Artik: Samsung stellt Bastelcomputer-Serie vor

Samsung versucht, sich mit einer eigenen Hardwareplattform für Bastler und Startups im Internet of Things zu etablieren. Trotz des Arduino-Certified-Labels hat die Hardware aber mit dem Arduino wenig gemeinsam.

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Artik 10
Artik 10 (Bild: Samsung)

Artik umfasst eine Serie von drei kleinen Modulen, die jeweils vollständige Rechner darstellen. Allerdings benötigen sie noch entsprechende Breakout-Boards, um auch alle Anschlüsse bereitstellen zu können. Das Konzept ist mit dem Intel Edison vergleichbar. Samsung hat die Serie auf der Internet of Things World in San Francisco vorgestellt. Als Zielgruppe sieht das Unternehmen Hobbybastler wie auch professionelle Hardwarebauer.

  • Artik-1-Modul (Bilder: Samsung)
  • Artik-5-Modul
  • Artik-10-Modul
  • Artik-10-Modul auf dem Referenzboard, das als Breakout dient und ...
  • ... merkwürdigerweise noch ein weiteres Debug-Board für serielle Zugriffe benötigt.
Artik-1-Modul (Bilder: Samsung)

Unterschiedliche Hardware für unterschiedliche Aufgaben

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Der Artik 1 ist gerade einmal 12 x 12 mm groß. Auf ihm befindet sich ein nicht näher bezeichneter Prozessor mit zwei identischen MIPS-S32-Kernen, die aber mit unterschiedlicher Taktfrequenz laufen: 250 MHz und 80 MHz. Der Arbeitsspeicher beträgt 1 MByte, der verbaute Flash-Speicher ist 4 MByte groß. Die integrierte, ebenfalls nicht näher benannte Grafiklösung soll eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln (WVGA) unterstützen. Kontakt zur Außenwelt kann der Artik 1 per Bluetooth Low Energy aufnehmen. Dazu kommt ein Gyroskopsensor. Aussagen zu weiteren Schnittstellen und zu GPIO-Fähigkeiten fehlen derzeit. Als Basissoftware läuft auf dem Modul das Embedded-Betriebssystem Nucleus OS. Laut Samsung soll das Modul mit einer Knopfzelle mehrere Wochen durchhalten.

Deutlich leistungsfähiger ist der Artik 5, allerdings ist er mit 29 x 25 mm etwas größer. Als Prozessor kommt ein ebenfalls nicht näher bezeichneter ARM-A7-Prozessor mit zwei Kernen zum Einsatz, getaktet mit 1 GHz. Als Grafikprozessor ist eine Mali 400 MP2 integriert. Der Arbeitsspeicher umfasst 512 MByte. Der Flash-Speicher ist 4 GByte groß. Das Modul soll WLAN nach 802.11 b/g/n unterstützen, außerdem Bluetooth und Zigbee.

47 GPIO-Anschlüsse klingen zwar viel, aber nur zwei davon unterstützen PWM. Diverse Bussysteme wie I2C und SPI werden ebenfalls unterstützt. Aber auch DSI und CSI für den Anschluss eines Displays beziehungsweise einer Kamera sind zu finden. Standardmäßig soll das System unter Yocto-Linux laufen. Alternative Linux-Distributionen, aber auch Samsungs Tizen sollen ebenfalls auf dieser Plattform laufen.

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Das Topmodell ist der Artik 10. Auf das 39 x 29 mm große Modul passt ein Octacore-Prozessor: vier ARM-A15-Kerne, getaktet mit je 1,3 GHz, und vier ARM-A7-Kerne mit 1 GHz. Neben 2 GByte Arbeitsspeicher gibt es auch 16 GByte Flashspeicher. Die Grafiklösung besteht aus einer Mali-T628-MP6-GPU. Die IO-Fähigkeiten entsprechen weitgehend dem Artik 5, es kommen hauptsächlich USB-Anschlüsse hinzu. Auch hier soll Yocto als Standardbetriebssystem laufen. Merkwürdigerweise besitzt das Referenzboard für den Artik 10 einen Ethernet-Anschluss, auf dem Datenblatt zum Modul ist dazu nichts zu finden.

Programmieren per Arduino IDE

Samsung beteiligt sich mit den Artik-Modulen am Arduino-Certified-Programm. Die Programmierung der Module soll daher auch per Arduino IDE und den entsprechenden Bibliotheken möglich sein. In der Praxis dürften aber die von den Arduino-Boards abweichenden GPIO-Fähigkeiten und deren Eigenschaften die Übernahme bestehender Sketches oder gar Hardware einschränken. Die Programmierung mit klassischen Werkzeugen bleibt aber davon unbenommen.

Preise und Verfügbarkeit

Genaue Preise wurden noch nicht bekanntgegeben. Das Artik-1-Modul soll ungefähr 10 US-Dollar kosten, das Artik-10-Modul circa 100 US-Dollar. Dazu kommen aber noch die Kosten für ein entsprechendes Breakout-Board. Samsung selbst demonstriert ein Referenzboard, allerdings ohne weitere Informationen. Da die Module anscheinend untereinander nicht anschlusskompatibel sind, wird es wohl vermutlich auch verschiedene Referenzboards geben.

Interessenten können sich bis zum 31. Mai für ein Alpha-Entwickler-Programm registrieren, um die Hardware zu bekommen. Wann die Hardware im regulären Handel verfügbar sein wird, ist noch nicht bekannt.

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Atalanttore 17. Mai 2015

Siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Nucleus_RTOS

kernkraftzwerg 14. Mai 2015

Hau doch mal nicht alles in einen Topf! Gerade beim Raspberry Pi sind alle Treiber Open...

kernkraftzwerg 14. Mai 2015

Ich frag mich immer, warum niemand die internen Pull-ups der Raspi-GPIO verwendet. Mein...



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