Artemis: Trump will Nasa-Budget für die Mondlandung aufstocken

In fünf Jahren sollen wieder US-Astronauten auf dem Mond landen. Das ehrgeizige Unterfangen kostet viel Geld. US-Präsident Donald Trump fordert vom Kongress, dass dieser der Nasa für das kommende Jahr zusätzlich mehr als anderthalb Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellt.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Mondprojekt Artemis kostet sechs bis acht Milliarden US-Dollar pro Jahr bis 2024 (Symbolbild).
Das Mondprojekt Artemis kostet sechs bis acht Milliarden US-Dollar pro Jahr bis 2024 (Symbolbild). (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

US-Präsident Donald Trump will den Etat der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) aufstocken, um in fünf Jahren wieder eine bemannte Mission zum Mond zu starten. Der Kongress soll dafür 1,6 Milliarden US-Dollar zusätzlich bewilligen.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte im März angekündigt, dass 2024 wieder US-Astronauten zum Mond fliegen sollen. Die Planungen der Nasa sahen die Rückkehr zum Mond erst für das Jahr 2028 vor. Eine bemannte Mondmission vier Jahre früher sei nur zu schaffen, wenn der Etat der Behörde für das kommende Jahr von 21 Milliarden US-Dollar auf 22,6 Milliarden US-Dollar aufgestockt werde, heißt es in einem Dokument der Nasa.

Trump verkündete per Twitter, dass er den von der Nasa verlangten Betrag in seinen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr aufnehmen werde, damit die USA "ganz groß" in den Weltraum zurückkehren könnten. "Unter meiner Regierung werden wir die alte Größe der Nasa wiederherstellen und zum Mond zurückkehren, danach zum Mars", twitterte er.

Das neue Mondprogramm hat bereits einen Namen bekommen: Artemis, die griechische Göttin der Jagd, des Waldes und des Mondes und die Zwillingsschwester von Apollo, dem Namensgeber des ersten US-Mondprogramms. Fest steht zudem, dass im Rahmen von Artemis erstmals eine Frau auf den Mond fliegen soll.

Artemis wird eine kostspielige Angelegenheit: Nasa-Direktor Jim Bridenstine bezeichnete die 1,6 Milliarden US-Dollar als einen Vorschuss. Das sei für den Anfang eine gute Summe. "In den kommenden Jahren werden wir zusätzliche Mittel benötigen", sagte er in einer Pressekonferenz. Wie viel genau, dazu wollte er sich nicht äußern.

Das US-Onlinemagazin Ars Technica erfuhr von zwei Informanten, dass die Nasa davon ausgeht, dass sie für das Mondprogramm bis 2024 im Jahr sechs bis acht Milliarden US-Dollar benötige. Dafür muss unter anderem eine Landefähre entwickelt werden, die die Astronauten auf den Mond bringt.

Mit Artemis eröffnet die US-Regierung einen neuen Wettlauf zum Mond. Gegner dieses Mal ist China. Das Land hat Anfang des Jahres ein Landefahrzeug auf der Rückseite des Mondes gelandet. Es wolle "zur weltweit führenden Raumfahrtnation werden", sagte Pence in seiner Rede im März.

Darin kritisierte er auch die "bürokratische Trägheit" der Nasa, die beispielsweise die Entwicklung des Space Launch System (SLS) verzögere. Es gebe kein Alternative zu einer Mondlandung in fünf Jahren: "Wenn die Nasa jetzt nicht in der Lage ist, in fünf Jahren amerikanische Astronauten auf den Mond zu bringen, dann müssen wir die Organisation ändern, nicht die Mission."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bombinho 16. Mai 2019

Frau Merkel wuerde ich in dieser Liste nicht sehen. Die CDU und ihre Positionierung an...

Daem 15. Mai 2019

Warum soll man wieder auf den Mond? Rohstoffe sammeln? Forschung betreiben? Riesen...

cpt.dirk 15. Mai 2019

... (aber nur, wenn er die Mauer bauen darf!)

HeroFeat 15. Mai 2019

Da die NASA keine zu solch einer Mission fähige Rakete hat (SLS wird dafür wohl kaum...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streaming
Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung

Abonnenten von Netflix müssen sich in Deutschland darauf einstellen, dass das Konto gesperrt wird, falls es unerlaubt mit anderen geteilt wird.

Streaming: Netflix droht bei unerlaubtem Kontensharing mit Sperrung
Artikel
  1. Militär: China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen
    Militär
    China gelingt Durchbruch bei Abwehr von Hyperschallraketen

    Das Shanghai Institute of Mechanical and Electrical Engineering hat einen Durchbruch bei der Erforschung eines Abwehrsystems für Hyperschallwaffen erzielt.

  2. Bettina Jarasch: Grüne wollen nur noch E-Autos in der Berliner Innenstadt
    Bettina Jarasch
    Grüne wollen nur noch E-Autos in der Berliner Innenstadt

    Bettina Jarasch , die Spitzenkandidatin der Grünen in Berlin, will, dass ab 2030 nur noch Elektroautos in der Innenstadt unterwegs sind.

  3. Vor Norwegen: Seatwirl baut Windrad mit vertikaler Achse
    Vor Norwegen
    Seatwirl baut Windrad mit vertikaler Achse

    Konventionelle Windräder haben eine horizontale Achse. Das schwedische Unternehmen Seatwirl sieht gute Gründe, es anders zu machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AMD CPU kaufen, SW Jedi Survivor gratis dazu • Philips LED TV 65" 120 Hz Ambilight 999€ • KF DDR4-3600 32GB 91,89€ • Asus Mainboard 279€ • Bosch Prof. bis -55% • PCGH Cyber Week • Acer Predator 32" WQHD 170Hz 529€ • Philips Hue bis -50% • Asus Gaming-Laptops bis -25% [Werbung]
    •  /