Abo
  • Services:

Assassin's Creed Odyssey im Test: Spektakel mit Spartiaten

Inselwelt statt Sandwüste, Athen statt Alexandria und dazu der Krieg zwischen Hellas und Sparta: Odyssey schickt uns erneut in einen antiken Konflikt - und in das bislang mit Abstand schönste und abwechslungsreichste Assassin's Creed.

Artikel von veröffentlicht am
Kassandra mit ihrem Adler Ikarus vor einem Tempel
Kassandra mit ihrem Adler Ikarus vor einem Tempel (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Weiße Sandstrände, dichter Wald und malerische Ruinen: Auf der griechischen Insel Kephallenia könnten wir es aushalten. Jedenfalls dann, wenn wir nicht eine junge Frau namens Kassandra oder ein junger Mann namens Alexios und die Hauptfigur von Assassin's Creed Odyssey wären. Die beiden haben Lust auf Abenteuer - das für uns so malerische Eiland finden sie sterbenslangweilig. Also kommt das Angebot eines mysteriösen Fremden gerade recht, einen Auftrag auf dem Festland auszuführen und dabei in den gerade wütenden Krieg zwischen Athen und Sparta einzugreifen.

Inhalt:
  1. Assassin's Creed Odyssey im Test: Spektakel mit Spartiaten
  2. Mystery statt History
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Odyssey beginnt im Jahr 431 vor Christus auf Kephallenia, die ersten zwei oder drei Stunden verbringen wir dort, um den Einstieg in die antike Welt zu finden und um mit der Bedienung vertraut zu werden. Allerdings: Wer das Ende 2017 veröffentlichte Origins (Test auf Golem.de) kennt, kommt mit praktisch allen relevanten Systemen sofort zurecht: Steuerung und Benutzeroberfläche sind praktisch genauso aufgebaut. Stellenweise wirkt es so, als ob Ubisoft dem alten Programm nur frische Texturen und Grafiken verpasst hat - die Neuerungen kommen erst später.

Zum Start von Odyssey können wir erstmals in einem Assassin's Creed entscheiden, ob wir mit einer weiblichen Heldin (Kassandra) oder mit einem männlichen Helden (Alexios) ins Abenteuer ziehen wollen. Die Protagonisten sind gleich stark, in den vielen Engine-Zwischensequenzen wird einfach die eine gegen die andere Figur ausgetauscht. Stellenweise wirkt es etwas überraschend, wenn Kassandra etwa in einer Prügelei wie ein Kerl zuschlägt - aber wir haben uns an so etwas rasch gewöhnt. Die beiden können Affären mit Partnern von beiden Geschlechtern haben, und die Sache mit Bruder und Schwester spielt auch noch eine größere Rolle innerhalb der Handlung.

Eine zweite Neuerung, die wir noch auf Kephallenia kennenlernen: In den meisten Dialogen mit NPCs dürfen wir zwischen mehreren Antworten wählen. Meist dient das dazu, eine für die jeweilige Mission nötige Information zu bekommen. Gelegentlich können wir auch kleinere Entscheidungen treffen und etwa zuerst durch das Absolvieren von Minimissionen einen sehr starken Gegner schwächen oder einen Überraschungsvorstoß wagen. Die dritte Neuerung gibt's beim Kampfsystem - dazu später mehr.

Stellenmarkt
  1. netvico GmbH, Stuttgart
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Darmstadt

Auf Kephallenia haben wir uns mit einem örtlichen Bösewicht angelegt und Ziegen gejagt. Nachdem wir endlich richtig ins Abenteuer gestartet sind, ändert sich Odyssey spürbar: Jetzt tritt der Krieg zwischen den Großmächten Sparta und Athen immer mehr in den Vordergrund. Unsere Hauptfigur steht eigentlich auf Seiten von Sparta, aber diese Bündniszugehörigkeit ist nur sehr locker ausgeprägt. Im Zweifel jagen uns die Vertreter von beiden Seiten, dafür können wir später völlig unbehelligt durch Athen spazieren.

  • Kassandra auf dem Weg zur Akropolis in Athen (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Mit unserem Schiff segel wir durch die Inselwelt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • In einer Eroberungsschlacht kämpfen ein paar Dutzend Athener und Spartianer. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Pfeil und Bogen sind die mit Abstand effektivste Distanzwaffe. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Talentbaum erinnert stark an Origins. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Berater Herodotos im Gespräch mit Kassandra (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Bei einem Burgüberfall sehen wir einmal erkannte Gegner auch durch Wände hindurch - das ist Absicht. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Typisch für ein Assassin's Creed: Es gibt auch kurze Abschnitte in der Gegenwart. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Gegner mit Schild sind eine größere Herausforderung. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Für den Ausbau unseres Schiffes benötigen wir viele Rohstoffe. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Karte der Spielwelt ist beeindruckend groß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Zu Spielbeginn wählen wir zwischen Bruder und Schwester. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Kassandra darf sich ihr Lieblingspferd aussuchen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf der Playstation 4 folgt den Serienstandards und wirkt durchdacht. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
Kassandra auf dem Weg zur Akropolis in Athen (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Diese zentrale Stadt erreichen wir im Normalfall deutlich später als etwa Alexandria in Origins. Bis dahin haben wir in Odyssey dafür viel mehr gesehen: Die Welt des neuen Assassin's Creed ist enorm abwechslungsreich. Wir segeln auf unserem Schiff durch mediterran anmutende Inselgebiete, steigen auf Berge, wandern durch Täler und kämpfen in farbenfrohen Arealen voller Blumen - einer der kleineren, wunderschönen Orte ist etwa fast vollständig in ein Meer aus Lavendel und ähnliche Blüten getaucht.

Nur wenige Kilometer weiter können wir dann wieder an Steilklippen über dem Meer klettern. Wieder andere Gebiete erinnern mit herbstlichen Laubwäldern stark an Mitteleuropa - trotzdem sind sie wohl korrekt für die Zeit und den Ort, weil die Berge von Griechenland wohl erst durch übermäßige Abholzung so kahl geworden sind, wie wir sie heute kennen. Unterm Strich finden wir Odyssey wesentlich schöner und abwechslungsreicher als das auch schon sehr sehenswerte Origins.

Die rund 40 Stunden lange Haupthandlung dreht sich um den Krieg, um das Schicksal unserer Familie und um eine mysteriöse Organisation namens "Kult des Kosmos". Anders als in Origins erfahren wir erst recht spät, was hinter den antiken Kulissen tatsächlich vor sich geht, dafür spielen persönliche Familienangelegenheiten früher eine große Rolle. Mehr verraten wir hier besser nicht über die Story. Wir finden sie wesentlich interessanter und berührender als in den Vorgängern.

Mystery statt History 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 31,49€
  2. (-80%) 6,99€
  3. 46,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 14.11.)

0xDEADC0DE 08. Okt 2018 / Themenstart

Je nachdem wie stark man es reduziert, sind dann viele Spiele mit Odyssy bzw Origins...

0xDEADC0DE 08. Okt 2018 / Themenstart

Kann nicht so ganz stimmen, da die Gold Edition nicht vor Release verkauft werden...

0xDEADC0DE 08. Okt 2018 / Themenstart

Und was ist, wenn es auf Karten der damaligen Zeit beruht und man damals dachte das...

Liriel 02. Okt 2018 / Themenstart

also ich kann nach 3 stunden spielen sagen das bisher assassinen nur in dem...

exxo 01. Okt 2018 / Themenstart

Kommerzielle Reviews sind idr objektiver als Kritiken von Spielern. Gamer spielen...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht

BMW setzt auf elektrischen Motorsport: Die Münchener treten als zweiter deutscher Autohersteller in der Rennserie Formel E an. BMW hat in München das Fahrzeug für die Saison 2018/19 vorgestellt.

BMW stellt seinen Formel-E-Rennwagen vor - Bericht Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Mate 20 Pro im Hands on: Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro
Mate 20 Pro im Hands on
Huawei bringt drei Brennweiten und mehr für 1.000 Euro

Huawei hat mit dem Mate 20 Pro seine Dreifachkamera überarbeitet: Der monochrome Sensor ist einer Ultraweitwinkelkamera gewichen. Gleichzeitig bietet das Smartphone zahlreiche technische Extras wie einen Fingerabdrucksensor unter dem Display und einen sehr leistungsfähigen Schnelllader.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Keine Spionagepanik Regierung wird chinesische 5G-Ausrüster nicht ausschließen
  2. Watch GT Huawei bringt Smartwatch ohne Wear OS auf den Markt
  3. Ascend 910/310 Huaweis AI-Chips sollen Google und Nvidia schlagen

Galaxy A9 im Hands on: Samsung bietet vier
Galaxy A9 im Hands on
Samsung bietet vier

Samsung erhöht die Anzahl der Kameras bei seinen Smartphones weiter: Das Galaxy A9 hat derer vier, zudem ist auch die restliche Ausstattung nicht schlecht. Aus verkaufspsychologischer Sicht könnte die Einstufung in die A-Mittelklasse bei einem Preis von 600 Euro ein Problem sein.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Auftragsfertiger Samsung startet 7LPP-Herstellung mit EUV
  2. Galaxy A9 Samsung stellt Smartphone mit vier Hauptkameras vor
  3. Galaxy J4+ und J6+ Samsung stellt neue Smartphones im Einsteigerbereich vor

    •  /