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Vom Bildanbieter zur Geheimdienstplattform

Blacksky Technology (US09263B2079; BKSY) hat im vergangenen Jahr seine Gen-3-Satelliten in Betrieb genommen. Sie liefern Bilder mit einer Auflösung von 35 cm pro Bildpunkt – eine Qualität, die früher staatlichen Systemen vorbehalten war. Der vierte Satellit war nur wenige Stunden nach dem Start einsatzbereit.

Das Unternehmen positioniert sich als Anbieter raumbasierter Intelligenz. Es kombiniert Satellitenbilder, Bodenstationen und KI-gestützte Analysesoftware. Im März 2026 erhielt Blacksky einen Sole-Source-Vertrag über 99 Millionen US-Dollar mit der US-Regierung. Das internationale Geschäft macht inzwischen mehr als die Hälfte der Erlöse aus und wächst stark. Ein positives Ergebnis je Aktie wird jedoch erst für 2029 erwartet.

Integrierter Anbieter mit Anlaufphase

Firefly Aerospace (US31816X1063; FLY) landete im März 2025 mit dem Blue-Ghost-Raumschiff erfolgreich auf dem Mond. Der Börsengang folgte im August 2025. Die Aktie notiert derzeit etwa 30 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Das Portfolio umfasst die Trägerrakete Alpha, den Blue Ghost Lander, den Elytra Orbiter und die in Entwicklung befindliche Eclipse-Rakete. Die Übernahme des KI-Verteidigungsspezialisten Scitec erweitert das Angebot über reine Hardware hinaus.

Im Rahmen einer Übung mit der U.S. Space Force bewies Firefly operative Stärke: Die komplette Missionsvorbereitung gelang in nur 36 Stunden. Der Auftragsbestand lag Ende 2025 bei 1,4 Milliarden US-Dollar. Für 2026 peilt das Management 420 bis 450 Millionen US-Dollar Umsatz an.

Mobilfunk aus dem Orbit – mit strukturellen Grenzen

AST Spacemobile (US0002171D1000; ASTS) versorgt Standard-Smartphones direkt aus dem Orbit. Technisch kritisch ist jedoch die Hardware-Infrastruktur: Die Satelliten (wie Bluebird 6) haben nur eine Lebensdauer von etwa sieben Jahren. Das erzwingt einen permanenten, kapitalintensiven Reinvestitionszyklus, um die Netzabdeckung zu halten.

Systemintegrator ohne Schlagzeilen

Redwire (US75770W1036; RDW) liefert kritische Subsysteme für Raumfahrtmissionen: Kameras, Solarsegel, Andockmechanismen und Strukturkomponenten. Bei Artemis II war das Unternehmen mit elf Kameras an Bord der Orion-Kapsel vertreten

Im April 2026 gewann Redwire einen Esa-Auftrag für einen quantensicheren Satelliten und eröffnete ein Büro in Großbritannien für die Zusammenarbeit mit dem Ministry of Defence.

Die sechs Unternehmen im direkten Vergleich
UnternehmenTechnologie / FokusStatus 2025/26Risiken
Intuitive Machines (LUNR)Mondlander, Kommunikationsnetz (4,82 Milliarden US-Dollar)Umsatzziel 2026: 900 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar; Q4 2025 unter Erwartungstaatliche Budgetabhängigkeit, Terminrisiken
Planet Labs (PL)tägliche Erdbeobachtung per Kleinsatellitenkonstellation plus KI-AuswertungUmsatz 2026: 308 Millionen US-Dollar (plus 26 Prozent); erstmals positives EbitdaWettbewerb (Maxar, Airbus); reine Wachstumsbewertung
Blacksky (BKSY)hochauflösende Satellitenbilder (35 cm/Bildpunkt) und raumbasierte IntelligenzQ4 2025: 35,2 Millionen US-Dollar (plus 16 Prozent); US-Regierungsvertrag 99 Millionen US-Dollarkein positiver EPS vor 2029; lange Verkaufszyklen
Firefly Aerospace (FLY)Trägerraketen (Alpha/Eclipse), Mondlander Blue Ghost, Verteidigungssoftware (Scitec)Umsatzausblick 2026: 420 bis 450 Millionen US-Dollar; Auftragsbestand 1,4 Milliarden US-DollarBlock-2-Fertigungsrisiko; Eclipse erst ab 2027
AST Space Mobile (ASTS)weltraumbasiertes Mobilfunknetz für Standard-SmartphonesBluebird 6 gestartet; 35+ Netzbetreiber-PartnerschaftenSatelliten-Lebensdauer sieben Jahre; KUV weit über Fundamentaldaten
Redwire (RDW)Subsysteme: Kameras, Solarsegel, StrukturkomponentenArtemis II: elf Kameras; Esa-QKD-Auftrag April 2026kleine Marktkapitalisierung; kein eigenständiges Raketengeschäft

Der SpaceX-IPO-Effekt hat die Bewertungen im gesamten Sektor deutlich nach oben getrieben. Viele Kurs-Umsatz-Verhältnisse liegen im zweistelligen Bereich. Die operative Realität hinkt bei den meisten Unternehmen noch hinterher.


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