• IT-Karriere:
  • Services:

Asteroid OS im Hands on: Open Source fürs Handgelenk

Asteroid OS will ein komplett auf Open Source basierendes, alternatives Betriebssystem für Smartwatches sein. Das Projekt hat jetzt eine erste Vorabversion veröffentlicht. Golem.de hat sich die Benutzeroberfläche angesehen und erkennt Potenzial bei der Bedienung.

Artikel von veröffentlicht am
Die G Watch von LG mit dem Open-Source-Betriebssystem Asteroid OS
Die G Watch von LG mit dem Open-Source-Betriebssystem Asteroid OS (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Mit Asteroid OS hat Programmierer Florent Revest ein alternatives Betriebssystem für Smartwatches vorgestellt, das auf Linux basiert und auf Android-Wear-Uhren laufen soll. Von der Software her hat das OS jedoch nichts mit Android Wear zu tun, es läuft lediglich auf dem gleichen Kernel.

Inhalt:
  1. Asteroid OS im Hands on: Open Source fürs Handgelenk
  2. Paralleler Betrieb mit Android Wear
  3. System ist noch sehr unvollständig

Programmierer und Neugierige können sich eine erste Vorschauversion von Asteroid OS bereits installieren: Der Quelltext steht für jeden zur Verfügung und kann für verschiedene Uhren kompiliert werden. Für die LG-Smartwatches G Watch und G Watch Urbane stehen bereits fertige Builds zur Verfügung. Golem.de hat sich die erste Version des Betriebssystems angeschaut und ist vom Bedienkonzept angetan - WebOS und Meego lassen grüßen.

  • Der Startbildschirm von Asteroid OS zeigt die Uhrzeit und das Datum an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die App-Icons sind groß - aktuell gibt es aber auch noch nicht viele. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Aktuell offene Anwendungen werden als kleine Kästchen angezeigt - Sailfish OS macht es genauso. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf zwei Reihen können insgesamt vier Anwendungen gleichzeitig dargestellt werden, danach wird gescrollt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Schnelleinstellungen von Asteroid OS sind aktuell noch ohne Funktion. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch die Benachrichtigungsanzeige ist momentan mangels Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone noch verwaist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der Startbildschirm von Asteroid OS zeigt die Uhrzeit und das Datum an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)


Asteroid OS wurde mit OpenEmbedded erstellt, einer Art Baukasten für ein integriertes und komplettes Linux-System. Dies wird dank libhybris auf dem Android-Kernel des jeweiligen Endgerätes ausgeführt. Für die Visualisierung der grafischen Oberfläche nutzt Asteroid OS den gleichen Unterbau mit Wayland, wie ihn auch Jolla für Sailfish OS verwendet. Die Shell basiert auf Nemomobile, einer freien Alternative zur proprietären Shell von Jolla. Der Unterbau basiert auf QT5. Apps werden mit QML entwickelt, ebenso die grafische Benutzeroberfläche.

Entwickler verwendet bekannte Bausteine

Im Grunde hat sich Florent Revest munter bei bereits Vorhandenem bedient, dies aber auf eine clevere Art und Weise zusammengefügt. Dank der Verwendung von libhybris dürfte Asteroid OS auf vielen Android-Wear-Smartwatches laufen - der bei Github verfügbare Quellcode muss nur entsprechend kompiliert werden. Für die G Watch und G Watch Urbane hat das Asteroid-OS-Team dies schon getan, entsprechend lässt sich das System recht einfach installieren. Wobei "installieren" im Grunde das falsche Wort ist, da Asteroid OS nur parallel aus einer Datei auf der Uhr gebootet wird.

Stellenmarkt
  1. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim
  2. finanzen.de, Berlin

Dafür muss bei der Smartwatch zunächst der Bootloader entsperrt werden, wie bei einem Android-Smartphone auch, wenn Nutzer daran herumspielen wollen. Auch unter Android Wear geht das über die Android Debug Bridge und Fastboot, nachdem wir die Entwickleroptionen freigeschaltet und USB Debugging aktiviert haben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Paralleler Betrieb mit Android Wear 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 30,00€ (bei ubi.com)
  2. (u. a. Nintendo Switch für 270€, Gigabyte GeForce RTX 2070 Super Gaming OC für 479,00€, Zotac...
  3. (u. a. Deadpool, Logan - The Wolverine, James Bond - Spectre, Titanic 3D)
  4. 379,00€ (Vergleichspreis ab 478,07€)

Mithrandir 24. Mär 2016

Ich weiß nicht, wie viele Köpfe hinter Android Wear stecken, aber die ToDo-Liste zeigt...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020)

Das Tablet mit faltbarem Display läuft mit Windows 10X und soll Mitte 2020 in den Handel kommen.

Lenovo Thinkpad X1 Fold angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Schräges von der CES 2020 Die Connected-Kartoffel
  3. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch

Shitrix: Das Citrix-Desaster
Shitrix
Das Citrix-Desaster

Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Perl-Injection Citrix-Geräte mit schwerer Sicherheitslücke und ohne Update

    •  /