Asha Sharma: Gamertag der neuen Xbox-Chefin erregt Misstrauen
Unmittelbar nach ihrer Ernennung zur Chefin der Xbox-Sparte bei Microsoft gibt es reichlich Diskussionen um Asha Sharma in der Spiele-Community. Die neue Chefin der Xbox hatte ihren Gamertag (AMRAHSAHSA) öffentlich gemacht. Damit sollte vermutlich Vertrauen bei der Kundschaft aufgebaut werden, tatsächlich passierte aber das Gegenteil.
Das liegt unter anderem daran, dass Sharma erst seit Kurzem spielt. Der allererste freigeschaltete Erfolg stammt vom 15. Januar 2026 in Halo – The Master Chief Collection. Vermutlich fällt dies zeitlich mit ihrer Bereitschaft zusammen, den Posten bei Microsoft Gaming zu übernehmen.
In den Wochen danach sammelte sie zügig Gamerscore, allerdings mit klar erkennbarem Muster. Mehrere hauseigene Spiele wie Call of Duty, Diablo 4 oder auch Keeper wurden offenbar gestartet, Erfolge sind dort jedoch nicht verzeichnet.
Dagegen stehen zwei Titel mit jeweils 100 Prozent Abschluss: der Indie-Klassiker Firewatch sowie das minimalistische Aufbauspiel Townscaper. Weitere kurz angespielte Spiele sind unter anderem Forza Horizon 5, Halo Infinite, Borderlands 2 und Fallout 76.
Auf X nannte Sharma(öffnet im neuen Fenster) zudem Halo, Valheim und Golden Eye (007-Actionspiel für die Nintendo 64) als ihre ewigen Favoriten. Das ist eine fast schon zu perfekte Liste aus Blockbuster, Indiegame und Retroklassiker – bei vielen Spielern weckt das erkennbar eher Misstrauen.
Vorgänger Spencer hat laut Gamertag extrem viel gespielt
Überhaupt wirkt das Profil von Sharma wie bewusst kuratiert: ein paar große Marken aus dem eigenen Haus, zwei Indietitel mit 100-Prozent-Quote und dazu öffentlichkeitswirksame Lieblingsspiele. In sozialen Netzwerken ist entsprechend von einem "aufgebauten Gamer-Lebenslauf" die Rede. Konkrete Belege für eine Inszenierung gibt es nicht, doch die Skepsis ist spürbar und wird intensiv diskutiert.
Verstärkt wird das Misstrauen durch Sharmas bisherigen Karriereweg. Sie war zuletzt President of CoreAI Product bei Microsoft, davor unter anderem bei Meta und The Home Depot. 2011 startete sie im Marketing bei Microsoft, keine ihrer Stationen dauerte länger als vier Jahre, meist folgte rasch der nächste Karriereschritt nach oben. Eine klassische Spiele- oder Studio-Laufbahn fehlt.

Der Kontrast zu ihrem Vorgänger Phil Spencer fällt entsprechend deutlich aus. Sein öffentliches Profil dokumentierte über viele Jahre hinweg hohe Spielzeiten – teils in für einen Top-Manager extremem Umfang , etwa beim Dauerbrenner Vampire Survivors.
Ob Gamer-Credibility tatsächlich Voraussetzung für die Führung einer milliardenschweren Sparte ist, bleibt offen. Klar ist jedoch: In einer Branche, in der Authentizität und Nähe zur Community hoch bewertet werden, kann selbst ein Gamertag zur Vertrauensfrage werden.
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