der Rekord hatte bis Deep Impact im Jahr 2005 Bestand.

Eine erste Probe von einem Kometen gibt es auch schon: Im Januar 2004 passierte die US-Sonde Stardust den Kometen Wild 2 in etwa 240 Kilometern Entfernung. Dabei gelang ihr etwas Einmaliges: Mit einem speziellen Staubkollektor, der aus einem sogenannten Aerogel bestand, das in Aluminiumzellen untergebracht war, fing Stardust Staubpartikel aus der Koma, der Gas- und Staubatmosphäre des Kometen. Zudem konnte sie einige Partikel interstellaren Staubs einfangen.

Sternenstaub auf der Erde

Stardust brachte die wertvolle Fracht anschließend wieder zurück zur Erde: Zwei Jahre später, am 15. Januar 2006, setzt sie eine Landekapsel mit den Proben in einer Höhe von 111.000 Kilometer über der Erde ab. Diese trat in die Erdatmosphäre ein und landete, von einem Fallschirm abgebremst, wohlbehalten auf einer Militärbasis im US-Bundesstaat Utah.

Proben zur Erde bringen wird Rosetta nicht. Aber sie wird welche sammeln - oder besser: sammeln lassen. Huckepack auf der Sonde reist das Landefahrzeug Philae, das im November dieses Jahres auf Tschurjumow-Gerassimenko abgesetzt werden soll. Es wird die erste Landung einer Sonde auf einem Kometen.

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Rosetta wird, während sie den Kometen kartiert, einen geeigneten Landeplatz suchen. Irgendwann im November wird sie dann Philae ausklinken und auf die kurze Reise zum Kometen schicken. Dass Philae wie Deep Impact zerschellt, ist unwahrscheinlich. Der etwa vier Kilometer große Komet hat wenig Masse und entsprechend auch nur eine geringe Gravitation. Das knapp 100 Kilogramm schwere Landegerät wird nur etwa ein Kilogramm wiegen.

  • Im November soll der Lander Philae von Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko abgesetzt werden. (Grafik: C. Carreau/ATG Medialab/Esa)
  • Rosetta vor dem Start (Foto: A. Van der Geest/Esa)
  • Rosettas Weg durch das Sonnensystem: Sie passierte unter anderem drei Mal die Erde, zwei Mal den Mars und durchquerte zwei Mal den Asteroidengürtel. (Grafik: C. Carreau/Esa)
Im November soll der Lander Philae von Rosetta auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko abgesetzt werden. (Grafik: C. Carreau/ATG Medialab/Esa)

Das ist aber nicht nur von Vorteil: Wegen der fehlenden Schwerkraft würde Philae nicht auf dem Kometen bleiben. Nach dem Auftreffen würde er einfach wegspringen und ins All davondriften. Der Lander wird sich deshalb mit Eisschrauben und Harpunen an dem Kometen festkrallen.

Bohren und fotografieren

Ist Philae sicher verankert, beginnt das wissenschaftliche Programm. Dazu gehört, das Eis zu untersuchen. Die Forscher hoffen, darin organische Substanzen zu finden. Philae wird gut 20 Zentimeter tief in den Kometen bohren, um Proben zu nehmen. Außerdem soll er hochauflösende Bilder von der Kometenoberfläche machen, darunter auch ein Panorama.

Die Mission auf Tschurjumow-Gerassimenko wird auch nach dem Absetzen des Landefahrzeugs andauern: Rosetta wird ihn auf seinem Weg durch das Sonnensystem begleiten. Spannend wird es am 13. August 2015: An diesem Tag wird der Komet den sonnennächsten Punkt seiner Bahn erreichen. Bis auf 185 Millionen Kilometer nähert er sich unserem Zentralgestirn.

Mission bis 2015

Dann wird es ungemütlich auf dem Kometen: Die Temperatur steigt, Gas und Staub entweichen. Dadurch entsteht der für Kometen typische Schweif, den Rosetta aus nächster Nähe betrachten kann. Für Philae jedoch wird das voraussichtlich das Ende bedeuten.

Rosetta hingegen wird Tschurjumow-Gerassimenko weiter folgen. So lange, bis ihr - voraussichtlich Ende 2015 - der Treibstoff ausgeht.

 Guten Morgen, Rosetta
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teenriot 26. Mär 2014

Wir waren beim Miller-Urey-Experiment. Ein "Miller-Urey-Experiment" in meinem Dorf mit...

Aycee 25. Mär 2014

Will mich Ach anschließen und für den Artikel danken, unglaublich interessant und viel zu...

Technikfreak 24. Mär 2014

Stimmt doch gar nicht. Wär hätt's erfunde? Genau.

Technikfreak 24. Mär 2014

Alles ist ausserirdisch, nix ist ausserirdisch... da jedes Atom durch das Urereignis...

Kasabian 24. Mär 2014

Deshalb wurden Wernher von Braun und seine Genoven zu Helden. Das erklärt so einiges ;D


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