Paralleler Betrieb mit Android Wear

Mit adb push kopieren wir anschließend das Asteroid-OS-Image auf die G Watch, über Fastboot wird die Smartwatch dann über einen PC in das Betriebssystem gebootet. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass das ursprüngliche Android-Wear-System auf der Uhr verbleibt und weiter genutzt werden kann - die Smartwatch muss nur neu gestartet werden. Der Nachteil ist natürlich, dass - um Asteroid OS anschließend wieder zu starten - wieder ein PC und das Fastboot-Kommando erforderlich sind.

  • Der Startbildschirm von Asteroid OS zeigt die Uhrzeit und das Datum an. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die App-Icons sind groß - aktuell gibt es aber auch noch nicht viele. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Aktuell offene Anwendungen werden als kleine Kästchen angezeigt - Sailfish OS macht es genauso. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auf zwei Reihen können insgesamt vier Anwendungen gleichzeitig dargestellt werden, danach wird gescrollt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Schnelleinstellungen von Asteroid OS sind aktuell noch ohne Funktion. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Auch die Benachrichtigungsanzeige ist momentan mangels Bluetooth-Verbindung zu einem Smartphone noch verwaist. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Die App-Icons sind groß - aktuell gibt es aber auch noch nicht viele. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)


Zum Herumprobieren für Entwickler, und für diese ist die erste Version von Asteroid OS gedacht, dürfte dieses Vorgehen aber problemlos sein. Revest betont auf der Internetseite seines Projekts selbst, dass Asteroid OS momentan noch weit entfernt davon sei, Android Wear als täglich nutzbares System abzulösen, da es schlicht noch zu wenig kann.

UI ist kreuzförmig aufgebaut

Der Bootvorgang in Asteroid OS erfolgt problemlos, nach kurzer Zeit blicken wir auf ein Hintergrundbild und die Uhrzeit sowie das Datum. Grundsätzlich erfolgt die Bedienung von diesem Uhrenbildschirm in alle vier Richtungen: Ein Wisch nach unten öffnet ein Schnelleinstellungsmenü. Hier lässt sich die Bildschirmhelligkeit regulieren sowie Bluetooth und der Flugzeugmodus ein- und ausschalten. Also, irgendwann einmal - aktuell sind die Schaltflächen zwar benutzbar, bewirken aber nichts. Die Helligkeit kann allerdings in den normalen Systemeinstellungen reguliert werden.

Wischen wir von der Uhrzeitanzeige nach oben, gelangen wir in die App-Übersicht von Asteroid OS. Hier herrschen aktuell noch übersichtliche Verhältnisse: Es gibt neben dem Einstellungsmenü genau fünf Anwendungen für das Betriebssystem - einen Wecker, einen Taschenrechner, einen Kalender, eine Stoppuhr und einen Timer. Diese Apps machen, was sie sollen und sind sehr spartanisch. Die Anwendungen werden als große Icons nebeneinander angezeigt und lassen sich durchscrollen. Sollte es irgendwann einmal mehr Apps geben, dürfte dies unübersichtlich werden.

Aktuell genutzte Apps werden wie bei Sailfish OS angezeigt

Eine geöffnete App lässt sich durch einen Wisch von oben ins Display hinein schließen, ein Wisch von links in den Bildschirm legt die Anwendung im Hintergrund ab. Dieses Prinzip kennen wir etwa von Sailfish OS, Jollas Meego-Nachfolger. Derartig abgelegte Apps sind dann in der Anwendungsübersicht direkt wieder aufrufbar.

Diese Übersicht lässt sich vom Hauptbildschirm mit der Uhrzeit aus mit einem Wisch nach rechts erreichen. Die aktuell geöffneten Apps werden als kleine Karten angezeigt, vier Stück können gleichzeitig angezeigt werden. Durch Scrollen können auch noch weitere Apps dargestellt werden - ob es mehr als acht sind, können wir mangels ausreichender Auswahl aktuell noch nicht sagen.

Wie bei Sailfish OS lassen sich Apps in der Übersicht nach einem langen Druck auf eines der Icons über eine X-Schaltfläche einzeln schließen. Alternativ können auch alle Apps auf einmal geschlossen werden. Verglichen mit Android Wear ist diese Art und Weise, geöffnete Anwendungen anzuzeigen, deutlich übersichtlicher und komfortabler.

Benachrichtigungen gibt es noch nicht

Mit einem Wisch nach links lässt sich vom Uhrzeit-Display aus noch die Benachrichtigungsübersicht aufrufen. Da es aktuell noch keine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone gibt, wird hier noch nichts angezeigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Asteroid OS im Hands on: Open Source fürs HandgelenkSystem ist noch sehr unvollständig 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Künstliche Intelligenz
So funktioniert ChatGPT

Das mächtige Sprachmodell ChatGPT erzeugt Texte, die sich kaum von denen menschlicher Autoren unterscheiden lassen. Wir erklären die Technologie hinter dem Hype.
Ein Deep Dive von Helmut Linde

Künstliche Intelligenz: So funktioniert ChatGPT
Artikel
  1. Streamer: Rocket Beans muss in Kurzarbeit
    Streamer
    Rocket Beans muss in Kurzarbeit

    Der Gaming-Kanal Rocket Beans hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. Mitarbeiter müssen in Kurzarbeit, einige Sendungen entfallen.

  2. i4: BMW lässt sich am Berg nicht updaten
    i4
    BMW lässt sich am Berg nicht updaten

    Die Besitzerin eines BMW i4 hat die Fehlermeldung entdeckt, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

  3. Volker Wissing: Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau
    Volker Wissing
    Schienengüterverbände sind gegen Autobahnausbau

    Für den Güterverkehr sollte vermehrt auf die Bahn gesetzt werden und nicht auf mehr LKW. Für die gebe es eh nicht genug Fahrer, meinen Verbände.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Powercolor RX 7900 XTX 1.195€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 329€ • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • Lenovo Tab P11 Plus 249€ • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /