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Ghost Recon, Rainbow Six, Rayman und Splinter Cell

Ghost Recon: Die Serie ist als vergleichsweise realistischer Militär-Taktikshooter positioniert – mit Koop und Squads, aber auch für Solisten vollständig spielbar. Gerade die früheren Teile setzten stark auf planvolles Vorgehen, taktische Freiheit und glaubwürdige Militärszenarien.

Ein nächster Teil ist vage angekündigt, wir sollen erstmals in der Seriengeschichte konsequent aus der Ego-Perspektive antreten können. Das bestätigte Firmenchef Yves Guillemot Mitte 2025 auf einer Aktionärsversammlung.

Weitere Details liegen nicht vor, eine richtige Ankündigung mit zusätzlichen Infos fehlt noch. Der letzten Serienteil Breakpoint kam 2019 auf den Markt – und enttäuschte die hohen Erwartungen. Zuständig ist Kreativhaus 2.

Rainbow Six: Um diese Serie müssen wir uns wohl keine Sorgen machen. Rainbow Six Siege hat sich seit 2015 zu einem der erfolgreichsten Live-Service-Shooter entwickelt und wird bis heute mit neuen Saisons, Operatoren und System-Updates versorgt, zuletzt auch mit größeren technischen und spielerischen Überarbeitungen.

Siege soll langfristig ausgebaut werden, statt einen klassischen Nachfolger zu erhalten. Im Februar 2026 erscheint Rainbow Six Mobile, die schon länger laufenden Vorabtests sind wohl vielversprechend. Ebenso wie Assassin's Creed und Far Cry wird Rainbow Six von Vantage Studios betreut.

Rayman: Gerüchten zufolge arbeitet Ubisoft an einem neuen Serienteil, der unter dem Codenamen Steambot entwickelt wird. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Remake des ersten Teils von 1995. Eine Veröffentlichung wird intern wohl für Ende 2026 angestrebt.

Rayman ist eine der wichtigsten Traditionsmarken von Ubisoft. Trotz (oder wegen) der familienfreundlichen Ausrichtung hatte die Serie aber zuletzt keinen großen kommerziellen Erfolg. Dennoch hat Ubisoft Rayman in letzter Zeit wieder stärker sichtbar gemacht, etwa durch Gastauftritte und kleinere Projekte. Zuständig: Kreativhaus 4.

Splinter Cell: Die Reihe ist als Stealth-Action-Thriller positioniert, sie gilt als Gegenpol zu actionlastigeren Ubisoft-Serien. In Splinter Cell müssen wir konsequent langsam und taktisch vorgehen, es gibt aufwendige Licht- und Schatteneffekte und nur Singleplayer-Modus. Der letzte Ableger Blacklist erschien 2013.

Aktuell entsteht ein Remake des ersten Splinter Cell von 2002 unter Aufsicht von Kreativhaus 2 bei Ubisoft Toronto. Das Projekt soll die Serie technisch modernisieren, ohne ihre Stealth-DNA aufzugeben, und gilt als möglicher Neustart für die Marke. Ein Releasetermin steht aus.

Düstere Aussichten für Watch Dogs und Die Siedler

Watch Dogs, Die Siedler und Prince of Persia stehen exemplarisch für Marken, die bei Ubisoft zuletzt an Bedeutung verloren haben. Watch Dogs war als moderner Gegenentwurf zu GTA gedacht, konnte sich aber trotz interessanter Ideen kommerziell und kulturell nie auf Augenhöhe etablieren; nach Legion gilt die Reihe intern als pausiert.

Die Siedler hingegen scheiterte mit dem Reboot 2023 vor allem an inhaltlichen und qualitativen Mängeln – das Vertrauen der Kernzielgruppe gilt als nachhaltig beschädigt.

Bei Prince of Persia ist die Lage differenzierter: Große AAA-Projekte sind fraglich, doch mit The Rogue Prince of Persia existiert ein gelungenes, fortlaufend weiterentwickeltes Spin-off, das von einem externen Studio betreut wird und der Marke zumindest kreativ neues Leben einhaucht.

Auch lizenzbasierte Großprojekte dürften Einzelfälle bleiben. Sowohl Avatar – Frontiers of Pandora als auch Star Wars – Outlaws waren von Anfang an nicht als klassische Serienstarter konzipiert, sondern als abgeschlossene Prestigeprojekte. Entsprechend gelten Fortsetzungen derzeit als unwahrscheinlich, zumal beide Titel hinter sehr hohen Erwartungen zurückblieben.

Darüber hinaus gibt es weitere Ubisoft-Marken mit unklarer Zukunft: The Crew etwa hat nach dem Aus der Server des ersten Teils massiv an Rückhalt verloren, For Honor wird zwar weiter gepflegt, gilt aber als Nischen-Live-Service ohne Expansionsambitionen.


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