Abo
  • Services:
Anzeige
Kriminelle nutzen Daten des Seitensprungportals, um potenzielle Nutzer zu erpressen.
Kriminelle nutzen Daten des Seitensprungportals, um potenzielle Nutzer zu erpressen. (Bild: Ashley Madison/Screenshot: Golem.de)

Ashley Madison: Erpresser nutzen Daten des Seitensprungportals

Kriminelle nutzen Daten des Seitensprungportals, um potenzielle Nutzer zu erpressen.
Kriminelle nutzen Daten des Seitensprungportals, um potenzielle Nutzer zu erpressen. (Bild: Ashley Madison/Screenshot: Golem.de)

Obwohl die Daten des Seitensprungportals Ashley Madison nicht verifiziert sind, bieten sie die Möglichkeit des Aussetzens der Unschuldsvermutung zur Anprangerung der vermeintlichen Sünder und mittlerweile sogar Erpressung. Erste Erpresssungsfälle hat Brian Krebs entdeckt.

Anzeige

Es gibt erste Fälle der kriminellen Nachnutzung der erbeuteten und veröffentlichten Daten des Seitensprungportals Ashley Madison. Sicherheitsforscher Brian Krebs hat bereits mehrere Erpresser-E-Mails gesichtet. In diesen wird eine Zahlung per Bitcoin gefordert, andernfalls wollen die Erpresser den Partner über den Zugang zu Ashley Madison informieren.

Weitere Sicherheitsforscher, mit denen Krebs sprach, gehen davon aus, dass dies noch zunehmen wird, um mehr Anwender zu erpressen. Selbst Sicherheitsinstitutionen sind besorgt, denn in dem gestohlenen Datensatz finden sich 15.000 E-Mail-Adressen von US-Militärs, die nun Ziel von Angreifern werden könnten. Gezielte Angriffe könnte es auch auf die nichts ahnenden Partner geben, die als vermeintlichen Beweis einen Anhang bekommen, der Schadsoftware enthält.

Die Unschuldsvermutung verliert ihren Wert

Zudem wird die Unschuldsvermutung, essenzieller Bestandteil wichtiger weltweiter Rechtssysteme, von einigen Personen außer Kraft gesetzt und verwendet, um Nutzer an den Pranger zu stellen. Das ist insofern problematisch, da Daten wie E-Mail-Adressen von dem Dienst nicht verifiziert wurden. Auch der Wohnort ist in Verbindung mit der E-Mail-Adresse allenfalls ein Hinweis, aber kein Beweis für eine Identität. Denn die meisten E-Mail-Nutzer geben ihre E-Mail-Adressen weiter und die Wohnadresse wird nur in seltenen Fällen geheim gehalten. Zahlungsdaten sind hingegen eher geheime Daten, sofern die Kreditkartendaten nicht gestohlen wurden.

Selbst einige Journalisten verwenden die Daten, um Nutzer ausfindig zu machen. In einigen Fällen haben sie sogar Glück, wenn der Betroffene die Nutzung der Webseite zugibt. Ein australischer Radiosender nutzte die Daten, um eine Frau in einer Live-Sendung über ihren vermeintlich betrügenden Ehemann aufzuklären.

Vermutlich 1.000 weibliche Fake-Profile allein in Portugal

Dass Zweifel an den Datensätzen angebracht sind, zeigt ein anderer Fall: Ashley Madison musste offenbar darauf setzen, künstliche Profile anzulegen. Wie der britische Daily Telegraph berichtet, sollen zahlreiche weibliche Profile gefälscht worden sein, um die Hauptzielgruppe, zahlende Männer, auf das Portal zu locken. Der Telegraph bezieht sich auf einen Informanten, der für die Erstellung der Profile verantwortlich war. Die kostenlose Nutzung für weibliche Nutzer half allein offenbar nicht. Allein in Portugal soll es 1.000 gefälschte weibliche Profile geben. Ob diese mit validen Daten aufgefüllt wurden, ist unbekannt. Es besteht also die Möglichkeit, dass allein in Portugal 1.000 Frauen an den Pranger gestellt werden, obwohl jemand anderes ihre Profile erstellte.

Erpressern reicht die Datenlage freilich aus. Insbesondere dann, wenn der Betroffene sich erwischt fühlt, seinen Partner tatsächlich betrogen hat und damit nicht offen umging. Er wird dadurch automatisch erpressbar. Auch Personen mit Ansehen in der Öffentlichkeit werden erpressbar. Denn die Beweisführung, dass das Profil von jemand anderem erzeugt wurde, dürfte nahezu unmöglich sein.


eye home zur Startseite
jg (Golem.de) 25. Aug 2015

Liebe Leser, wegen der erschreckend hohen Anzahl menschenverachtender Kommentare mussten...

aLpenbog 24. Aug 2015

Nun da mein Kommentar gemeldet wurde probiere ich es noch einmal und ein wenig...

Dwalinn 24. Aug 2015

Hast du dir den Post überhaupt durchgelesen? Da wird ganz klar aufgeführt das seine...

ibsi 23. Aug 2015

Niemand, ich wiederhole, NIEMAND ist perfekt ;) Und manche sind sich der eigenen Fehler...

Falk.Stein 23. Aug 2015

Und genau diese Polizei bat um Ausstrahlung des Betrages und genau diese Polizei hat...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TUI InfoTec GmbH, Hannover
  2. fidelis HR GmbH, Neuss, Würzburg, Zwickau/Lichtentanne, Dreieich (Home-Office möglich)
  3. redblue Marketing GmbH, Ingolstadt
  4. Hornbach-Baumarkt-AG, Neustadt an der Weinstraße


Anzeige
Top-Angebote
  1. 47,99€
  2. und For Honor oder Ghost Recon Wildlands kostenlos erhalten
  3. (-17%) 49,99€ - Release am Donnerstag

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Energielabels

    Aus A+++ wird nur noch A

  2. Update 1.2

    Gog.com-Client erhält Cloud-Speicheroption und fps-Zähler

  3. HTTPS

    US-Cert warnt vor Man-In-The-Middle-Boxen

  4. Datenrate

    Facebook und Nokia bringen Seekabel ans Limit

  5. Grafikkarte

    Zotac will die schnellste Geforce GTX 1080 Ti stellen

  6. Ab 2018

    Cebit findet künftig im Sommer statt

  7. Google

    Maps erlaubt Teilen des eigenen Standortes in Echtzeit

  8. Datengesetz geplant

    Halter sollen Eigentümer von Fahrzeugdaten werden

  9. Nintendo Switch

    Leitfähiger Schaumstoff löst Joy-Con-Probleme

  10. Stack Overflow

    Deutsche Entwickler fühlen sich unterbezahlt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mobile-Games-Auslese: Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Würfelkrieger und Kartendiebe für mobile Spieler

Mass Effect Andromeda im Test: Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
Mass Effect Andromeda im Test
Zwischen galaktisch gut und kosmischem Kaffeekränzchen
  1. Mass Effect Countdown für Andromeda
  2. Mass Effect 4 Ansel und Early Access für Andromeda
  3. Mass Effect Abflugtermin in die Andromedagalaxie

Live-Linux: Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware
Live-Linux
Knoppix 8.0 bringt moderne Technik für neue Hardware

  1. Re: Habs doch schon, nannte sich Google latitude

    __destruct() | 03:07

  2. Re: Betrifft alle Streamer?

    Apfelbrot | 03:03

  3. Re: Problem erkannt, Problem wiederholt.

    GenXRoad | 02:59

  4. Re: Leider alternativ-los...

    Apfelbrot | 02:59

  5. Re: Nonsense!

    Apfelbrot | 02:57


  1. 18:59

  2. 18:42

  3. 18:06

  4. 17:39

  5. 17:10

  6. 16:46

  7. 16:26

  8. 16:24


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel