Kritik am Chef ist erlaubt

Vor allem aber: Während in rein chinesischen Firmen so etwas wie Mitsprache kaum gewünscht sei, könne man bei den asiatischen Niederlassungen von Firmen wie Ubisoft sogar den Chef kritisieren und natürlich eigene Vorschläge machen. Dazu sei der Stellenwert von Fortbildungen oder von zeitweiliger Mitarbeit in anderen Niederlassungen viel höher. Auch bei anderen Themen wie der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sei man dort schon weiter - der Anteil von Frauen ist in den Niederlassungen in Singapur und Schanghai fast so hoch wie in Studios in den USA und Europa.

  • Immerhin: Die Topfpflanzen bei Ubisoft in Schanghai sehen sehr asiatisch aus. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die eigentlichen Arbeitsplätze bei Ubisoft Schanghai unterschieden sich kaum von denen in US-Studios. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Im Eingangsbereich in Schanghai gibt es eine Küche. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Eine Entwicklerin arbeitet am Code eines Ubisoft-Spiels. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auch das gehört dazu: ein kleines Lager für Zubehör. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Der Anteil von Männern und Frauen ist fast ausgewogen. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • In asiatischen Ländern wichtig: genug Wasser - wegen der hohen Hitze (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Ein Ubisoft-Maskottchen an einer Wand (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Schanghai-Chefin Corinne Leroy mit Ubisoft-Chef Yves Guillemot (Mitte) (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Natürlich gibt's auch hier den Nerd-Tischkicker. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • In diesem Gebäude in Singapur hat Ubisoft ein paar Etagen belegt. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Zwei Entwickler bei Ubisoft Singapur im Gespräch (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • An der Wand in Singapur hängen Skizzen für Skull & Bones. (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Monitore, (fast) so weit das Auge reicht ...(Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
In asiatischen Ländern wichtig: genug Wasser - wegen der hohen Hitze (Foto: Peter Steinlechner/Golem.de)
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Ein paar Zahlen: Ubisoft beschäftigt weltweit rund 12.000 Angestellte. Von Singapur (330 Angestellte) werden zwei kleinere Niederlassungen in der chinesischen Großstadt Chengdu (180 Angestellte) und in den Philippinen (50 Angestellte) mitverwaltet. In der chinesischen Hafenstadt Schanghai arbeiten rund 450 Mitarbeiter. An allen Orten ist der Arbeitsmarkt für die relativ hochspezialisierten Spielentwickler relativ leergefegt.

Grafiker und Animationsexperten sind nach Firmenangaben am einfachsten zu finden, bei Programmierern und Netzwerkexperten sei die Suche schon deutlich schwieriger, sagt uns Corinne Leroy, die das Studio in Schanghai leitet. "Ab dem kommenden Jahr können wir aber direkt mit den sehr guten Universitäten zusammenarbeiten, um etwa Absolventen früh zu rekrutieren." Außerdem arbeiten an jedem Ort auch Entwickler aus anderen Ländern und Regionen selbstverständlich mit im Team - darunter natürlich auch viele Europäer und Amerikaner.

Ubisoft agiert in Asien übrigens ungefähr in den gleichen Größenordnungen wie in anderen Ländern außerhalb von Frankreich. In Berlin baut die deutsche Tochter Blue Byte derzeit ein neues Studio auf, in dem anfangs rund 50 Entwickler arbeiten sollen - später sollen es noch mehr werden. Gerade hat das Unternehmen bekanntgegeben, massiv in Ubisoft Stockholm zu investieren und dort in den nächsten zwei Jahren mehr als 100 Arbeitsplätze zu schaffen.

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Die weltweiten Studios arbeiten natürlich eng zusammen. Für das Ende 2018 geplante, mit Piratenschiffen schick in Szene gesetzte Skull & Bones hat zwar Ubisoft Singapur die Federführung übernommen. Aber auch das Studio in Chengdu ist beteiligt, und sogar Blue Byte in Mainz arbeite mit an einigen der Funktionen sowie an der PC-Version.

Bei Assassin's Creed Origins ist die Arbeitsteilung ähnlich. Nahezu jedes der hier genannten Studios ist an dem Großprojekt in irgendeiner Form beteiligt. Neue Builds - also lauffähige Versionen - werden täglich kompiliert, im Zweifel fällen die Projektleiter im Hauptquartier von Ubisoft die Entscheidungen.

Offenlegung: Golem.de war auf Einladung von Ubisoft in den Studios in Singapur und Schanghai. Die Reisekosten wurden zum größten Teil von Ubisoft übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.

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 Assassin's Creed: Wie sieht es eigentlich bei Ubisoft Singapur aus?
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