Assassin's Creed Identity: Ein Meuchelmörder als Snack
Zuerst eine Klasse wie Berserker oder Dieb auswählen, dann das Outfit bestimmen – und ab geht es ins alte Florenz, um das sogenannte "Mystery of Crows" aufzudecken und dafür schon bald die ersten Schergen möglichst lautlos auszuschalten. Gerade in den ersten Minuten überrascht Assassin's Creed Identity positiv: Die sehr detaillierte und technisch sauber umgesetzte Grafik gehört zum Schönsten, was auf mobilen Bildschirmen bisher zu sehen war und dürfte auch für Konsolenspieler alles andere als enttäuschend sein.
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Auch die Bedienung funktioniert meist gut: Mit dem linken Daumen wird ein virtueller Stick zum Bewegen gesteuert, mit dem rechten Daumen die Kamera bedient. Springen oder Klettern erfolgt meist automatisch und erfordert somit keine große Geschicklichkeit. Attacken, die Auswahl der Waffen oder spezielle Kräfte werden über kleine Symbole oder ein Drehrad ausgewählt. Manchmal wirkt der Bildschirm allerdings überfrachtet – gerade auf dem iPhone sind dann zu viele Symbole inklusive Text abgebildet. Außerdem bleibt der Protagonist auch häufiger mal an einer Wand oder einem Vorsprung hängen.
Im Gegensatz zu großen Assassin's-Creed-Titeln bietet Identity keine komplett frei erkundbare Welt, sondern teilt die Missionen in Einheiten auf, die meist in ein paar Minuten zu absolvieren sind. Virtuelle Begrenzungen sorgen dafür, dass das Terrain übersichtlich bleibt. Die Kürze der Einsätze wirkt sich allerdings auch auf den Abwechslungsreichtum bei den Aufgaben aus: Meist gibt es eine Vorgabe, wer oder wie viele Gegner auszuschalten sind, bis das Ziel erreicht ist.
Schöne Grafik und schwache Story
Leider gelingt es Identity trotz der tollen Optik nicht, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Es fehlen stimmungsvolle Zwischensequenzen und eine interessante Story, um den Spieler auch tiefer in das Geschehen hineinzuziehen. Auch das sehr lineare Levelsystem, durch das der Spieler nach und nach an Erfahrung gewinnt, vermag nicht dauerhaft zu motivieren.
Assassin's Creed Identity ist bei iTunes verfügbar(öffnet im neuen Fenster) . Es benötigt mindestens iOS 7.0 und kostet rund 5 Euro. Das Spiel verfügt trotzdem über In-App-Käufe: Wer will, kann verschiedene Pakete erwerben, um schneller Zugang zu bestimmten Bereichen zu erlangen. Unbedingt notwendig zum Vorwärtskommen ist das allerdings nicht.
Fazit
Beeindruckende Optik, eine grundsätzlich gute Steuerung, das prinzipiell von Konsole und PC bekannte Spielprinzip: Auf den ersten Blick macht Identity einen hervorragenden Eindruck. Leider kann der Titel dieses Niveau nicht halten. Zu schnell fällt auf, dass den Häppchen-Missionen Tiefgang fehlt, die Story nicht fesselt und es an Atmosphäre mangelt. So beeindruckend das Spiel technisch auch ist, von der Klasse der stationären Titel ist Identity weit entfernt.
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