Artemis II: Laserübertragung zwischen Mond und Erde
Die am 2. April 2026 gestartete astronautische Mondmission Artemis II wird den Mond voraussichtlich am 6. April erreichen. Zwar werden die Astronauten nicht auf dem Trabanten landen, bei einer Umrundung jedoch Aufnahmen anfertigen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wird diesen Moment live streamen(öffnet im neuen Fenster) .
Die Mondaufnahmen in einer Auflösung von 4K werden mittels Laser übertragen, wodurch der Stream mit bis zu 260 MBit/s läuft. Zum Einsatz kommt das laserbasierte O2O-System der US-Behörde(öffnet im neuen Fenster) . Der Name steht für Orion Artemis II Optical Communications System, also das optische Kommunikationssystem des Orion-Raumschiffs für die Artemis-II-Mission.
O2O ist ein laserbasiertes Kommunikationssystem, das in der Lage ist, die 4K-Aufnahmen vom Mond auf die Erde zu leiten. Neben der Videoübertragung ist es auch für das Verschicken von Verfahren, Bildern und Flugplänen zuständig.
Kommunikation zwischen Erde und Mond
Um die Daten auf der Erde entgegenzunehmen, befinden sich in Las Cruces (New Mexico, USA) und auf dem Table Mountain (Kalifornien, USA) Laser-Bodenstationen. Diese Standorte wurden für ihren üblicherweise klaren Himmel ausgewählt, eine wichtige Voraussetzung für die schnelle und zuverlässige Laserkommunikation.
Die Astronauten nutzen jedoch auch traditionelle Funkkommunikation , um über das Deep Space Network (DSN) und das Near Space Network (NSN) mit dem Bodenteam in Kontakt zu bleiben. Das DNS-System wurde bereits bei Artemis I verwendet und kommt auch bei der Kommunikation mit Mondrovern und den Voyager-Raumsonden zum Einsatz.
Kontaktabbruch auf der dunklen Seite des Mondes
Jedoch können diese Netzwerke nicht verhindern, dass es beim Erreichen der Mondrückseite zu einem Abbruch der Verbindung kommen wird. Für schätzungsweise 41 Minuten befindet sich das Orion-Raumschiff dann im Funkschatten.
Überdies gehört O2O eher zu den schlechteren Laser-Kommunikationsterminals. Die Lasertechnologie der Mission Lunar Laser Communication-Demonstration(öffnet im neuen Fenster) (LLCD) erreichte bereits vor über zehn Jahren einen Downlink von 40 bis 622 MBit/s und einen Uplink von 10 bis 20 MBit/s.
2023 übermittelte der Nasa-Satellit TBIRD(öffnet im neuen Fenster) (Terabyte Infrared Delivery) 3,6 Terabyte an Daten mit einer Geschwindigkeit von 200 GBit/s zur Bodenstation.
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