Asahi Linux: Linux-GPU-Treiber für Apple M1 erstmals verfügbar

Der Linux-Kernel-Treiber für die GPU aus Apples M1 nutzt Rust und das Team ist kurz davor, einen kompletten Desktop starten zu können.

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Der GPU-Treiber von Asahi Linux macht große Fortschritte.
Der GPU-Treiber von Asahi Linux macht große Fortschritte. (Bild: Asahi Linux/CC-BY-SA 4.0)

Das Asahi-Linux-Projekt, das einen Linux-Port auf die neuen Macs mit dem sogenannten Apple-Silicon-SoC anstrebt, hat einen Linux-Kernel-Treiber für die auch als AGX bezeichnete GPU in Apples M1-SoC veröffentlicht. Der DRM-Treiber (Direct Rendering Manager) ist dabei in Rust geschrieben und könnte einer der ersten neuen Treiber im Linux-Kernel werden, der nicht in C geschrieben ist, sondern in Rust.

Die Funktionsfähigkeit des derzeit noch eher rudimentären DRM-Treibers für die GPU demonstriert das Team mit der Darstellung der Beispielanwendung Kmscube, die direkt auf die Rendering-Infrastruktur des Linux-Kernels zugreift und ohne einen Compositor auskommt. Zur initialen Ankündigung hieß es, dass die Grafikausgabe bisher noch nicht via HDMI möglich sei. Das sei auf die Interaktion zwischen den Treibern für das Rendering und die eigentliche Darstellung zurückzuführen.

Darüber hinaus soll der Treiber-Code auch schon bald den standardmäßig von Asahi Linux genutzten Desktop KDE Plasma starten können, der zwingend eine 3D-Beschleunigung voraussetzt. Noch stürzen Treiber und GPU dabei zwar ab, allerdings erst nachdem bereits einige Teile der Darstellung gerendert und in den Framebuffer geschrieben wurden. Die Arbeiten an dem Treiber könnten entsprechend schnelle Fortschritte machen.

Die Arbeiten zur Unterstützung der GPU teilte das Asahi-Linux-Projekt bisher auf Kernel- und Userspace auf. Zur schnelleren Umsetzung baut der 3D-Userspace-Treiber bisher noch auf dem proprietären MacOS-Kernel-Treiber von Apple auf. Mit Hilfe des DRM-Treibers für den Linux-Kernel erscheint nun aber endlich eine Kombination der beiden Treiber und ein vollständig freier Grafikstack möglich. Bis zur vollständigen Einsatzreife könnte es aber noch Jahre dauern.

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