Asahi Linux: Linux-GPU-Treiber für Apple M1 startet Desktop und Apps

Nach nur wenigen Tagen zeigt der freie Linux-GPU-Treiber für Apple Silicon beeindruckende Ergebnisse. Ein überraschender Hack macht es möglich.

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Der Linux-GPU-Treiber von Asahi Linux macht schnelle Erfolge.
Der Linux-GPU-Treiber von Asahi Linux macht schnelle Erfolge. (Bild: Asahi Linux/CC-BY-SA 4.0)

Erst seit wenigen Tagen ist der Linux-DRM-Treiber (Direct Rendering Manager) für die auch als AGX bezeichnete GPU in Apples M1-SoC verfügbar. Das für die Entwicklung zuständige Team von Asahi Linux, das einen Linux-Port auf die neuen Macs mit dem sogenannten Apple-Silicon-SoC anstrebt, berichtet nun von überraschend schnellen Erfolgen.

So kann mit Hilfe des Treibers der Linux-Desktop der Gnome-Shell in einer Wayland-Session dargestellt werden. Hinzu kommen zahlreiche Anwendungen wie etwa der Dateimanager aus der KDE-Community, der Firefox-Browser oder auch das Spiel Neverball. Selbst die Darstellung eines Videos in Youtube ist mit dem Browser inzwischen möglich, was die weit fortgeschrittenen Fähigkeiten der Arbeiten in Bezug auf das Rendering und Compositing beweist. Die Darstellung wirkt dabei auch flüssig. Gezeigt werden diese Fähigkeiten in einem kurzen Youtube-Stream.

Zur Vorstellung des Treibers hieß es noch vorsichtig optimistisch, dass damit wohl schon bald ein Desktop gestartet werden könnte. Die Arbeiten gingen nun wohl doch schneller als erwartet. Der Treiber wird in Rust erstellt und als Begründung für den schnellen Fortschritt heißt es auf Twitter: "Die Magie von Rust".

Dass dies aber möglich ist, liegt an einem Hack. Dieser ist als Workaround für einen Fehler im Zusammenhang mit dem TLB gedacht. Der Treiber schaltet schlicht nach jedem einzelnen gerenderten Frame die GPU aus und dann wieder an, dadurch wird der Cache geleert. Das umgeht nicht nur den Fehler, sondern ist auch schnell genug, um damit doch noch den kompletten Desktop anzuzeigen. Die Idee wird in dem Youtube-Stream unter anderem als "dumm" oder "verflucht" bezeichnet, führt aber letztlich zum beschriebenen Erfolg.

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