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Technik, Verfügbarkeit und Fazit

Für die gebotene in 3D gehaltene Optik läuft das Spiel eher mäßig. Artifact fordert primär die GPU, während der Prozessor kaum belastet wird. Bereits auf einem Macbook Pro mit 2,2 GHz Intel Core i7-CPU (Iris Pro 1536 MB) und 16 GByte Arbeitsspeicher kommt es daher zu starken Rucklern. Sofern eine dedizierte externe GPU wie die Nvidia Geforce 960 oder AMDs Radeon 480 zum Einsatz kommt, ist flüssiges Spielen möglich.

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Verwunderlich ist, dass bereits zum Start von Artifact in einigen Partien nicht genügend Platz für die Karten auf dem Spielfeld vorhanden ist. Häufig müssen wir, egal in welcher Auflösung wir spielen, nach links und rechts auf dem virtuellen Tisch scrollen, um alle Kreaturen im Blick zu behalten. Das ist suboptimal. Ähnlich verwirrend ist Valves Ansatz, wie ein Zauberspruch ausgespielt wird, manchmal ist es ein Klick und Ziehen der Maus mit gehaltenem Mauszeiger, andere Male ein simpler Klick. Auch der Doppelklick, um die Details der Karten anzusehen lenkt mit dem Vollbild-Overlay vom Spielgeschehen ab.

Verfügbarkeit

Artifact ist seit dem 28. November 2018 erhältlich und kostet als Grundspiel 20 Euro. Das bringt dem Käufer zwei vorgefertigte Decks, 10 Boosterpackungen und fünf Tickets für Draft-Turniere. Weitere Tickets, Boosterpackungen oder eben die Einzelkarten im Steam-Shop kosten zusätzlich. Valve erhebt eine Transaktionsgebühr von bis zu 15 Prozent bei jedem Spielergeschäft. Das Sammelkartenspiel ist in mehreren Sprachen verfügbar, die Sprachausgabe bleibt aber stets auf Englisch. Wie viele andere Spiele von Valve ist auch Artifact auf Windows, Mac OS und Linux (Steam OS) spielbar.

Parallel werden bei Valve iOS- und Android-Versionen von Artifact entwickelt.

Fazit

Man muss nicht groß drumrumreden: Das neue digitale Kartenspiel Artifact von Valve und Magic-The-Gathering-Erfinder Richard Garfield wurde gewinnorientiert designt. Das Grundspiel, die Boosterpackungen, Tickets für Draft-Turniere mit Belohnungen oder die Einzelkarten selbst - alles kostet den Spieler Geld. Blizzard und Wizards of the Coast zeigen mit Hearthstone und Magic The Gathering Arena, dass das auch anders geht, nämlich mit einer fiktiven Zweitwährung, die man sich durch Spielzeit verdient. Natürlich ist das eine Grundsatzentscheidung, welchen Weg man als Spieler präferiert.

Das Spiel selbst fällt durch seine Komplexität und das Alleinstellungsmerkmal der drei Spielfelder positiv auf. Die neue Spielidee haben die Entwickler eher sehr gelungen umgesetzt. Uns gefallen aber die zufälligen Positionen der Helden und Creeps auf dem Spielfeld nicht. Gepaart mit dem zufälligen Ziehen der Handkarten entgleiten auf diese Weise selbst sichere Siege plötzlich und unverdient. Die allgemeine Bedienung und der Spieleinstieg sind ebenfalls nicht optimal gelöst.

Auf technischer Seite bietet Artifact ein paar nette Animationen und schöne Artworks aus dem Dota-Universum. Wir finden aber, dass auch hier mehr möglich gewesen wäre, zum Beispiel abwechslungsreichere Spielfelder und dreidimensionale Spielfiguren. Gemessen an den Standards von Dota 2 wirkt es zudem befremdlich, dass in Artifact ein paar lieb gewonnnene Helden schlicht schwächer und nutzloser sind als andere. Die sonstigen Parallelen zwischen der Echtzeitstrategispiel-Vorlage und dem Sammelkartenspiel sind pauschal gesehen schön geworden.

Insgesamt raten wir selbst Freunden von Sammelkartenspielen erst einmal dazu abzuwarten, bis Valve weitere Patches und Balance-Anpassungen vorgenommen hat. Außerdem wird es interessant sein zu sehen, wie sich die Preise auf dem Markt entwickeln. In der aktuellen Form wirkt Artifact zusammengewürfelt. In Hearthstone oder Magic The Gathering Arena hatten wir nicht weniger Spaß, nur deutlich schneller überhaupt welchen.

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 Sammelkartenspiel mit Zufall und Ka-Ching
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Lord Gamma 01. Dez 2018

Das ist dennoch eine Variante von Pay2Win, und sogar eine besonders direkte Form von...

Lumumba 30. Nov 2018

Ich denke mal es wird eine Traderscene wie bei TF2 entstehen die mit Artifact sehr viel...

Lumumba 30. Nov 2018

Ja aber bis auf Macs betrifft diese Problem ja niemanden. Da fast alle normalen Laptops...

Lonser 30. Nov 2018

Hey, danke für eure Antworten. Es stimmt, ich kenne mich auf dem Gebiet des Marketings...

quineloe 29. Nov 2018

und bei Starcraft musst du gar nichts kaufen und kannst auf jedem Niveau mitspielen.


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