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Asoc: Die Bundeswehr bekommt ein Star-Wars-Zentrum

Die Bundeswehr stellt keine neue Teilstreitkraft für den Weltraum auf.
/ Werner Pluta , dpa
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Satellit im Orbit (Symbolbild): Satelliten und Weltraumschrott beobachten (Bild: Nasa via Getty Images)
Satellit im Orbit (Symbolbild): Satelliten und Weltraumschrott beobachten Bild: Nasa via Getty Images

Die Bundeswehr bekommt ein Zentrum für Operationen im Weltraum: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird am heutigen Montag das Air and Space Operations Center (Asoc) eröffnen. Von dort aus wird die Bundeswehr Satelliten und Weltraumschrott im Blick behalten.

Standort des Asoc ist Uedem in Nordrhein-Westfalen, knapp 50 Kilometer nordwestlich von Duisburg. Angesiedelt ist es am Zentrum Luftoperationen(öffnet im neuen Fenster) (ZentrLuftOp) der Luftwaffe. Anders als das US-Militär mit seiner Space Force stellt die Bundeswehr damit keine neue Teilstreitkraft für den Weltraum auf.

Das Asoc beobachtet Weltraumschrott

Am Asoc werden zunächst 50 Luftwaffenangehörige arbeiten. Bis 2031 soll ihre Zahl auf 150 anwachsen. Zu ihren Aufgaben wird die Beobachtung des erdnahen Weltraums. Sie werden Objekte im Orbit katalogisieren und beobachten, um Satelliten zu schützen. Dazu gehört auch der Weltraumschrott, der eine Gefahr für Satelliten ebenso wie für die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) darstellt. Zudem soll das Asoc darauf achten, ob Satelliten und andere Objekte, die in die Atmosphäre eintreten, eine Gefahr für die Menschen auf der Erde werden können.

Um das zu leisten, wird das Asoc unter anderem auf mehrere Teleskope sowie zwei Radarsysteme zugreifen können: Das German Experimental Space Surveillance and Tracking Radar(öffnet im neuen Fenster) (Gestra) kann Objekte im erdnahen Orbit erfassen und verfolgen. Das System wurde vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut. Es wurde im November 2019 in Betrieb genommen. Um Objekte wie Satelliten in hoher Auflösung abzubilden, wird das Forschungsradar Tracking and Imaging Radar(öffnet im neuen Fenster) (Tira) des Fraunhofer FHR genutzt.

Anders als die Großmächte China, Russland und die USA kann die Bundeswehr nicht aktiv auf einen Angriff auf Satelliten reagieren. Deutschland verfügt nicht über Systeme für einen Angriff im Weltraum. Die Satelliten im erdnahen Weltraum sind wichtig für das Funktionieren der Infrastrukturen auf der Erde, etwa Telekommunikation, Rundfunkempfang oder Navigation.


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