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Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem
Rosettas Weg zu Tschurjumow-Gerasimenko: Schleifen durch das Sonnensystem (Bild: C. Carreau/Esa)

Interplanetarischer Bergbau

Ein einziger, 500 Meter großer Asteroid könnte mehr Platin enthalten, als bis heute auf der Erde abgebaut worden sei, verkündete Planetary Resources bei der Gründung im Jahr 2012. Es wolle einen Beitrag zum Weltsozialprodukt in Höhe eines zweistelligen Milliarden-US-Dollar-Betrags leisten.

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Planetary Resources und Deep Space Industries (DSI) wollen diese Rohstoffe abbauen. Die wertvollen Erze sollen dann zur Erde transportiert oder gleich vor Ort verarbeitet werden. DSI entwickelt zudem den 3D-Drucker Microgravity Foundry (MGF), der bei Schwerelosigkeit arbeitet. Er soll aus dem Material, das auf dem Asteroiden gewonnen wird, Komponenten für Raumfahrzeuge herstellen. Aus dem Wasser auf den Asteroiden soll Atemluft oder Raketentreibstoff gewonnen werden.

Bevor ein Asteroid ausgebeutet werden kann, muss erst einmal ein geeigneter gefunden werden. Planetary Resources hat dafür Arkyd-100 entwickelt, ein Weltraumteleskop, mit dem das Unternehmen nach erdnahen Kandidaten suchen will. Es ist etwa 20 Zentimeter hoch, 42 Zentimeter lang und wiegt 15 Kilogramm. Die optische Einheit hat eine Brennweite von 200 Millimetern und die Blende f/4.

Realistisch? Science-Fiction? Spinnerei?

Um den Transport und Betrieb finanzieren zu können, hatte Planetary Resources im vergangenen Jahr eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter eingerichtet, und das recht erfolgreich: Statt der beabsichtigten 1 Million US-Dollar kamen 1,5 Millionen US-Dollar zusammen. Das reicht für den Flug ins All und im Jahre 2015 soll Arkyd-100 die Reise antreten - an Bord eines Raumfahrzeugs von Virgin Galactic, dem Raumfahrtunternehmen von Virgin-Gründer Richard Branson.

Ist das realistisch? Oder Science-Fiction? Spinnerei? Zu den Gründern von Planetary Resources gehören immerhin mehrere Prominente, darunter Peter Diamandis, der Vorsitzende der X-Prize-Foundation. Unter den Investoren sind Larry Page und Eric Schmidt von Google und Ross Perot Jr., Sohn des US-Industriellen und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ross Perot. Wissenschaftlicher Berater ist Regisseur James Cameron.

Elvis, der Spielverderber?

Deren Enthusiasmus jedoch bremst Martin Elvis, Astrophysiker am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics. Er glaubt, dass die Auswahl an geeigneten Objekten gar nicht so groß sei: Gerade mal zehn erdnahe Asteroiden erfüllten die Kriterien, die eine Ausbeutung lohnten, erklärte er kürzlich. Nur etwa ein Prozent der Neos enthalte Platinmetalle, will er herausgefunden haben.

Würden dann noch weitere Parameter in Betracht gezogen wie etwa die Größe oder dass der Asteroid auch Wasser enthalten soll, blieben nur noch wenige übrig, schreibt er in einem Aufsatz, der als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv veröffentlicht ist. Auch die Goldgräberfantasien dämpft Elvis: Der Wert der Rohstoffe auf einem solchen Asteroiden könnte 8,8 Milliarden US-Dollar betragen. Die Ausbeute könnte aber auch nur bei 800 Millionen US-Dollar liegen.

Psyche, der eiserne Asteroid

Vielleicht lohnt sich ein Besuch bei 16 Psyche: Dieser etwa 250 Kilometer große Asteroid im Asteroidengürtel besteht fast vollständig aus Eisen. Lindy Elkins-Tanton, Leiterin der Carnegie Institution for Science's Department of Terrestrial Magnetism, würde nur zu gern eine Mission zu dem eisernen Himmelskörper starten. Allerdings nicht, um das Eisen abzubauen.

Psyche könnte der Eisenkern eines Protoplaneten sein, dessen steinerne Hülle durch Kollisionen weggesprengt wurde. Eine Mission wäre daher von großem wissenschaftlichen Interesse, denn sie könnte neue Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten bringen sowie einen Einblick in den Teil von Planeten ermöglichen, der normalerweise unter vielen Kilometern Gesteins liegt, sagte Elkins-Tanton kürzlich dem auf Raumfahrtthemen spezialisierten Nachrichtenangebot Space.com: in den Kern.

Während es Elkins-Tanton, Planetary Resources und DSI kaum erwarten können, einen Asteroiden in die Finger zu bekommen, haben andere Missionen genau das Gegenteil zum Ziel: Sie wollen die Asteroiden nicht heranholen, sondern tunlichst von der Erde ablenken.

 Fang dir einen AsteroidenAuf Kollisionskurs 

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teenriot 26. Mär 2014

Wir waren beim Miller-Urey-Experiment. Ein "Miller-Urey-Experiment" in meinem Dorf mit...

Aycee 25. Mär 2014

Will mich Ach anschließen und für den Artikel danken, unglaublich interessant und viel zu...

Technikfreak 24. Mär 2014

Stimmt doch gar nicht. Wär hätt's erfunde? Genau.

Technikfreak 24. Mär 2014

Alles ist ausserirdisch, nix ist ausserirdisch... da jedes Atom durch das Urereignis...

Kasabian 24. Mär 2014

Deshalb wurden Wernher von Braun und seine Genoven zu Helden. Das erklärt so einiges ;D



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