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Mystery statt History

Allerdings: Historische Elemente stehen zugunsten übersinnlicher Elemente wie dem Kampf zwischen Templern und Assassinen im Hintergrund, und stellenweise wirkt die Story arg sperrig erzählt. Man muss mehr als in anderen aktuellen Titeln wie Spider-Man aufpassen, sich die Namen zu merken, und viele Zwischensequenzen laufen ungelenker ab, zumal die Gesten oft gar nicht zur Sprachausgabe passen. Richtig bekannte Prominente aus der Geschichte treffen wir kaum, sondern primär Randfiguren wie den Geschichtsschreiber Herodot und die Göttertochter Odessa.

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Der Krieg zwischen Sparta und Athen spielt nicht nur als Teil der Haupthandlung eine Rolle, er ist auch unmittelbar in der Welt sehr präsent. Zum einen bekommen wir immer wieder Missionen von Athenern oder Spartanern, in denen wir die Gegenseite bestehlen oder eine feindliche Zielperson ausschalten sollen. Zum anderen gibt's sogenannte Eroberungsschlachten: Das sind große Massenkämpfe, in denen wir inmitten von ein paar Dutzend computergesteuerten Soldaten von beiden Seiten antreten. Wenn unsere Seite gewinnt, bekommen wir die Macht über die jeweilige Provinz und können so unseren Einflussbereich langsam ausbauen. Das ist manchmal Teil der Handlung, dazu kommen kleinere Vorteile etwa beim Zugriff auf Ressourcen - vor allem aber ist es schlicht ein Erfolgserlebnis.

Vor den Ereignisschlachten können wir den Gegner schwächen, indem wir seine Vorratskisten in der Welt suchen und sie verbrennen, indem wir seine Soldaten und Kommandeure töten und so weiter. Dann sinkt ein lilafarbener Balken auf der Weltkarte, bis wir irgendwann den Hinweis erhalten, dass wir den Feind maximal geschwächt haben. Wenn wir die Sache schneller erledigen wollen oder ein guter Krieger sind, können wir aber schon früher in die dann wesentlich schwierigere Eroberungsschlacht ziehen.

Das Kampfsystem von Odyssey ähnelt zwar auf den ersten Blick dem des Vorgängers. Allerdings können wir im Talentbaum spürbar mehr interessante Extras freischalten. Beispielsweise gibt es für unseren Bogen eine Art Scharfschützenmodus, mit dem wir besonders viel Schaden anrichten. Wir können die Gegner mit unseren Waffen vergiften, mit einem Tritt aus einer Gruppe herausstoßen und noch einiges mehr. Blöd (und gut!): Selbst viele Standardfeinde beherrschen die gleichen Tricks, so dass die Gefechte langfristig auch im normalen Schwierigkeitsgrad fordernder bleiben als in Origins. Es gibt mehr unterschiedliche Gegnertypen, und insbesondere bei Soldaten mit Schilden müssen wir uns spürbar mehr ins Zeug legen.

Ähnlich positiv finden wir die auf den ersten Blick unspektakulären, dann aber immer mehr spürbaren Verbesserungen bei der gegnerischen KI. So ist es viel besser möglich, etwa beim Angriff auf eine Festung schleichend vorzugehen, weil die Feinde zwar ähnlich gut aufpassen wie in Origins, aber dann nicht wie aufgescheuchte Hühner herumlaufen, sondern viel planvoller nach uns suchen - darauf können wir uns besser einstellen. Wir finden, dass die Kämpfe und Überfälle durch die Änderungen in diesen Bereichen sehr viel mehr Spaß machen.

  • Kassandra auf dem Weg zur Akropolis in Athen (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Mit unserem Schiff segel wir durch die Inselwelt. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • In einer Eroberungsschlacht kämpfen ein paar Dutzend Athener und Spartianer. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Pfeil und Bogen sind die mit Abstand effektivste Distanzwaffe. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Der Talentbaum erinnert stark an Origins. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Berater Herodotos im Gespräch mit Kassandra (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Bei einem Burgüberfall sehen wir einmal erkannte Gegner auch durch Wände hindurch - das ist Absicht. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Typisch für ein Assassin's Creed: Es gibt auch kurze Abschnitte in der Gegenwart. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Gegner mit Schild sind eine größere Herausforderung. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Für den Ausbau unseres Schiffes benötigen wir viele Rohstoffe. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Karte der Spielwelt ist beeindruckend groß. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Zu Spielbeginn wählen wir zwischen Bruder und Schwester. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Kassandra darf sich ihr Lieblingspferd aussuchen. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf der Playstation 4 folgt den Serienstandards und wirkt durchdacht. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)
Der Talentbaum erinnert stark an Origins. (Bild: Ubisoft/Screenshot: Golem.de)

Zwei auf den ersten Blick unscheinbare Details machen uns das Leben auf Dauer allerdings auch viel einfacher: Zum einen gibt es eine fast ganz am Anfang freischaltbare Heilmagie, mit der wir in Kämpfen einen sehr großen Teil unserer Gesundheitspunkte sofort wiederherstellen können. Zum anderen dürfen wir auch auf Konsolen außerhalb von Gefahrenzonen jederzeit den Spielstand sichern. Wer mag, kann also bei einem Überfall einen Soldaten ausschalten, dann kurz über die Mauer hopsen, um dort zu speichern und dann ohne großes Risiko fortzufahren.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Neuerungen in Odyssey, die dem Spieler in den ersten paar Stunden nach dem Einstieg nach und nach präsentiert werden. So gibt es jetzt eine Art Fahndungslevel, wenn wir in Zivilgebieten zu viel stehlen oder sonstigen Unsinn machen, worauf sich einer der neuen, besonders kampfstarken Söldner auf den Weg macht, um uns zu jagen - allerdings können wir durch ein paar Münzen, die wir auf Knopfdruck im Kartenmenü ausgeben, wieder für Ruhe sorgen. Mehr Einfluss haben wir auf unser Schiff, dessen Rumpf und Kanonen wir verbessern können, für das wir aber auch spezielle Besatzungsmitglieder sammeln und anheuern können, die ebenfalls Werte verbessern.

Nicht grundlegend umgestaltet, aber einfach besser als im Vorgänger sind die Massen an Nebenjobs, mit denen wir uns ebenfalls viele Dutzend Stunden beschäftigen können. In Odyssey wirken sie unterm Strich kompakter: Die Laufwege sind kürzer, eher nervige Missionsarten mit langwierigem Suchen, Sammeln oder Begleiten gibt es viel seltener, lange Verkettungen von Aufgaben sind die Ausnahme. Auch das Inventar finden wir nun motivierender, weil wir weniger besondere Gegenstände finden und länger für eine legendäre Gesamtausstattung brauchen - irgendwann hatten wir sie dann aber doch zusammen.

Ein paar Elemente haben die Entwickler übrigens unverändert übernommen: Das Reiten inklusive des (bei Origins erst später verfügbaren) automatischen Galoppierens findet sich auch in Odyssey, ebenso wie das Ausspähen von gegnerischen Stellungen mit einem Adler - der im neuen Spiel den passenden Namen Ikarus trägt.

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 Assassin's Creed Odyssey im Test: Spektakel mit SpartiatenVerfügbarkeit und Fazit 
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0xDEADC0DE 08. Okt 2018

Je nachdem wie stark man es reduziert, sind dann viele Spiele mit Odyssy bzw Origins...

0xDEADC0DE 08. Okt 2018

Kann nicht so ganz stimmen, da die Gold Edition nicht vor Release verkauft werden...

0xDEADC0DE 08. Okt 2018

Und was ist, wenn es auf Karten der damaligen Zeit beruht und man damals dachte das...

Liriel 02. Okt 2018

also ich kann nach 3 stunden spielen sagen das bisher assassinen nur in dem...

exxo 01. Okt 2018

Kommerzielle Reviews sind idr objektiver als Kritiken von Spielern. Gamer spielen...


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