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AST Spacemobile: Satellit-zu-Smartphone erreicht 10,3 MBit/s auf Hawaii

AST Spacemobile gelingt eine Satellitenverbindung zu einem handelsüblichen Smartphone . Partner sind AT&T , Vodafone und Nokia .
/ Achim Sawall
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Aufnahme der Antenne vom Satelliten aus (Bild: AST SpaceMobile)
Aufnahme der Antenne vom Satelliten aus Bild: AST SpaceMobile

Dem texanischen Unternehmen AST Spacemobile ist es gelungen, von einem Satelliten ein LTE-Signal direkt an ein Smartphone in Hawaii zu senden. Das gab die Firma am 21. Juni 2023 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Der Satellit Bluewalker 3 (BW3) wird im nächsten Test eine 5G-Verbindung erproben.

AST Spacemobile hat Partnerschaften mit großen Mobilfunkbetreibern wie AT&T und Vodafone. Zuvor hatte das Unternehmen Sprachtelefonie getestet.

In Hawaii wurden mit Nokia-RAN-Technologie Tests im Spektrum von AT&T durchgeführt. Das Signal des AST-Satelliten erreichte eine Datenübertragungsrate von 10,3 MBit/s auf dem Endgerät. Zum Einsatz kam ein handelsübliches Smartphone, kein Satellitentelefon von Globalstar, Iridium, Thuraya oder Inmarsat.

Der Satellit Bluewalker 3 von AST Spacemobile, der im September 2022 mit einer Falcon 9-Rakete von SpaceX gestartet wurde, hatte seine 64,3 Quadratmeter große Antenne erfolgreich entfaltet.

Wofür 5G-to-Smartphone wichtig ist?

Im Juli 2022 sagte Marius Corici , stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Software-based Networks am Fraunhofer-Institut Fokus (Offene Kommunikationssysteme), im Gespräch mit Golem.de: "Eine Verbindung von terrestrischen 5G-Netzen mit einem Kommunikationsnetz über das All bietet viele Vorteile. Es kann Gebiete mit keiner oder schlechter Mobilfunkabdeckung versorgen, für die eine Glasfaseranbindung zu teuer oder nicht möglich ist, wie in ländlichen Regionen, auf einer Bohrinsel oder auf dem weiten Ozean."

Chris Sambar, Head of AT&T Network, erklärte am 21. Juni 2023: "Das Erreichen zweistelliger Download-Geschwindigkeiten bei Satelliten-zu-Smartphone-Tests bringt uns dem Ziel einen Schritt näher." Alberto Ripepi, Chief Network Officer bei Vodafone, sagte: "Gemeinsam mit Vodacom und AST Spacemobile freuen wir uns darauf, diese Dienste unseren Kunden in den am schwersten erreichbaren Gebieten Afrikas und Europas zur Verfügung zu stellen."

Beim Satellitenmobilfunk direkt auf das Smartphone benötigt der Nutzer kein spezielles Endgerät, wie zum Beispiel bei Iridium. Terrestrische und non-terrestrische Netze sind mit einem Endgerät verfügbar. Technisch greift man hier auf Standard-LTE zu, während andere Systeme proprietäre, nicht 3GPP-kompatible Technik verwenden. Zusätzlich gibt es in der AST-Lösung eine Reihe von netzseitigen Anpassungen in der Implementierung zur Optimierung- jedoch keine Standard-Änderungen – wegen der Besonderheiten der Satelliten-Übertragung bei großer Distanz und höherer Latenz.


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