Assassin's Creed Valhalla DLC im Test: Paris, Paris, wir plündern in Paris

Die Belagerung von Paris geht los und Golem.de hat sich in die Schlacht geworfen. Lohnt sich der Ausflug ins Frankenreich?

Ein Test von Christian Hensen veröffentlicht am
Selbst blühende Landschaften wirken im Spiel irgendwie bedrohlich.
Selbst blühende Landschaften wirken im Spiel irgendwie bedrohlich. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Wir schreiben das Jahr 885. Paris wird von den Wikingern belagert. Wir mittendrin. Als Eivor wollen wir unsere Heimat in Englaland vor den Expansionsplänen des französischen Königs Charles (Karl der Dritte) schützen und segeln dafür an die Front, um ein Übersetzen der Franken ans eigene Ufer schon im Vorfeld zu verhindern. Was erwartet uns Spieler im zweiten DLC des Jahres? Im Animus von Assassin's Creed Valhalla wartet viel Gewohntes, das aber recht hübsch und glaubwürdig verpackt.

Inhalt:
  1. Assassin's Creed Valhalla DLC im Test: Paris, Paris, wir plündern in Paris
  2. Assassin's Creed Valhalla - Die Belagerung von Paris: Verfügbarkeit und Fazit

Wir starten im heimischen Hræfnathorp und blicken auf zahllose Abenteuer zurück. Irland wurde besucht, den Ureinwohnern von Vinland ist man ein Begriff, Englaland ist geeint und aus der beschaulichen Siedlung am Ufer ist bereits eine kleine Stadt geworden. Kein Wunder, wenn jeder Dahergelaufene meint, sich hier ein Haus bauen zu dürfen! Und so startet auch das zweite DLC von Valhalla.

Toka, eine junge Kriegerin, die unter dem Banner von Sigfred ihrem Handwerk nachgeht, hat am Rande des Dorfes ein eigenes, großes Gasthaus errichtet. Was man so macht, wenn man eigentlich nur eine Frage hat und direkt weitersegeln will. Im Rahmen eines weingetränkten Gelages bittet sie uns darum, im Frankenreich nach dem Rechten zu sehen. Würden wir das nicht tun, drohe Englaland auf kurz oder lang die Invasion durch die Männer des fetten Königs, formell bekannt als König Karl der Dritte. Später erfahren wir, dass der Spitzname nicht böse, sondern lediglich korrekt beschreibend gewählt ist.

Das ist aber nicht Beauclair!

Also segeln wir nach Bewältigung des Katers nach Frankreich und stellen fest: Ein Wiedersehen mit Beauclair aus dem dritten Witcher-Teil wird das nicht. Das Frankreich aus Assassin's Creed Valhalla ist düster, verbrannt und liegt in Teilen in Schutt und Asche. Offenbar rumort es hier schon eine Weile. Leider zieht sich die Szenerie durch die gesamte Erweiterung.

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Es fehlen das märchenhafte Flair Englalands, der mystische Touch Irlands, die Weiten Norwegens oder die majestätische Landschaft Vinlands. Auch die Magie Asgards bleibt fern. Bis auf wenige Ausnahmen, wenn Eivor über ein hübsches Weingut schlendert, fehlt dem Szenario das gewisse Etwas, das zum Verweilen einlädt.

Der Inhalt des DLC ist spoilerfrei relativ schnell erzählt: Um Englaland den Frieden zu sichern, muss eine Einigung mit dem fränkischen König erzielt werden, damit dieser verspricht, die Heimat nicht anzugreifen. Dass es nicht mit einem freundlichen Becher Met oder Rotwein getan ist, liegt in der Natur von Assassin's Creed. Die Verstrickungen und Akteure sind von hoher Qualität, die Geschichte ist wirklich toll erzählt und bringt viele Wendungen, die nicht absehbar sind.

  • Hallo? Wo geht es denn hier in den schönen Teil des Landes?
  • Erstes Treffen mit dem König: Der Spitzname passt.
  • Einzelne Passagen sind wirklich hübsch ausgeschmückt.
  • Mini-Spiele wie das Stapeln von Steinen sind auch wieder dabei.
  • Grüner und vor allem heller wird's nicht.
  • Auch zwei Klöster gibt es auszurauben. Wozu man die Rohstoffe noch brauchen könnte? Gute Frage.
Grüner und vor allem heller wird's nicht.

Im Frankenreich nichts Neues

Neue Spielelemente gibt es hingegen leider kaum. Wie gewohnt gibt es neue Waffen in Form von Sensen, einige neue Skills, die im Spielfluss bei der Masse an bereits gelernten Fähigkeiten aber kaum auffallen, und natürlich altbekannte Nebentätigkeiten. Das Stapeln von Steinen ist wieder dabei, Großwild wartet auf den Gnadenstoß, besondere Gegner wünschen ein Duell und diese lästigen Opferschreine wollen auch wieder bedient werden.

Assassin's Creed Valhalla - Standard Edition (kostenloses Upgrade auf PS5) - [PlayStation 4]

Um die Zeit in Frankreich etwas zu verlängern, gibt es, ähnlich wie auch im Druiden-DLC, eine Reihe von Nebenmissionen, die wir im Basislager annehmen können und bei deren Erledigung wir ein Rangsystem erklimmen, bei dessen Fortschritt immer bessere Belohnungen warten. Einen Einfluss auf die Story hat die Teilnahme an den Aufträgen nicht.

Die Belagerung von Paris ist eine in sich geschlossene Geschichte, die sich relativ frei an wahren Ereignissen im neunten Jahrhundert orientiert und mit tollen Charakteren und Nebenmissionen glänzt. Wer sich aber eine Fortsetzung der Geschichte Eivors wünscht, wie sie beim griechischen Ableger der Reihe stets Teil eines DLC war, wird enttäuscht. Einzig über die Verborgenen erfährt man ein wenig mehr.

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Assassin's Creed Valhalla - Die Belagerung von Paris: Verfügbarkeit und Fazit 
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