Abo
  • Services:

Asmedia: Via verklagt Asus-Tochter wegen USB-3.0-Chips

Der Chiphersteller Via will von Asmedia 138 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Der Grund: USB-3.0-Entwickler waren von Via zum Konkurrenten gewechselt, der daraufhin in kürzester Zeit eigene Produkte auf den Markt brachte.

Artikel veröffentlicht am ,
Demo-Board mit dem VL800 für vier USB-3.0-Ports
Demo-Board mit dem VL800 für vier USB-3.0-Ports (Bild: Via)

Wegen des mutmaßlichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen hat das taiwanische Unternehmen Via in seinem Heimatland gegen den Konkurrenten Asmedia Klage erhoben. Asmedia ist eine Tochterfirma von Asus und stellt Controllerchips für USB, Sata und andere Schnittstellen her.

Stellenmarkt
  1. Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, München
  2. über duerenhoff GmbH, Augsburg

Im Jahr 2007 war der Via-Manager Chewei Lin zusammen mit Dutzenden anderen Angestellten von Via zu Asmedia gewechselt - und nur ein Jahr später hatte Asmedia Via zufolge eigene USB-3.0-Chips enwickelt. Via vermutet nun, dass die Entwickler geistiges Eigentum von ihrem früheren Arbeitgeber an Asmedia verraten haben. Öffentlich angekündigt wurden die Asmedia-Chips aber erst 2010.

Laut einer Mitteilung von Via ist es "extrem schwierig, in der kurzen Zeit von nur einem Jahr solche Chips zu entwickeln und bis zur Serienproduktion zu bringen". Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen, denn USB-3.0-Bausteine wie Controller und Hub-Chips sind ungleich komplexer als ihre USB-2.0-Pendants. Ein Hub des schnelleren Standards muss beispielsweise getrennte Datenpfade für die Versionen 2.0 und 3.0 aufweisen, der Chip dafür vereint also annähernd zwei Hubs auf einem Die.

Zudem war Via lange Zeit das einzige Unternehmen, das Bausteine für USB-3.0-Hubs überhaupt anbot. Aber auch die Host-Controller, die Asmedia nun ebenfalls herstellt, sind offenbar von der Klage betroffen. Von Via kam unter anderem auch der erste USB-3.0-Host der vier Ports zur Verfügung stellte. Asmedia und Via lieferten sich, nachdem die Nec/Renesas-Chips schon lange auf dem Markt waren, ein regelrechtes Wettrennen.

Via zufolge hat die taiwanische Staatsanwaltschaft bereits im November 2013 entschieden, dass es genügend Beweise für die Behauptungen des Klägers gibt, um eine Ermittlung gegen Asmedia einzuleiten. Wie stets bei solchen Auseinandersetzungen fordert Via auch ein Vertriebsverbot für die Asmedia-Chips - in der Regel einigen sich die streitenden Unternehmen aber dann doch außergerichtlich.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,25€
  2. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)

DarioBerlin 20. Dez 2013

Das Patentrecht ist im Moment nicht perfekt. Natürlich haben Entwickler ein Grundwissen...

TheBigLou13 19. Dez 2013

Die haben kein Produkt kopiert, sie benutzen nur die gleiche Technik - soll jetzt alles...

maxule 19. Dez 2013

Der geforderte Schadenersatz ist mutmaßlich um ein vielfaches höher, als das was die...


Folgen Sie uns
       


Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha

Zwölf Stunden haben wir in der Closed Alpha des kommenden Shooters im Zweiten Weltkrieg Battlefield 5 verbracht - Zeit für eine erste Analyse der Änderungen.

Golem.de spielt die Battlefield 5 Closed Alpha Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Segelschiff: Das Vindskip steckt in der Flaute
Segelschiff
Das Vindskip steckt in der Flaute

Hochseeschiffe gelten als große Umweltverschmutzer. Neue saubere Antriebe sind gefragt. Der Norweger Terje Lade hat ein futuristisches Segelschiff entwickelt. Doch solch ein neuartiges Konzept umzusetzen, ist nicht so einfach.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Energy Observer Toyota unterstützt Weltumrundung von Brennstoffzellenschiff
  2. Hyseas III Schottische Werft baut Hochseefähre mit Brennstoffzelle
  3. Kreuzschifffahrt Wie Brennstoffzellen Schiffe sauberer machen

Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Raumfahrt @Astro_Alex musiziert mit Kraftwerk
  2. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  3. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu

    •  /