Asgardia: Die Weltraumnation für jeden

Igor Ashurbeiyli(öffnet im neuen Fenster) ist Forscher, Geschäftsmann und Gründer des Aerospace International Research Center(öffnet im neuen Fenster) in Österreich. Das neueste Projekt des gebürtigen Aserbaidschaners geht noch höher hinaus. Er will eine Weltraumnation gründen. Wer der Nation beitreten will, braucht aber kein eigenes Raumschiff: Es reicht aus, ein kurzes Formular auszufüllen(öffnet im neuen Fenster) . Die neue Nation soll in Form eines Satelliten im Erdorbit existieren, während die menschlichen Angehörigen der Nation vollständig auf der Erde verbleiben.
Der Satellit soll symbolträchtig 60 Jahre nach dem Start von Sputnik im Jahr 2017 gestartet werden. In einem Interview mit dem Guardian(öffnet im neuen Fenster) gab Ashurbeiyli als erstes Ziel an, wenigstens 100.000 Unterstützer bekommen zu wollen. Das ist die Mindestzahl von Personen, die nötig ist, um bei den Vereinten Nationen eine Petition zur Anerkennung als eigene Nation einzureichen.
Das Land Asgardia soll eine unabhängige Plattform, frei von den Zwängen und Beschränkungen der Gesetze der Länder auf dem Boden sein. Mit dem Versprechen der Unabhängigkeit von der Gesetzgebung anderer Länder erinnert Asgardia damit an selbsterklärte Mikronationen wie das Fürstentum Sealand(öffnet im neuen Fenster) auf einer ehemaligen Seefestung vor der britischen Küste. Mit dem großen Unterschied, dass niemand den Satelliten als einziges beanspruchtes Territorium tatsächlich besuchen oder bewohnen kann. Dafür ist die Zahl der selbsterklärten Einwohner mit über 30.000 Registrierungen schon recht groß.
Zur Erschaffung der Flagge, des Wappens und der Hymne der neuen Nation wird auf der Webseite ein Wettbewerb abgehalten(öffnet im neuen Fenster) . Benannt ist die Nation übrigens nach Asgard(öffnet im neuen Fenster) , dem Sitz der Götter in der nordischen Mythologie.