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Der Blinkkomparator von Clyde Tombaugh, mit dem er den Pluto entdeckte
Der Blinkkomparator von Clyde Tombaugh, mit dem er den Pluto entdeckte (Bild: Pretzelpaws/CC-BY-SA 3.0)

Perioden-Leuchtkraft-Beziehung

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1912 benutzte die Astronomin Henrietta Swan Leavitt einen Blinkkomparator, um nach Sternen zu suchen, die ihre Helligkeit ändern. Sie fand jede Menge davon und unter anderem eine ganz spezielle, neue Klasse: die Cepheiden.

Leavitt entdeckte einen Zusammenhang zwischen der Leuchtkraft der Sterne und der Periode der Helligkeitsänderung und ihre Perioden-Leuchtkraft-Beziehung half wenige Jahre später Edwin Hubble dabei, die Entfernung zum Andromedanebel zu bestimmen.

Das Ergebnis: Der Andromedanebel lag weit außerhalb der Milchstraße und war eine eigene Galaxie. Das Universum war viel größer, als man bisher dachte! Weitere Untersuchungen der gleichen Art führten Hubble einige Jahre danach zu der Erkenntnis, dass sich das Universum ausdehnt; eine Erkenntnis, die am Ende in der modernen Urknalltheorie mündete.

Mit dem Blinkkomparator zum Pluto

Einen weiteren Triumph konnten Wissenschaftler mit dem Blinkkomparator am 18. Februar 1930 erzielen. Der Forschungsassistent Clyde Tombaugh am amerikanischen Lowell-Observatorium verglich zwei Aufnahmen des Himmels in seinem Carl-Zeiss-Komparator. Eine stammte vom 23. Januar 1930, die andere vom 29. Januar.

Die Sterne hatten sich in den sechs Tagen nicht bewegt, aber ein Lichtpunkt war sichtbar über den Himmel gewandert und begann, im Objektiv von Tombaugh zu blinken. Er hatte den Pluto entdeckt, der damals noch der neunte Planet des Sonnensystems war.

Beispiele dieser Art gibt es noch viele und es war klar: Wer neue Dinge im Universum entdecken wollte, der brauchte einen Blinkkomparator. In den 1990er Jahren wurden die astronomischen Bilder aber immer öfter digital gespeichert und nicht mehr analog auf Fotoplatten.

Diese Aufnahmen wurden mit dem Computer betrachtet und bearbeitet. Und dann war es kein großes Problem mehr, ein Programm zu schreiben, das die Aufgabe eines digitalen Blinkkomparators übernahm.

Heute ist die Astronomie fast komplett digital. Blinkkomparatoren findet man nur noch in den Museen der Sternwarten. Die Technik selbst wird aber immer noch eingesetzt.

Wenn Astronomen nach unbekannten Asteroiden und Kometen suchen, um festzustellen, ob sie mit der Erde kollidieren oder nicht; wenn sie Supernova-Explosionen in fernen Galaxien finden wollen, um herauszufinden, was hinter der dunklen Energie steckt oder ob sie auf der Suche nach den Planeten anderer Sterne sind: Es ist immer die Veränderung, die uns zeigt, wo es etwas Neues zu entdecken gibt.

 Asteroiden: Ein Blinkkomparator, sie alle zu finden

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ck2k 01. Jul 2013

Korrekt, schrub ich. Wohl ein unglücklich gewähltes Beispiel, sollte auch nur das...

Bouncy 01. Jul 2013

...ging auch ohne Kaffee ganz gut :)

blackout23 28. Jun 2013

Was ist ein Gigawatt? Ich kenne nur Jiggawatts!!!

Anonymer Nutzer 28. Jun 2013

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