• IT-Karriere:
  • Services:

Artemis pCell: US-Unternehmen verspricht Mobilfunk-Revolution

Nach zehn Jahren Arbeit erklärt die Firma Artemis nun ihr Konzept "pCell" etwas genauer: Mit kleinen Funkzellen soll sich der Durchsatz mobiler Geräte drastisch steigern. Die Idee ist nicht ganz neu, wird aber von einem bekannten Unternehmer nun vorangetrieben.

Artikel veröffentlicht am ,
San Francisco könnte viele kleine pCells erhalten.
San Francisco könnte viele kleine pCells erhalten. (Bild: Artemis)

In einer Reihe von Interviews, unter anderem bei Wired und Venturebeat, hat das US-Unternehmen Artemis seine "pCell" genannte Technik vorgestellt. Laut dem Gründer Steve Perlman soll das System, das er bisher nur in Videos unter Laborbedingungen zeigen konnte, bereits einsatzbereit sein. Noch im vierten Quartal des Jahres 2014 könnte laut Perlman ein Testnetz im Freifeld aufgebaut werden, er schlägt dafür San Francisco vor - dort ist auch der Firmensitz von Artemis.

Stellenmarkt
  1. Parador GmbH & Co. KG, Coesfeld
  2. REALIZER GmbH, Bielefeld

Laut den aktuellen Beschreibungen steckt hinter pCell das Konzept der Mikro- oder Femtozellen: Statt großen Funkzonen, die viele Geräte versorgen, soll mit pCell jedes mobile Gerät von einer eigenen Zelle versorgt werden. Der Vorteil liegt darin, dass jedes Gerät eine dedizierte Bandbreite erhalten kann. Bei herkömmlichen Techniken bis hin zu LTE entspricht die große Funkzelle einem "shared medium" - jedes Smartphone oder Tablet darin muss sich die Bandbreite mit den anderen teilen.

pCell als Nachfolger von DIDO

Diese Darstellungen erwähnen nicht, was Perlman Mitte 2011 zum damals aktuellen Konzept DIDO erklärte. Hier beschrieb der Unternehmer nur, dass sich durch das verteilte Laden von Onlineinhalten aus mehreren Zellen die Bandbreite steigern lassen soll. Die Idee sah zwar auch vor, dass es wie bei pCell viele kleine Zellen geben soll, diese sollten sich aber überlappen und so die Übertragungsmöglichkeiten verteilen.

Beide Ansätze bauen aber auf neuen Funkzellen auf - und die verkauft Artemis unter dem Namen pWave praktischerweise gleich selbst, gibt aber öffentlich keinen Preis dafür an. US-Beobachter meinen nun, dass die großen Netzwerkbetreiber ihre milliardenteuren Netze kaum umrüsten würden. Die Anwender müssten sich laut Artemis kaum umstellen, denn pCell soll auf LTE-Standards basieren und so mit einem iPhone 5s oder einem Samsung Galaxy S4 bereits funktionieren.

Glaubwürdigkeit wird der Idee vor allem durch den Gründer des Unternehmens verliehen. Steve Perlman entwickelte in den 1990er Jahren WebTV, eine Verknüpfung von Online- und Live-TV-Inhalten, die später Microsoft für 425 Millionen US-Dollar kaufte. Danach war das System als MSN-TV bis 2013 aktiv. Später gehörte Perlman zu den Gründern des Spiele-Streaming-Dienstes Onlive, der aber Mitte 2012 beinahe pleiteging.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 11,99€
  2. (-70%) 5,99€
  3. 4,99€
  4. 2,49€

Rosch 21. Feb 2014

... denn dann kann man den individuellen Handyuser viel exakter verorten.

mag 21. Feb 2014

Naja, ganz so stussig ist das nicht. Das DIDO-Whitepaper spricht ziemlich eindeutig...

mag 21. Feb 2014

Ich denke, im Großen und Ganzen hast du das richtig erfasst. Was meines Erachtens jedoch...

am (golem.de) 21. Feb 2014

Weil die Dinger eben keine Reichweite haben müssen, müssen sie nicht auf Dächer, sondern...

kelzinc 20. Feb 2014

wirds in deutschland nicht geben den dan müsste die telekom investieren und das tut sie...


Folgen Sie uns
       


Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on

Der Surface Laptop 3 ist eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgänger. Er bekommt ein größeres Trackpad, eine bessere Tastatur und ein größeres 15-Zoll-Display. Es bleiben die wenigen Anschlüsse.

Microsoft Surface Laptop 3 (15 Zoll) - Hands on Video aufrufen
In eigener Sache: Golem.de sucht Produktmanager/Affiliate (m/w/d)
In eigener Sache
Golem.de sucht Produktmanager/Affiliate (m/w/d)

Attraktive Vergünstigungen für Abonnenten, spannende Deals für unsere IT-Profis, nerdiger Merchandise für Fans oder innovative Verkaufslösungen: Du willst maßgeschneiderte E-Commerce-Angebote für Golem.de entwickeln und umsetzen und dabei eigenverantwortlich und in unserem sympathischen Team arbeiten? Dann bewirb dich bei uns!

  1. In eigener Sache Aktiv werden für Golem.de
  2. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
  3. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

    •  /