Artemis: Nasa erarbeitet Zeitplan für das neue Mondprogramm

2023 eine neue Raumstation, ab 2024 jedes Jahr zum Mond, 2028 ein Mondhabitat: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat gemäß der Vorgabe von US-Präsident Donald Trump ein ehrgeiziges Programm für die kommenden zehn Jahre erstellt.

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Mondlandefähre von Apollo 11: Wird die Landefähre rechtzeitig fertig?
Mondlandefähre von Apollo 11: Wird die Landefähre rechtzeitig fertig? (Bild: Nasa)

In fünf Jahren, so hat es die US-Regierung bestimmt, soll die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) wieder Astronauten auf den Mond bringen. Aktuell erarbeitet die Nasa den Zeitplan für die kommenden zehn Jahre.

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Das US-Onlinemagazin Ars Technica hat einen internen Zeitplan der Nasa für das Artemis-Programm veröffentlicht. Danach sind 37 Flüge bis zum Jahr 2028 geplant. Sie sollen mit eigenen Raketen, aber auch mit denen privater Raumfahrtunternehmen durchgeführt werden.

Dem Bericht zufolge ist von diesem Jahr an bis 2028 jedes Jahr eine unbemannte Mission zum Mond geplant. 2022 und 2023 sollen die Komponenten für die neue Raumstation Deep Space Gateway ins All gebracht werden. Sie soll aus einem alten Spaceshuttle-Frachtmodul gebaut werden und als Zwischenstation für die Missionen zum Mond und später zu anderen Himmelskörpern dienen.

Ab 2024 soll jedes Jahr eine bemannte Mission zum Mond starten. Für das Jahr 2028 schließlich sieht der Plan ein "Lunar Surface Asset Deployment" vor. Gemeint ist mutmaßlich die Errichtung eines Habitats auf der Mondoberfläche.

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Der Plan hat jedoch einige Schwachstellen. Da ist die Finanzierung: Zwar will US-Präsident Donald Trump das Budget der Nasa für das kommende Jahr um 1,6 Milliarden US-Dollar aufstocken. Doch das reicht für das ehrgeizige Programm nicht aus. Dafür sind geschätzt sechs bis acht Milliarden US-Dollar pro Jahr zusätzlich nötig.

Ein weiteres Problem stellt die Hardware dar: Die Mondflüge sollen mit der neuen Schwerlastrakete, dem Space Launch System (SLS), durchgeführt werden. Deren Entwicklung ist jedoch massiv im Verzug, und das obwohl Komponenten aus dem Spaceshuttle-Programm wie die Triebwerke oder die Feststoff-Booster verwendet werden.

Für den Flug von Deep Space Gateway zum Mond muss aber ein komplett neues Mondlandefahrzeug entwickelt werden. Es soll drei Stufen haben, die einzeln zu der Station gebracht werden und von dort zum Mond fliegen.

Experten bezweifeln, ob - angesichts des SLS-Debakels - die Entwicklung eines Landefahrzeugs in fünf Jahren zu schaffen ist. In der vergangenen Woche hat die Nasa elf Unternehmen damit beauftragt, entsprechende Konzepte und Prototypen zu entwickeln. Darunter sind die Luft- und Raumfahrtkonzerne Boeing und Lockheed Martin, aber auch die New-Space-Unternehmen wie SpaceX und Blue Origin.

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