Artemis I: Orion-Kapsel ist in Mondorbit eingeschwenkt

Die Testmission für Mondlandungen der Nasa Artemis I hat den Mond erreicht. In den kommenden Tagen macht sich die Orion-Kapsel auf den Rückweg.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Der Start der Artemis-1-Mission
Der Start der Artemis-1-Mission (Bild: Bill Ingalls/Nasa)

Rund zehn Tage nach dem Start ist die Orion-Kapsel der Nasa-Mondmission Artemis I in die Umlaufbahn des Mondes eingeschwenkt. Die unbemannte Kapsel habe bei ihrem Testflug am Freitag wie geplant ihre Triebwerke angefeuert und sei so in die Umlaufbahn eingeschwenkt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Die Umlaufbahn sei über 64.000 Kilometer von der Oberfläche des Mondes entfernt, weswegen Orion bereits für eine halbe Umrundung sechs Tage brauche. Danach werde die Kapsel den Orbit verlassen, um vier Tage später die Gravitationskräfte des Mondes für die Rückreise zur Erde zu nutzen. Am 11. Dezember 2022 soll die Kapsel im Pazifischen Ozean landen.

Orion werde in einer Richtung um den Mond fliegen entgegengesetzt zu der, in der der Mond um die Erde fliege. Diese Umlaufbahn hat laut Nasa den Vorteil, dass sie sehr stabil ist und Orion auf ihr vergleichsweise wenig Treibstoff verbraucht.

Testlauf für bemannte Mondmissionen

Mit Artemis I wollen Nasa-Wissenschaftler zahlreiche Funktionen der Orion-Kapsel testen, die irgendwann einmal Menschen zum Mond transportieren soll. Für den 26. November 2022 wird erwartet, dass Orion den bisherigen Rekord für die Entfernung eines für Menschen gedachten Raumfahrzeugs bricht. Bislang wird dieser von der Apollo-13-Mission gehalten und liegt bei 400.171 Kilometern Entfernung von der Erde.

Die Artemis-I-Mission war nach monatelangen Verschiebungen am 16. November 2022 (Ortszeit) zu einem ersten Teststart aufgebrochen. Mit der Rakete Space Launch System startete die Orion-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Vor wenigen Tagen hatte sie sich dem Mond so nah genähert, wie das während der gesamten Testmission nicht noch einmal geplant ist - auf etwa 130 Kilometer.

Die Mission stand bislang unter keinem guten Stern: Nach Verzögerungen und Kostenexplosionen bei Entwicklung und Bau musste der Teststart mehrere Male verschoben werden. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm Artemis sollen in den kommenden Jahren wieder US-Astronauten auf dem Mond landen, darunter erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person.

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Ach 01. Dez 2022

Alles im grünen Bereich. Die Mondbahn ist IMHO auch alles andere als leicht zu verdauen...

rassmussen 27. Nov 2022

Das ist bestimmt ein Golem plus pro Artikel. Den kann man als normaler User nicht mal...

JouMxyzptlk 26. Nov 2022

Alternativvorschlag: "Orion werde in entgegengesetzter Richtung um den Mond fliegen in...



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