Artemis-Programm: Die Nasa sucht neue Mondfahrer

In vier Jahren will die US-Raumfahrtbehörde Nasa Menschen auf den Mond schicken. Weitere bemannte Missionen zu anderen Himmelskörpern sollen folgen. Die Nasa sucht gerade das geeignete Personal.

Artikel veröffentlicht am ,
Apollo-12-Astronaut  Alan Bean auf dem Mond (am 19.11.1969): "unglaubliche Zeit, um Astronaut zu sein"
Apollo-12-Astronaut Alan Bean auf dem Mond (am 19.11.1969): "unglaubliche Zeit, um Astronaut zu sein" (Bild: Nasa)

Wer will zum Mond oder zum Mars fliegen? Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) sucht Raumfahrer für das Artemis-Programm. Sie sollen in diesem und im kommenden Jahrzehnt zu anderen Himmelskörpern aufbrechen.

Die Bewerbungsfrist für die neuen Astronauten läuft zwischen dem 2. und dem 31. März 2020. Voraussetzung ist ein Master-Abschluss oder die Mitarbeit in einem Doktorandenprogramm in einem sogenannten Mint-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) oder alternativ ein Abschluss in Medizin oder ein Abschluss eines national anerkannten Schulprogramms für Testpiloten. Daneben verlangt die Nasa mindestens zwei Jahre Berufserfahrung oder mindestens 1.000 Stunden Pilotenerfahrung in einem Düsenflugzeug.

Wer sich bewirbt, muss unter anderem ein zweistündiges Online-Assessment überstehen. Zudem müssen die Kandidaten ihre körperliche Fitness in einem speziellen Test nachweisen. Nachweisen müssen sie auch ihre Staatsbürgerschaft: Das Programm steht ausschließlich US-Bürgern offen. Das letzte Mal hatte die Nasa Ende 2015 Kandidaten für ihr Raumfahrtprogramm gesucht.

Aktuell kann die Nasa auf 48 aktive Astronauten zurückgreifen. Für das Artemis-Programm, in dessen Rahmen die Nasa in vier Jahren bemannt auf den Mond und in den 2030er Jahren zum Mars fliegen will, reicht das jedoch nicht aus. Mitte des kommenden Jahres will die Nasa die künftigen Astronauten auswählen. Wie viele sie ausbilden lassen will, hat sie nicht bekanntgegeben.

Unterdessen steht auch fest, was die neue Mondlandung kosten soll: Die Nasa braucht in den kommenden vier Jahren über das existierende Budget hinaus weitere 35 Milliarden US-Dollar. US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr festgelegt, dass die Mondlandung 2024 stattfinden soll, vier Jahre früher als von der Nasa geplant. Dafür war er im Parlament kritisiert worden.

Seit den 1960er Jahren hat die Nasa 350 Personen für das Astronautenprogramm ausgewählt. "Wir feiern in diesem Jahr 20 Jahre kontinuierliche Präsenz auf der Internationalen Raumstation im erdnahen Orbit, und wir sind kurz davor, bis 2024 die erste Frau und den nächsten Mann zum Mond zu schicken", sagte Nasa-Direktor Jim Bridenstine. "Für die Handvoll hoch talentierter Frauen und Männer, die wir für unser Astronautenkorps einstellen, ist es eine unglaubliche Zeit in der menschlichen Raumfahrt, um Astronaut zu sein."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
25 Jahre Grim Fandango
Toller Trip durch das Reich der Toten

Morbide und lustig: Grim Fandango war kein Erfolg und gilt trotzdem als Klassiker. Golem.de hat es erneut durchgespielt - und war wieder begeistert.
Von Andreas Altenheimer

25 Jahre Grim Fandango: Toller Trip durch das Reich der Toten
Artikel
  1. Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
    Star Wars
    Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

    Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

  2. Donald E. Knuth: 30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar
    Donald E. Knuth
    30 Jahre Weihnachtsvorlesungen frei verfügbar

    Ein bisschen theoretische Informatik, Algorithmen oder Mathematik zu Weihnachten? Wer das mag, kann nun sogar alle Vorlesungen hintereinander ansehen.

  3. Autonomes Fahren: Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt
    Autonomes Fahren
    Im Märzen der Bauer den Roboter einspannt

    Landmaschinen ohne Fahrer, Traktoren, die mit Gesten gesteuert werden - autonome Systeme sollen in der Landwirtschaft gleich mehrere Probleme lösen.
    Ein Bericht von Werner Pluta

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /