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Asana-Gründer im Gespräch: "Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"

Asana ist aktuell recht erfolgreich im Bereich Business-Software - zahlreiche große Unternehmen arbeiten mit der Organisationssuite. Für Mitgründer Justin Rosenstein geht es aber nicht nur ums Geld, sondern auch um die Unternehmenskultur - nicht nur bei Asana selbst.

Ein Interview von veröffentlicht am
Asana-Gründer Justin Rosenstein
Asana-Gründer Justin Rosenstein (Bild: Asana)

Tech-Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley haben den Ruf, ihren Mitarbeitern häufig eine Menge Extras zu bieten. Dazu zählen nicht nur Geld, sondern auch frisches Obst, kostenlose Getränke, Mittagessen, Fitness-Center und andere Freizeitaktivitäten. Google hat beispielsweise nicht nur Räume mit Spielkonsolen und Tischtennisplatten eingerichtet, sondern auch mehrere Cricket-Plätze direkt in Mountain View bauen lassen - viele der Mitarbeiter kommen schließlich aus Indien und können so ihrem Nationalsport frönen.

Inhalt:
  1. Asana-Gründer im Gespräch: "Die Konkurrenz wird es schwer haben, zu uns aufzuschließen"
  2. Entscheidungen durch Experten, nicht zwingenderweise durch Vorgesetzte
  3. Wertekanon so wichtig wie die erste Code Base

Derartige Extras machen einen Arbeitsplatz natürlich sehr viel angenehmer und dürften die Mitarbeiter in vielen Fällen zu mehr Leistung anspornen. An der eigentlichen Unternehmensstruktur ändern sie aber nicht zwingenderweise etwas - also am Managementsystem, wo die Entscheidungskette hierarchisch aufgebaut ist, oftmals auch unabhängig vom Kenntnisstand. Genau das möchte Justin Rosenstein, Mitbegründer von Asana, ändern.

Asana ist 1,5 Milliarden US-Dollar wert

Asana ist Anbieter einer gleichnamigen Business-Software, mit der Unternehmen ihre Arbeit organisieren können. In Asana können Aufgaben verteilt und Deadlines gesetzt werden, zudem können Teams über ihre gemeinsame Arbeit kommunizieren. Asana ist Ende 2018 nach der bereits zweiten erfolgreichen Finanzierungsrunde in dem Jahr mit 1,5 Milliarden US-Dollar bewertet worden. Zu den Kunden zählen unter anderem IBM, Uber, Viessmann und der Brauereikonzern AB-InBev.

Bei unserem Gespräch am Rande der Slush-Konferenz wirkt Rosenstein trotz Jetlag und zahlreichen Terminen entspannt. "Derartige finanzielle Meilensteine sind für uns natürlich gut und ermunternd, für uns ist das Geld aber nur ein Mittel, unser langfristiges Ziel zu erreichen", erklärt uns Rosenstein. Dieses Ziel ist eine inklusive Unternehmenskultur, in der sich jeder Mitarbeiter wohlfühlt und auf diese Weise seine bestmögliche Leistung abrufen kann. Eine Kultur, in der Entscheidungen nicht zwingenderweise von oben herab diktiert werden, sondern sie im Zweifel von demjenigen Mitarbeiter getroffen wird, der vom Thema die meiste Ahnung hat.

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"Eine Menge Leute denken an Boni und Zusatzleistungen, wenn sie an einen großartigen Arbeitsplatz denken. Wir denken, dass es vor allem um Unternehmenskultur geht. Diese Unternehmenskultur ist der Wettbewerbsvorteil von Asana", sagt Rosenstein. Bei Asana gibt es auch Fruchtkörbe, Fitnessgeräte, bequeme Sessel und einen Koch, der zwei Mal am Tag Bio-Mahlzeiten kocht. Darüber hinaus unterscheidet sich das Unternehmen aber in der Organisationsstruktur und in den Werten von anderen Unternehmen.

Baum statt Pyramide

"Während die meisten Unternehmen ihren CEO an die Spitze setzen, setzen wir ihn in unserem Unternehmensdiagramm nach unten. Von da aus geht es wie ein Baum nach oben: Die Früchte sind die Angestellten, die die eigentliche Arbeit machen, und die Zweige die Manager, die die Struktur tragen", erklärt Rosenstein. Asanas Mitgründer Dustin Moskovitz ist dafür bekannt, ein Meeting auch mal zu verlassen, um die Angestellten ein Problem ohne seinen Einfluss lösen zu lassen - und das Ergebnis auch dann zu akzeptieren, wenn es nicht mit dem übereinstimmt, zu dem er gekommen ist.

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Entscheidungen durch Experten, nicht zwingenderweise durch Vorgesetzte 
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Anonymer Nutzer 12. Feb 2019

hat doch nichts mit sozialismus zu tun, ich will attraktion, das heisst spannende...

berritorre 11. Feb 2019

+1

berritorre 11. Feb 2019

Mir geht es auch nicht unbedingt um die 7 Euro im Monat, ich fand den Sprung einfach...

devarni 08. Feb 2019

Es gibt mittlerweile schon Tools die auf der Überholspur sind und das in jeglicher...

User_x 08. Feb 2019

Jira ist geduldig. Wird es nicht ausreichend gepflegt, herrscht auch da das Chaos, bzw...


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