Das Orion-Raumschiff als Sturmbunker
Sollte ein schwerer Sonnensturm registriert werden, wird das Orion-Raumschiff selbst zum Schutzraum. Die Astronauten sind darauf trainiert, das Innere der Kapsel in einen sogenannten Sturmbunker (Storm Cellar) umzuwandeln.
Hierbei wird Ausrüstung, die ohnehin an Bord ist, umgelagert und an den Innenwänden der Kapsel befestigt. Dazu gehören Taschen, Wasserbehälter, aber auch Vorräte. Diese zusätzliche Masse dient als Barriere, um die eindringenden Strahlungspartikel zu bremsen. Zudem tragen die Astronauten persönliche Dosimeter, die bei steigenden Strahlungswerten einen akustischen Alarm auslösen.
Sonneneruptionen deutlich häufiger und intensiver
Die Herausforderung ist aktuell besonders groß, da sich die Sonne in ihrem 25. solaren Maximum befindet, welches für die Jahre 2024 bis 2026 prognostiziert ist. Während des Maximums treten Sonneneruptionen deutlich häufiger und intensiver auf. Auf der Erde können sie Polarlichter auslösen, die in den letzten Jahren sogar in unseren Breitengraden beobachtet werden konnten .
Jedoch zeigen Messungen der vorangegangenen Artemis-I-Mission auch, dass das Abschirmsystem von Orion funktioniert . Bei geschickter Ausrichtung des Raumschiffs zur Strahlungsquelle konnte die Belastung bereits um etwa die Hälfte gesenkt werden.



