Private Unternehmen sollen die Mondlandung übernehmen

Artemis-2 soll der erste Testflug mit Besatzung im Jahr 2022 sein. Die Mission Artemis-3 ist bereits die erste Landung auf dem Mond im Jahr 2024. Alle anderen Aufgaben sollen von kommerziellen Anbietern und Raketen übernommen werden. Im Rahmen der Commercial Lunar Payload Services (CLPS), zu denen auch Blue Moon gehört, sollen Nutzlasten auf dem Mond abgesetzt werden, um die Oberfläche zu erforschen und die Landung vorzubereiten. Bridenstine sprach von einem Landerservice, bei dem sich die Nasa das Recht vorbehält, den Lander nach der Landung zu kaufen und zu übernehmen.

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Auch Entwurf und Bau des Mini-Hab sollen an private Unternehmen abgegeben werden. Der erste Teil dieses Auftrags umfasst das Antriebs- und Stromversorgungsmodul, das neben 50-kW-Solarzellen auch mit einem leistungsstarken Ionentriebwerk ausgestattet werden soll. Der Vertrag ging für 375 Millionen US-Dollar an Space Systems Loral (SSL). Der Aktienkurs des Mutterkonzerns Maxar stieg kurz darauf über 20 Prozent. Das Modul soll mit einer privaten Rakete gestartet werden. Beobachter vermuten dahinter die New Glenn von Blue Origin.

Erfahrener Satellitenbauer baut Antriebssektion

Bei der Bewerbung verlangten Northrop-Grumman, Boeing, Sierra Nevada Corporation und Lockheed-Martin jeweils 200 bis 400 Millionen US-Dollar mehr. SSL ist im Gegensatz zu den Konkurrenten ein spezialisierter Satellitenbauer. Die Firma baute bereits 1960 den ersten aktiven Relaissatelliten der Welt. Diese Erfahrung ist ein großer Vorteil, denn das Modul entspricht in Funktion und Anforderungen weitgehend einem geostationären Satelliten, ohne die Antennen und die Transceiver zur Breitbandkommunikation.

Der Landeservice soll aus drei Teilen bestehen und von kommerziellen Anbietern kommen. Das umfasst ein Transferfahrzeug für den Flug zwischen Gateway und Mond, denn das Gateway soll in relativ großer Entfernung vom Mond stationiert werden. Hinzu kommen die Lande- und Aufstiegseinheit. Vertragspartner wurden dafür noch nicht ausgewählt. Es ist fraglich, ob Jeff Bezos Mondlander Blue Moon bis 2024 fertiggestellt, getestet und für den Transport von Menschen qualifiziert ist.

Mondfahrt statt Studentenkredite

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Bei all dem betonte Jim Bridenstine den Führungsanspruch der USA - zur Unzufriedenheit der europäischen Partner. Auch die langfristige Finanzierung der Mondpläne ist unklar. Bridenstine sagte zwar, dass kein Geld wissenschaftlicher Missionen für die Mondlandung gekürzt werden solle, aber das vorgeschlagene Nasa-Budget sieht Kürzungen bei der Wissenschaft vor.

Ebenso sagte der Nasa-Chef, dass die 1,6 Milliarden US-Dollar für das Mondprogramm im Jahr 2020 "keinen Teil der Nasa kannibalisiert." Im Prinzip stimmt das. Allerdings wurden die Mittel für die Pell Grants, ein US-Programm für Studentenkredite, gleichzeitig um 1,6 Milliarden US-Dollar zusammengestrichen. Erst bis 2028, nach dem Ende von Trumps Amtszeit, soll nach dem vorliegenden Plan ein nachhaltiges Programm zustandekommen, mit Beteiligung ausländischer Partner, langfristigen Missionen, Operationen wiederverwendbarer Mondlander und dem Ausbau des Lunar Gateway als Treibstoffdepot und Raumstation im tiefen Weltall.

Dann sollen auch Techniken zum besseren Umgang mit dem Mondstaub entwickelt werden und zum Ausheben von Baugruben zur Konstruktion von Gebäuden, genauso wie zur dauerhaften Stromversorgung. Die ersten Landungen sollen in der Nähe des Südpols erfolgen, wo mehrere Hundert Millionen Tonnen Wassereis entdeckt wurden. Das entspricht lediglich einem Hundertstel der Wassermenge im Bodensee.

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 Artemis: US-Mondmission hat Antrieb, aber keine Führung
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Daem 31. Mai 2019

Das sind alles Gründe, um auf dem Mond zu landen und eine Basis zu bauen. Aber kein...

Eheran 30. Mai 2019

Man kann auch so argumentieren: Wenn du den Leuten sagst, dass es schon zu spät ist und...

Trollversteher 29. Mai 2019

Du meinst, viele Trump Anhänger waren böse überrascht, als Sie bemerkten, dass sie von...

Lorphos 29. Mai 2019

Dass es völlig illusorisch sein dürfte den Kongress dazu zu gewinnen das Studenkredit...



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