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Asahi Linux: Initaler M1-Support landet im Linux-Kernel

Rechner mit Apples M1-CPU können bald stabil mit Linux genutzt werden. Das Projekt hat dafür einen wichtigen Schritt umgesetzt.
/ Sebastian Grüner
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Der initiale M1-Support ist im Linux-Kernel eingepflegt. (Bild: Nick, flickr.com)
Der initiale M1-Support ist im Linux-Kernel eingepflegt. Bild: Nick, flickr.com / CC-BY 2.0

Der erste Support-Code für Apples ARM-CPU M1 ist in den SoC-Zweig des Linux-Kernel eingepflegt(öffnet im neuen Fenster) worden. Damit könnte die initiale Unterstützung für das sogenannte Apple Silicon bereits mit Linux-Kernel-Version 5.13 erscheinen. Das berichtet das für den Port und den Großteil der Upstream-Arbeiten zuständige Asahi-Linux-Projekt auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) .

Bereits zur Veröffentlichung der ersten Patches vor rund zwei Monaten plante das Team mit einer Veröffentlichung in Linux 5.13. Nach der Ankündigung Ende vergangenen Jahres haben die Arbeiten an dem Port durch das Asahi-Projekt zu Beginn des Jahres 2021 begonnen .

Der eingepflegte Code umfasst bisher lediglich die Unterstützung für eine serielle Konsole sowie für die Nutzung des Framebuffers. Andere Treiber fehlen laut Asahi Linux noch. Begründet wird dies mit der selbst gewählten Upstream-First-Richtlinie, die als ungewöhnlich für die sonst üblichen Linux-Portierungen auf neue SoCs beschrieben wird.

Konkret bedeutet dies, dass Hauptentwickler Hector Martin zusammen mit seinen Mitstreitern den Code der Portierung nicht erst in einem eigenen Fork vollendet. Vielmehr sollen die Arbeiten möglichst früh in den Hauptzweig des Linux-Kernel integriert werden. Das verbessert die Code-Qualität und reduziert die gesamte notwendige Arbeit, da sich die einzelnen Teile von Anfang an einfacher in der Hauptzweig integrieren lassen.

Der nun aufgenommene Code war laut Asahi Linux relativ umfangreich und wird als "Pipeline-Blocker" beschrieben. Künftige Arbeiten ließen sich aber deutlich einfacher in kleinere Bestandteile aufteilen und parallel zueinander in den Hauptzweig eingepflegn, so dass die Entwicklung künftig schneller gehen könnte. Hauptentwickler Martin beschreibt den nun vollzogenen Schritt(öffnet im neuen Fenster) als den wohl schwierigsten der gesamten Entwicklung, abgesehen vom Reverse-Engineering der GPU.


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