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Ask Toolbar unter OS X: Oracle installiert Java-Adware offenbar regionsabhängig

Vor einiger Zeit hat Oracle damit angefangen, auch Mac-Nutzer bei der Installation von Java mit Beigaben zu nerven. Der Antiviren-Hersteller Intego hat diese nun analysiert und muss zugeben, in manchen Fällen beim Schutz zu versagen.

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Java für OS X wird derzeit nicht in allen Ländern mit der Ask Toolbar ausgeliefert.
Java für OS X wird derzeit nicht in allen Ländern mit der Ask Toolbar ausgeliefert. (Bild: Oracle/Screenshot: Golem.de)

Der Hersteller von Antiviren-Software, Intego, hat sich die aktuelle Java-Installationsroutine genauer angesehen. Laut seiner Analyse hat Oracle offenbar nach Kritik von Medien und Nutzern die Verteilung von Werbesoftware zusammen mit der Laufzeitumgebung zunächst teilweise eingestellt.

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Die bei vielen Nutzern unbeliebte Ask Toolbar wird nun regionsabhängig installiert, wie Intego angibt. Bei einer Positionsbestimmung in den USA etwa wird die Toolbar weiterhin installiert, in Frankreich hingegen nicht. Leider wurden keine weiteren Länder getestet. Für ein in Deutschland lokalisiertes System können wir bestätigen, dass die Toolbar nicht installiert wird. Das wohlgemerkt bei dem gleichen Softwarepaket der Laufzeitumgebung (Java 8u40).

Allerdings wird in jedem Fall eine Komponente namens Sponsors.framework installiert. Sie landet im Ordner Application Support. Intego spekuliert, dass Oracle die Ask Toolbar so heimlich später installieren könnte, auch ohne ein Java-Update. Unter OS X hat Oracle auch an eine Browsererkennung gedacht, um möglichst viele Nutzer zu treffen. Je nach Browser wird das Angebot der Toolbar leicht anders ausgeführt.

Toolbar für drei OS-X-Browser

Oracle ist so in der Lage, Safari, Firefox und Chrome mit der Toolbar auszustatten. Für Firefox kann die Standardsuche modifiziert werden. Das alles passiert, wenn der Anwender die Haken für die Installationsaufforderung nicht entfernt. Viele Nutzer übersehen die Auswirkungen dieses Schrittes während des Installationsprozesses. Wir kennen sogar Fälle, in denen die Anwender sich nicht einmal daran erinnern. Sie klicken dann zu schnell durch die Optionen.

Intego selbst versucht, die Adware mit seinem Virenschutz zu blockieren. Das gelingt aber nicht immer. Chrome-Nutzer können nicht geschützt werden. Würde Intego dies tun, würde die Chrome-Datenbank bei dem Versuch zerstört werden.

Mac-Nutzer wurden lange Zeit von Zusatzsoftware verschont, die Oracle mit Java versuchte auf Rechnern zu installieren. PC-Nutzer kennen das Problem hingegen schon länger. Eine kleine Unachtsamkeit genügt, und der Anwender hat plötzlich die Ask Toolbar in seinen Browsern.

Neben regelmäßigen Sicherheitsproblemen von Java über das Webplugin, die zwischenzeitlich auch die Mac-Plattform hart trafen, ist die Finanzierung der Laufzeitumgebung über Toolbars ein weiteres Problem für Nutzer. Java ist auch bei Anwendern beliebt, die für lokale Software die Laufzeitumgebung benötigen.



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Zehnfusskrebs 31. Mär 2015

Ist OpenJDK bei Fedora standardmäßig dabei? Ich habe auf meinem Fedora-Notebook nämlich...

widardd 25. Mär 2015

Eine Schande was du mit deinem Namen von dir gibst. Was ist dein Ziel? Wieder 100 Leser...

widardd 25. Mär 2015

Da irrst du dich aber gewaltig. Das trifft vielleicht für gnewsense zu, aber bei weitem...

Wimmmmmmmmy 25. Mär 2015

Windows 10 Nutzer werden sich freuen. Flash wird hier wieder vorinstalliert, wie mir...

acuntex 25. Mär 2015

Auch wenn der Kommentar geistfrei scheint, muss man sich tatsächlich mal die Frage...


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