Assassin's Creed: Infinity startet mit Japan, dann folgen Hexe und Multiplayer
Golem.de hat vom Chefentwickler erste Infos zum Großprojekt Assassin's Creed Infinity. Zuerst kommt eine Zeitreise ins feudale Japan.
Wie funktioniert eine Erinnerungs-Zeitreise? Im Grunde ist es ganz einfach: Man legt sich in einen Animus, eine Spezialmaschine für Abstecher in die Vergangenheit, und drückt den Knopf für die gewünschte historische Epoche. So funktioniert das jedenfalls in der Welt von Assassin's Creed, und ganz ähnlich soll es irgendwann auch auf unserem PC oder der Konsole mit Infinity klappen.
Jedenfalls hat Ubisoft so die Grundidee hinter dem sagenumwobenen Großprojekt Infinity erklärt: Das sei weniger ein Spiel und eher ein "Hub" - so heißen im Spieler-Sprech die zentralen Räumlichkeiten in Games. Wie dieses Hub konkret ausgestaltet wird, haben die Entwickler noch nicht verraten.
Golem.de konnte aber bei einer Veranstaltung in der Firmenzentrale in Paris den Chefentwickler Marc-Alexis Cote fragen: Müssen wir uns das wie einen simplen Launcher vorstellen, der Zugang zu neuen und ältere Assassin's Creed erlaubte? Oder gibt es zusätzliche Elemente, etwa Sprünge zwischen den Epochen?
Marc-Alexis Cote hat gesagt, dass er diese Frage zwar beantworten könnte - es dafür viel zu früh sei. Allerdings hat er bei seiner Präsentation einige Details verraten, die uns Hoffnung machen, dass Infinity mehr als ein simples Startprogramm wird. Dazu später mehr!
Denn erstmal müssen wir die erste Epoche vorstellen, die im Rahmen von Infinity erscheint: Es handelt sich um ein Singleplayerspiel, das momentan die Bezeichnung Codename Red trägt. Die Spieler sind darin im feudalen Japan unterwegs, das Ganze greift eher die Ninja- und Shinobi-Sagen als die Samurai-Kultur (Ghost of TsushimaI) auf.
Codename Red soll irgendwann nach Mirage erscheinen, einen Termin gibt es noch nicht. Der Titel entsteht momentan bei Ubisoft in Quebec (letztes Großprojekt war Odyssey). Ubisoft verspricht ausdrücklich auch Rollenspielelemente - auf die Mirage ja verzichtet.
Was nach Red folgt, hat Ubisoft nur angedeutet. Es soll sich ebenfalls um ein Singleplayerspiel handeln, der Arbeitstitel lautet Codename Hexe. Im Trailer sind an Druiden erinnernde Strohpuppen in einer düsteren Umgebung zu sehen.
Der Gerüchteküche zufolge soll Hexe zur Zeit der Hexenverbrennung im Mittelalter spielen. Ubisoft selbst hat sich nicht dazu geäußert. Marc-Alexis Cote hat gesagt, dass er auf die Spekulationen der Community gespannt ist.
Unsere Einschätzung: Wir sind eher skeptisch, ob Ubisoft die Hexenverbrennung aufgreift - das war nämlich eine extrem düstere und brutale Epoche, bei der sich aus Respekt vor der Geschichte allzu viele Verharmlosungen verbieten.
Wenn das Thema aber einigermaßen authentisch dargestellt wird, dürfte selbst hartgesottenen Horrorfans schnell der Spaß vergehen. Wir müssen wohl weitere Infos oder neue Leaks abwarten. Codename Hexe entsteht bei Ubisoft Montreal, wo schon das erste Assassin's Creed produziert wurde.
Das dritte Spiel für Infinity trägt den Arbeitstitel Codename Invictus. Dabei handelt es sich um einen eigenständigen Multiplayertitel (Cote hat "Standalone Multiplayer" gesagt). Ob sich dieses Spiel auf eine Epoche beschränkt oder mehrere Zeitreisen und Umgebungen aufgreift - unklar.
Das zuständige Team besteht unter anderem aus ehemaligen For-Honor- und Rainbox-Six-Entwicklern. Weitere Infos zu Invictus haben wir nicht.