Artifact: Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
Das Sammelkartenspiel Artifact erscheint zwar offiziell erst am 28. November 2018, aber inzwischen gibt es immer mehr Betatester und Gamer mit Vorabzugang – und sie dürfen sich nach Ablauf der Sperrfristen nun öffentlich zu dem Programm äußern. Neben Lob für das eigentliche Spiel gibt es auffällig viel Kritik an der Monetarisierung.
In einem Forum auf Reddit beschwert sich ein Nutzer(öffnet im neuen Fenster) : "Um Karten zu erhalten, müsst ihr 2 US-Dollar für ein Kartenset bezahlen, auf dem Markt kaufen oder im Expertenmodus spielen." Für den Expertenmodus sei aber jedes Mal der Kauf eines Tickets nötig, das einen US-Dollar koste.

Auf die vielen ähnlichen Beschwerden in Foren hat Valve inzwischen in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) reagiert und ein paar Veränderungen versprochen, die in den nächsten Versionen umgesetzt werden sollen. Dann gelangen Spieler an die Tickets auch, indem sie nicht gewollte Karten – etwa doppelte – in eines der Tickets umwandeln. Außerdem soll es möglich sein, die Expertenpartien kostenlos in einem Modus namens Phantomdraft zu üben.

Valve hat relativ früh darauf hingewiesen, dass Artifact anders als etwa Hearthstone von Blizzard nicht kostenlos spielbar sein wird. Das Basisset enthält über 280 Karten mit 44 Helden, für rund 18 Euro erhalten Spieler zwei Basisdecks aus jeweils zufällig zusammengestellten 54 Karten. Zwölf weitere Karten kosten jeweils knapp 2 Euro. Es wird trotz der nun angekündigten Verbesserungen nicht möglich sein, neue Karten durch Grinding – also viele gewonnene Partien – zu erhalten.
Artifact ist in einem eher düsteren Fantasyszenario angesiedelt, das thematisch auf Dota 2 basiert. Für das Spieldesign ist Richard Garfield zuständig, der das erste Sammelkartenspiel überhaupt geschaffen hat, nämlich den Klassiker Magic: The Gathering. In den vergangenen Jahren hat Garfield weitere Karten- und Brettspiele entworfen, darunter das Star Wars Trading Card Game. Die deutsche Version von Artifact enthält übersetzte Bildschirmtexte und Untertitel, die Sprachausgabe wird allerdings nur in Englisch erfolgen.
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